DWS Invest SDG Global Equities LD-Fonds: 11/2021-Bericht, Position in Canadian National Railway ausgebaut


03.01.22 10:18
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Aktienfonds DWS Invest SDG Global Equities LD investiert in Unternehmen, die einen positiven Beitrag zur Erreichung mindestens eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (Sustainable Development Goals, sog. SDG) leisten, so Paul Buchwitz, Fondsmanager bei DWS.

Im Gesamtportfolio des Fonds werde angestrebt, dass durchschnittlich 50% der Unternehmenserträge zur Erreichung der 17 Ziele beitragen würden. Alle im Fonds enthaltenen Unternehmen würden zusätzlich die definierten ESG - Standards der DWS erfüllen.

Der November habe an den globalen Aktienmärkten einen turbulenten Verlauf genommen. Während über den Monat hinweg zunächst weiterhin steigende Inflationsraten zu Unsicherheiten an den Märkten geführt hätten, seien zum Monatsende die Sorge über die neue Corona-Variante Omikron und die Frage hinsichtlich der Wirkung der bestehenden Impfstoffe hinzugekommen. Die Unsicherheiten seien nicht nur durch einen starken Anstieg der Volatilität, sondern auch durch den Rücksetzer der Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen in der letzten Woche des Monats deutlich geworden.

Aufgrund der Kursstärke vor der neuen Omikron-Variante habe der US-amerikanische Aktienmarkt, gemessen am S&P 500 Index, lediglich einen leichten Kursrückgang von 0,8% im November verzeichnet, während der wachstumsorientierte NASDAQ Index sogar leichte Kursgewinne von 0,3% verbucht habe (beides in US-Dollar). In Europa habe der MSCI Europe einen Rückgang von 2,6% hinnehmen müssen, der DAX Index habe Verluste von 3,8% (beides in Euro) verzeichnet. Der Topix Index als Gradmesser für den japanischen Markt habe einen Rückgang von 3,6% im November verzeichnet. In den Schwellenländern seien die Kursrückgänge größer ausgefallen, der MSCI Emerging Markets sei um 4,1% (in US-Dollar) gefallen, was besonders durch Osteuropa getrieben worden sei.

Auf sektoraler Ebene hätten global besonders zyklische Konsumgüter und Technologieunternehmen zu überzeugen gewusst. Dagegen sei die Wertentwicklung des Finanzsektors unterdurchschnittlich gewesen, der aufgrund der Unsicherheiten und des Rückgangs der langfristigen Renditen der US-Staatsanleihen gelitten habe. Auch der zyklische Industriesektor habe überproportionale Kursrückgänge verzeichnet, da besonders die Luftfahrtbranche aufgrund von Reiseeinschränkungen wegen der neuen Corona-Variante unter Druck geraten sei. Bei dem Energiesektor sei es nach der deutlichen Wertzunahme in den Vormonaten und einem Rückgang im Ölpreis zu deutlichen Gewinnmitnahmen gekommen.

Bei der Konstruktion des Portfolios werde neben dem Renditeziel berücksichtigt, dass die Unternehmen, an denen sich die Experten beteiligen würden, einen möglichst hohen Umsatzbeitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen leisten würden. Im Durchschnitt würden die Experten anstreben, dass jeder zweite Euro an Umsatz, der generiert werde von den Portfoliobeteiligungen der Experten, potenziell zu den genannten Zielen beitrage. Im Versorger-, Industrie- und Gesundheitssektor gebe es besonders viele Unternehmen die einen sehr hohen potenziellen Beitrag leisten würden, deshalb seien diese Sektoren im Fonds auch tendenziell stärker gewichtet. Grundsätzlich liege der Fokus auf Aktien von Firmen mit nachhaltigen, wachstumsorientierten Geschäftsmodellen, soliden Bilanzen, starken Managements und attraktiven Bewertungen.

Darüber hinaus werde darauf Wert gelegt, dass diese Unternehmen einen signifikanten Beitrag zu den UN Nachhaltigkeitszielen leisten könnten. Im November hätten die Experten unter anderem ihre Position in Canadian National Railway weiter ausgebaut. Das Unternehmen trage potenziell mit ca. 45% seiner Umsätze zum UN-Nachhaltigkeitsziel 13, Klimaschutz bei. Der Transport von Gütern und Personen über das Schienennetzwerk sei in der Regel mit weniger CO2 Emissionen verbunden als der Transport über die Straße oder per Flugzeug. Darüber hinaus hätten die Experten auch bei der Waste Management weiterzugekauft. Dieses Unternehmen sei in der USA ansässig und trage mit seinen Aktivitäten unter anderem potenziell zum Ziel 12 "Nachhaltiger Konsum und Produktion" bei. Waste Management möchte zudem das Recyclinggeschäft ausbauen und plane die Erweiterung der Anlagen die Deponiegas in Energie umwandeln würden.

Der Fonds habe im November 0,67% an Wert verloren und damit leicht hinter dem MSCI Welt all country (total return, in Euro) gelegen, der im gleichen Zeitraum 0,41% an Wert verloren habe. Ein Teil dieser Differenz sei durch die unterschiedlichen Bewertungszeitpunkte am Monatsbeginn zu erklären. Die relative Wertentwicklung des Fonds sei im Berichtsmonat sowohl durch die Sektorallokation als auch die Einzeltitelselektion beeinflusst worden.

Sowohl das Untergewicht des Finanzsektors als auch die Einzeltitelselektion innerhalb des Sektors hätten einen positiven Beitrag zur relativen Wertentwicklung erzielt. Das Übergewicht des Industriesektor habe sich nicht ausgezahlt und auch der relativ positive Wertentwicklungsbeitrag der Titelauswahl innerhalb des Sektors habe diesen Nachteil nicht kompensieren können. Dagegen sei sowohl das Übergewicht bei Gesundheitswerten als auch die Selektion innerhalb des Sektors von Nachteil gewesen.

Der Fokus auf Medizintechnik- und Diagnostikunternehmen habe im November keinen Mehrwert erzielen können, da diese Unternehmen derzeit zum Teil von Engpässen in den Lieferketten und von aufgeschobenen Behandlungen aufgrund der Pandemie leiden würden. Auch das Untergewicht bei Informationstechnologiewerten habe sich nicht ausgezahlt und auch die Titelauswahl innerhalb des Sektors habe keinen positiven Beitrag leisten können. Insbesondere Unternehmen aus dem Bereich Solarenergie hätten hier nicht mit der Wertentwicklung traditioneller Technologiewerte mithalten können.

Die Kombination aus Selektion innerhalb der Sektoren Energie und Immobilien und Gewichtung der genannten Sektoren, habe einen nahezu neutralen Effekt auf die relative Wertentwicklung des Portfolios im November gehabt. Dagegen habe sich im Bereich diskretionärer Konsum die Titelauswahl negativ auf die relative Wertentwicklung ausgewirkt. Anbieter von Dienstleistungen im Bereich Bildung hätten im November darunter gelitten, dass sich in den USA weniger Studenten für ein Hochschulstudium angemeldet hätten, da der Arbeitsmarkt momentan sehr robust sei.

Trotz Verunsicherungen sowohl über weitere politische Ereignisse als auch über die Konjunkturlage in den wichtigsten Ländern sei das Gesamtbild verhalten konstruktiv. Die Entwicklung der Covid-19-Pandemie sowie der Virusvarianten werde weiterhin beobachtet und könne wie im November zu Schwankungen an den globalen Aktienmärkten führen. Durch den weltweiten Impffortschritt bestehe Hoffnung auf ein absehbares Ende der Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen. Zusätzlich würden sowohl fiskalpolitische als auch geldpolitische Maßnahmen die Weltwirtschaft weiterhin unterstützen, auch wenn es seitens der US-Zentralbank zu einer möglichen Straffung der lockeren Geldpolitik in naher Zukunft komme. Entscheidend für das globale Wachstum würden die Effektivität der Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus und die Dauer dieser Krise sein. Die Hoffnungen auf eine konstruktive Lösung im globalen Handelsstreit würden bestehen bleiben.

In Europa bleibe die Situation genau zu beobachten, wo neben der Covid-19-Pandemie auch die Auswirkungen des Brexit auf das Wirtschaftswachstum noch unklar seien. Die Schwellenländer stünden weiterhin vor großen Herausforderungen, sollten jedoch aller Voraussicht nach ein, wenn auch eher mittelfristiger Treiber der Weltkonjunktur bleiben. Kurzfristige Schwankungen bei Schwellenländer-Investments würden sicher auch für die Zukunft zu erwarten sein.

Ein anderer Aspekt komme hinzu: Trotz des jüngsten Anstiegs der langfristigen Rendite würden die Zinsen historisch gesehen weiterhin niedrig bleiben. Für Anleger auf der Suche nach "Rendite" würden Aktien daher aus Mangel an Anlagealternativen notwendig bleiben und könnten zumindest strategisch die Aktienmärkte weiter unterstützen. Voraussetzung dafür sei eine weiterhin expansive Geldpolitik der Zentralbanken. Entsprechende Zuflüsse zu Aktienfonds oder Änderungen der Vermögensallokation bei Versicherungen und Pensionsfonds seien deswegen weiterhin genau zu beobachten. (Stand vom 30.11.2021) (03.01.2022/fc/a/f)





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