DWS Invest SDG Global Equities LD-Fonds: 07/2021-Bericht, Position in New Oriental Education komplett verkauft


02.09.21 10:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Aktienfonds DWS Invest SDG Global Equities LD investiert in Unternehmen, die einen positiven Beitrag zur Erreichung mindestens eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (Sustainable Development Goals, sog. SDG) leisten, so Paul Buchwitz, Fondsmanager bei DWS.

Im Gesamtportfolio des Fonds werde angestrebt, dass durchschnittlich 50% der Unternehmenserträge zur Erreichung der 17 Ziele beitragen würden. Alle im Fonds enthaltenen Unternehmen würden zusätzlich die definierten ESG - Standards der DWS erfüllen.

Die globalen Aktienmärkte hätten ihren Aufwärtstrend im Juli fortgesetzt und neue Höchststände erreichen können. Trotz der sich ausbreitenden Virusvarianten und vereinzelten, regionalen Einschränkungen habe allgemein der Fortschritt bei den Impfungen gegen Covid-19 weiterhin für Zuversicht an den Märkten gesorgt. Aus wirtschaftlicher Sicht würden nach wie vor die Inflationssorgen sowie Lieferengpässe in bestimmten Sektoren das Tagesgeschehen beherrschen, wenn auch die derzeitigen Quartalsberichte größtenteils positive Impulse liefern würden.

Trotz gestiegener Inflationsdaten in den USA bleibe die Amerikanische Zentralbank weiter bei ihrer expansiven Geldpolitik. Während der breite US-amerikanische Aktienmarkt, gemessen am S&P 500 (in US-Dollar), um 2,3% gestiegen sei, habe der wachstumsorientierte NASDAQ lediglich 1,2% an Wert zulegen können. Der europäische Aktienmarkt, gemessen am MSCI Europe (in Euro), sei um 1,8% gestiegen. Dagegen habe der TOPIX Index (in Yen), der den japanischen Markt repräsentiere, Einbußen von rund 2,2% verzeichnet. Der MSCI Emerging Markets sei im Juli deutlich um 7,0% (in US-Dollar) gefallen, was erneut von einer schwachen Wertentwicklung in Asien getrieben worden sei. Die regulatorische Verschärfung der chinesischen Regierung in Bezug auf die Privatwirtschaft habe deutliche Spuren am chinesischen Aktienmarkt sowie an der Börse in Hong Kong hinterlassen.

Auf sektoraler Basis habe sich ein gemischtes Bild ergeben. Im Juli hätten erneut Technologieunternehmen zu überzeugen gewusst. Außerdem hätten die defensiven Sektoren Versorger und Immobilien überproportionale Gewinne verzeichnet. Die Wertentwicklung des Gesundheitssektors sei wie in den Vormonaten ebenfalls erfreulich gewesen. Dagegen hätten Finanzwerte und Industriewerte im Juli nicht überzeugen können. Besonders der Rückgang der Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen in den USA habe dem Finanzsektor zu schaffen gemacht. Außerdem hätten sich sowohl zyklische als auch defensive Konsumwerten unterdurchschnittlich entwickelt. Der Energiesektor habe die größten Gewinnmitnahmen im Juli verzeichnet.

Bei der Konstruktion des Portfolios wurde berücksichtigt, dass wir uns wahrscheinlich eher am Ende, als am Anfang des Konjunkturzyklus befinden, so die Experten der DWS. Spätzyklische Sektoren wie Versorger und Gesundheitswerte seien im Portfolio stärker gewichtet als beispielsweise im MSCI World All Country. Zudem bestehe das Portfolio, gemessen an der Marktkapitalisierung, aus über 60% großen und sehr großen Unternehmen. Diese Unternehmen würden meist über ein regional breit diversifiziertes Produktportfolio und ausreichend Ressourcen verfügen, um auch einen zyklischen Abschwung gut zu überstehen. Grundsätzlich aber liege der Fokus auf Aktien von Firmen mit nachhaltigen, wachstumsorientierten Geschäftsmodellen, soliden Bilanzen, starken Managements und attraktiven Bewertungen. Darüber hinaus werde darauf Wert gelegt, dass diese Unternehmen einen signifikanten Beitrag zu den UN Nachhaltigkeitszielen leisten könnten.

Im Juli hätten die Experten ihre Position in New Oriental Education komplett verkauft. Die chinesische Regierung habe eine weitreichende Reform des Bildungssektors angekündigt, die E-Learning-Plattformen quasi die Geschäftsgrundlage entziehe. Unternehmen, die im schulischen Nachhilfebereich tätig seien, sollten demnach keine Gewinne mehr erzielen dürfen. Auch solle der Zugang ausländischer Investoren in diesem Bereich beschränkt werden. Dieser harsche Eingriff der Regierung in den Markt habe die Experten dazu bewogen, ihre Gewichtung von chinesischen Unternehmen zu reduzieren. Die Experten hätten auch ihre Position in NIU Technology reduziert, ein Anbieter von Elektromobilitätslösungen der potenziell zum UN Nachhaltigkeitsziel 13 "Maßnahmen zum Klimaschutz" beitrage.

Der DWS Invest SDG Global Equities habe im Juli 0,6% an Wert gewonnen und damit in etwa gleich auf mit dem MSCI Welt all country (total return, in Euro) gelegen, der im gleichen Zeitraum 0,63% an Wert gewonnen habe. Ein Teil dieser Differenz sei durch die unterschiedlichen Bewertungszeitpunkte am Monatsbeginn zu erklären. Die relative Wertentwicklung des Fonds sei im Berichtsmonat sowohl durch die Sektorallokation als auch die Einzeltitelselektion beeinflusst worden. Die Positionierung bei Industrietiteln habe einen nahezu neutralen Beitrag im vergangenen Monat gehabt. Allerdings seien das Untergewicht des Energiesektors und die Einzeltitelauswahl im Sektor von Vorteil gewesen. Ebenso habe sich die Einzeltitelselektion innerhalb der Kommunikationsdienste ausgezahlt. Hier hätten besonders US-amerikanische Unternehmen aus der Internetbranche dank guter Quartalsergebnisse zu überzeugen gewusst. Auch wenn sich das Übergewicht des Gesundheitssektors positiv auf die relative Wertentwicklung ausgewirkt habe, so sei dies durch die Einzeltitelselektion innerhalb des Sektors mehr als kompensiert worden.

Insbesondere die Positionierung bei europäischen Medizintechnikunternehmen habe sich im Juli nicht ausgezahlt. Das Untergewicht des Technologiesektors sowie die Selektion der Einzeltitel innerhalb dieses Sektors hätten keinen Mehrwert erzielt. Wie im Vormonat sei es besonders bei Werten aus der Halbleiterbranche im Juli zu Gewinnmitnahmen gekommen. Außerdem sei das Untergewicht, als auch die Selektion innerhalb des zyklischen Konsumsektors von Vorteil gewesen. Unternehmen der Fahrrad, sowie der Baubranche hätten hier zu überzeugen gewusst. Sowohl das Übergewicht der defensiven Sektoren Immobilien und Versorger, als auch die Einzeltitelauswahl hätten einen positiven relativen Beitrag zur Wertentwicklung leisten können. Die Selektion innerhalb des Finanzsektors habe sich hingegen nicht ausgezahlt, dieser Nachteil habe aber durch die geringe Allokation mehr als kompensiert werden können.

Trotz Verunsicherungen sowohl über weitere politische Ereignisse und über die Konjunkturlage in den wichtigsten Ländern sei das Gesamtbild verhalten konstruktiv. Die Entwicklung der Covid-19-Pandemie sowie der Virusvarianten werde weiterhin genau beobachtet und könne zu Schwankungen an den globalen Aktienmärkten führen. Durch die im Dezember begonnenen Impfungen bestehe Hoffnung auf ein absehbares Ende der Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen. Zusätzlich würden sowohl massive geldpolitische als auch fiskalpolitische Maßnahmen die Weltwirtschaft weiterhin unterstützen, was auch den Aktienmärkten zu Gute komme. Entscheidend für das globale Wachstum würden die Effektivität der Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus sowie die Dauer dieser Krise sein. Die Hoffnungen auf eine konstruktive Lösung im globalen Handelsstreit würden bestehen bleiben.

In Europa bleibe die Situation genau zu beobachten, wo neben der Covid-19-Pandemie auch die Auswirkungen des Brexit auf das Wirtschaftswachstum noch unklar seien. Die Schwellenländer stünden weiterhin vor großen Herausforderungen, sollten jedoch aller Voraussicht nach ein, wenn auch eher mittelfristiger Treiber der Weltkonjunktur bleiben. Kurzfristige Schwankungen bei Schwellenländer-Investments würden sicher auch für die Zukunft zu erwarten sein.

Ein anderer Aspekt komme hinzu: Trotz des jüngsten Anstiegs der langfristigen Rendite würden die Zinsen historisch gesehen weiterhin niedrig bleiben. Für Anleger auf der Suche nach "Rendite" würden Aktien daher aus Mangel an Anlagealternativen notwendig bleiben und könnten zumindest strategisch die Aktienmärkte weiter unterstützen. Voraussetzung dafür sei eine weiterhin expansive Geldpolitik der Zentralbanken. Entsprechende Zuflüsse zu Aktienfonds oder Änderungen der Vermögensallokation bei Versicherungen und Pensionsfonds seien deswegen weiterhin genau zu beobachten. (Stand vom 31.07.2021) (02.09.2021/fc/a/f)





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