DWS Invest SDG Global Equities LD-Fonds: 03/2021-Bericht, Positionen bei einigen Titeln reduziert - Fondsanalyse


03.05.21 13:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Aktienfonds DWS Invest SDG Global Equities investiert in Unternehmen, die einen positiven Beitrag zur Erreichung mindestens eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (Sustainable Development Goals, sog. SDG) leisten, so Paul Buchwitz, Fondsmanager bei DWS.

Im Gesamtportfolio des Fonds werde angestrebt, dass durchschnittlich 50% der Unternehmenserträge zur Erreichung der 17 Ziele beitragen würden. Alle im Fonds enthaltenen Unternehmen würden zusätzlich die definierten ESG - Standards der DWS erfüllen.

Im März hätten die globalen Aktienmärkte leicht an Wert gewinnen können. Nach wie vor hätten Nachrichten aus der Gesundheitsbranche das Tagesgeschehen dominiert. Einerseits seien regionale Einschränkungen aus Sorge um die Verbreitung der Mutanten von Covid-19 verlängert worden, anderseits sei durch die Zulassung weiterer Covid-19 Impfstoffe das Impfen gegen das Virus weltweit voran gebracht worden. Gerade die deutliche Impfbeschleunigung in den USA und die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zur Normalität hätten die Aktienmärkte beflügelt.

Außerdem sei das von U.S. Präsident Biden angekündigte Investitionsprogram mit Vorfreude erwartet worden. Zusätzlich habe sich besonders am amerikanischen Anleihemarkt der deutliche Anstieg der langfristigen Renditen fortgesetzt, was sich auch auf die Aktienmärkte ausgewirkt habe. Wie im Februar habe auch im März der wachstumsorientierte NASDAQ Index (in US-Dollar) lediglich einen leichten Anstieg verzeichnet. Dagegen habe im März der breite US-amerikanische Aktienmarkt, gemessen am S&P 500 (in US-Dollar), mit 4,2% deutlich an Wert zulegen können. Der europäische Aktienmarkt, gemessen am MSCI Europe (in Euro), habe 6,1% an Wert gewonnen, während der DAX Index als Gradmesser für den deutschen Markt um 8,9% gestiegen sei. Der TOPIX Index (in Yen), der den japanischen Markt repräsentiere, sei um 4,8% gestiegen.

Die Schwellenländer hätten nach der Wertzunahme in den Vormonaten leichte Verluste verzeichnet, der MSCI Emerging Markets habe 1,7% an Wert abgegeben (in US-Dollar). Auf sektoraler Basis habe sich ein sehr gemischtes Bild ergeben. Nicht-zyklische Konsumaktien und Versorger hätten ihre Verluste aus dem Vormonat kompensieren können und überproportionale Gewinne erzielt. Außerdem hätten aufgrund des deutlichen Anstiegs der 10-jährigen Rendite in den USA besonders Finanzwerte an Wert zulegen können. Ebenso hätten konjunktursensitive Sektoren wie Industriewerte und zyklischer Konsum überzeugt. Dagegen sei die Wertentwicklung im Technologie- und Kommunikationssektor unterdurchschnittlich gewesen.

Bei der Konstruktion des Portfolios wurde berücksichtigt, dass wir uns wahrscheinlich eher am Ende, als am Anfang des Konjunkturzyklus befinden, so die Experten der DWS. Spätzyklische Sektoren wie Versorger und Gesundheitswerte seien im Portfolio stärker gewichtet als beispielsweise im MSCI World All Country. Zudem bestehe das Portfolio, gemessen an der Marktkapitalisierung, aus über 60% großen und sehr großen Unternehmen. Diese Unternehmen würden meist über ein regional breit diversifiziertes Produktportfolio und ausreichend Ressourcen verfügen, um auch einen zyklischen Abschwung gut zu überstehen. Grundsätzlich aber liege der Fokus auf Aktien von Firmen mit nachhaltigen, wachstumsorientierten Geschäftsmodellen, soliden Bilanzen, starken Managements und attraktiven Bewertungen.

Darüber hinaus werde darauf Wert gelegt, dass diese Unternehmen einen signifikanten Beitrag zu den UN Nachhaltigkeitszielen leisten könnten. Im März hätten die Experten nach sehr guter Wertentwicklung bei einigen Titeln die Positionen reduziert, darunter sei die Darling Ingredients gewesen, ein führender Hersteller von organischen Inhaltsstoffen für die Nahrungs- und Futtermittelindustrie, der gleichzeitig zu den größten Produzenten von erneuerbarem Diesel gehöre.

Zudem hätten die Experten bei Chegg Inc. Gewinne mitgenommen. Das Unternehmen sei ein Bildungstechnologieunternehmen, das in der Pandemie starken Nutzerzulauf erfahren habe und Studenten und Schülern Online-Nachhilfe anbiete. Zugekauft hätten die Experten dagegen eher Unternehmen mit zyklischem Charakter, wie die Acuity Brands. Sie biete nicht nur energieeffiziente Lichtlösungen für Gebäude und Außenbereiche an und trage damit potentiell zum UN Nachhaltigkeitsziel 13 bei, sondern auch UV-basierte Lösungen zur Reduzierung schädlicher Krankheitserreger wie den COVID-19 Virus.

Der DWS Invest SDG Global Equities habe im März 5,01% an Wert gewonnen und damit hinter dem MSCI Welt all country (total return, in Euro) gelegen, der im gleichen Zeitraum 5,6% an Wert gewonnen habe. Ein Teil dieser Differenz sei durch die unterschiedlichen Bewertungszeitpunkte am Monatsbeginn zu erklären. Die relative Wertentwicklung des Fonds sei im Berichtsmonat sowohl durch die Sektorallokation als auch die Einzeltitelselektion beeinflusst worden. Das Übergewicht bei nicht-zyklischen Konsumwerten sowie die Selektion innerhalb dieses Sektors hätten positiv zur relativen Wertentwicklung beigetragen. Besonders Konsumgüterfirmen aus Japan hätten im März zu überzeugen gewusst.

Auch die Selektion und das Untergewicht im Technologiesektor hätten sich im März ausgezahlt. Insbesondere Unternehmen, die cloudbasierte Lösungen anbieten würden, hätten einen positiven relativen Renditebeitrag geliefert. Während das Übergewicht bei Gesundheitswerten von Nachteil gewesen sei, so sei dies durch die positive Einzeltitelselektion kompensiert worden. Hier sei unter anderem der Fokus auf Krankenversicherungsunternehmen vorteilhaft gewesen. Das Untergewicht bei Finanzwerten und Basisgrundstoffen hätten im März negativ zur relativen Wertentwicklung beigetragen.

Dagegen hätten sich das Übergewicht bei Industrietiteln und die Einzelwertselektion innerhalb des Sektors im März bezahlt gemacht. Die Einzeltitelselektion im Energiesektor, sowie bei Versorgern hätten im März hingegen keinen Mehrwert geliefert, genauso wenig wie die Einzeltitelselektion im Immobiliensektor. Auch im zyklischen Konsumsektor habe die Einzeltitelselektion keinen positiven Renditebeitrag leisten können, insbesondere Bildungsunternehmen in China seien im März unter Druck geraten. Medien hätten berichtet, dass der Bildungssektor in Zukunft stärker reguliert werden könnte in China.

Trotz Verunsicherungen sowohl über weitere politische Ereignisse und über die Konjunkturlage in den wichtigsten Ländern sei das Gesamtbild weiterhin verhalten konstruktiv. Die Entwicklung der Covid-19-Pandemie werde genau beobachtet und könne zu Schwankungen an den globalen Aktienmärkten führen. Durch die im Dezember begonnenen Impfungen bestehe Hoffnung auf ein absehbares Ende der Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen. Zusätzlich würden sowohl massive geldpolitische als auch fiskalpolitische Maßnahmen die Weltwirtschaft weiterhin unterstützen, was auch den Aktienmärkten zu Gute komme.

Entscheidend für das globale Wachstum würden die Effektivität der Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus sowie die Dauer dieser Krise sein. Die Hoffnungen auf eine konstruktive Lösung im globalen Handelsstreit hätten sich verbessert. In Europa bleibe die Situation genau zu beobachten, wo neben der Covid-19-Pandemie auch die Auswirkungen des Brexit auf das Wirtschaftswachstum noch unklar seien. Die Schwellenländer stünden weiterhin vor großen Herausforderungen, sollten jedoch aller Voraussicht nach ein, wenn auch eher mittelfristiger Treiber der Weltkonjunktur bleiben. Kurzfristige Schwankungen bei Schwellenländer-Investments würden sicher auch für die Zukunft zu erwarten sein.

Ein anderer Aspekt komme hinzu: Trotz des jüngsten Anstiegs der langfristigen Rendite würden die Zinsen historisch gesehen weiterhin niedrig bleiben. Für Anleger auf der Suche nach "Rendite" würden Aktien daher aus Mangel an Anlagealternativen notwendig bleiben und könnten zumindest strategisch die Aktienmärkte weiter unterstützen. Voraussetzung dafür sei eine weiterhin expansive Geldpolitik der Zentralbanken. Entsprechende Zuflüsse zu Aktienfonds oder Änderungen der Vermögensallokation bei Versicherungen und Pensionsfonds seien deswegen weiterhin genau zu beobachten. (Stand vom 31.03.2021) (03.05.2021/fc/a/f)





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