DWS Multi Opportunities LD-Fonds: 02/2019-Bericht, Nettoaktienquote von 40% auf 30,5% reduziert - Fondsanalyse


04.04.19 11:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Dachfonds DWS Multi Opportunities LD strebt als Anlageziel einen möglichst hohen Wertzuwachs in Euro an, so Henning Potstada, Fondsmanager bei DWS.

Der Dachfonds investiere zu mindestens 51% des Netto-Fondsvermögens in Zielfonds. Für den Fonds könnten Anteile an in- und ausländischen Aktienfonds, gemischten Wertpapierfonds, Wertpapierrentenfonds und geldmarktnahen Wertpapierfonds erworben werden. Daneben könne das Fondsvermögen u.a. in Aktien, fest und variabel verzinslichen Wertpapieren, Aktienzertifikaten, Wandelschuldverschreibungen angelegt werden. Dabei werde auf eine internationale Streuung geachtet.

Nach einem sehr starken Januar habe sich die Dynamik der Aktienmärkte im Februar weiter fortgesetzt. Mit einem um 0,6% leicht festeren US-Dollar habe der MSCI ACWI ein Plus von 3,1% verbuchen können. Der Optimismus der Anleger kehre überraschend schnell zurück. Statt weitere Zinserhöhungen in den USA werde bereits über Zinssenkungen spekuliert. Die Wirtschaftsabschwächung werde lediglich als moderat eingestuft, während sich Zuversicht über ein Ende des Handelskonflikts zwischen China und den USA aufbaue.

Regional habe es wenig Performanceunterschiede im Februar gegeben. USA mit +3,7%, Europa mit +3,9% und China mit 3,6% habe allesamt ansprechende Gewinne verbuchen können. Der Rest der Emerging Markets (Schwellenländer) habe etwas mit +0,7, vor allem Brasilien mit -4,1% geschwächelt. Die besten Sektoren im Februar seien Technologiewerte mit 6,9% und Industriewerte mit 5,2% gewesen. Beide würden auch seit Jahresbeginn zu den großen Gewinnern mit +16% gehören.

Während die Entwicklung bei den verschiedenen Aktienindices eher ruhig also mit sinkender Volatilität verlaufen sei, habe es bei Einzelwerten aufgrund der Berichtssaison oft zweistellige Schwankungen an einzelnen Tagen gegeben. Die Präferenz für zyklische Investitionen habe sich vor allem bei den Rohstoffen gezeigt. Kupfer, als klassischer Konjunkturindikator habe 7,2% zugelegt und Öl 6%. Gold habe keine Veränderung gezeigt. Auf der Zinsseite habe sich der Anstieg der Hochzinsanleihen fortgesetzt mit Kursgewinnen von 1,7%, während Staatsanleihen der Eurozone um -0,6% nachgegeben hätten.

DWS Multi Opportunities habe sich mit einer Nettoaktienquote von rund 30% von seinem anfänglichen Optimismus verabschiedet und sei auf eine Korrektur vorbereitet. Der US-Dollar mit ca. 7% und Unternehmensanleihen mit ca. 40% sollten ein gutes Gegengewicht zu den Aktienpositionen bieten.

DWS Multi Opportunities habe nach Kosten eine Wertentwicklung von 1,26% im Februar erzielen können. Den größten Beitrag zur Wertentwicklung hätten Aktien mit 100 BP geliefert, gefolgt von der Anleiheseite mit 41 BP. Bis auf Anleihen-Derivate hätten alle Segmente im Anleihen Bereich, sowohl Staatsanleihen Unternehmensanleihen positive Beiträge erzielen können. Währungen hätten mit -7 BP leicht negativ zur Wertentwicklung beigetragen.

Aufgrund des weiteren Anstiegs der Aktienkurse sei die Nettoaktienquote von 40% auf 30,5% reduziert worden. Dies sei im Wesentlichen durch das Schließen von Long-Kontrakten bei gleichzeitiger Erhöhung der Short-Kontrakte geschehen. Die Top 5 Performer bei den Aktien hätten 71 BP geliefert, die Flops hätten -24 BP verloren. Es habe keine wesentlichen Bestandsveränderungen der Anleihepositionen gegeben. Der US-Dollar habe sich nach Absicherungen bei rund 7% eingependelt. Die Kasse-Position sei unverändert bei ca. 23,5% geblieben.

Ende Dezember habe die Stimmung an den Kapitalmärkten die Sorge umgetrieben, das alles was schiefgehen könne schiefgehen werde. Mittlerweile scheine man zu glauben, dass tatsächlich alles gutgehen werde. Augenblicklich werde der Höhenflug der Märkte von einer möglichen Einigung zwischen USA und China im Handelskonflikt unterstützt. Seit Jahresanfang habe China 14% und die USA 13% zugelegt. Auch die wohlwollenden Kommentare der Zentralbanken würden die Anleger in Sicherheit wiegen. Dies sei vor allem zyklischen Aktien im Industriebereich zugutegekommen. Solange die Reise zur Einigung im Handelskonflikt weitergehe, werde die Aufwärtsbewegung unterstützt. Lägen die Ergebnisse auf dem Tisch würden sie kritisch analysiert. Es stehe zu hoffen, dass es dann im Ergebnis nicht nur Verlierer gebe. (Stand vom 28.02.2019) (04.04.2019/fc/a/f)






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