DWS Invest SDG Global Equities Fonds: Klimawandel - Die neue Macht der Anleger - Fondsanalyse


02.01.19 12:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Aktienfonds DWS Invest SDG Global Equities (ISIN LU1891311430 / WKN DWS2Y8) investiert in Unternehmen, die einen positiven Beitrag zur Erreichung mindestens eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (Sustainable Development Goals, sog. SDG) leisten, so die Experten von DWS.

Im Gesamtportfolio des Fonds werde angestrebt, dass durchschnittlich 50% der Unternehmenserträge zur Erreichung der 17 Ziele beitragen würden. Alle im Fonds enthaltenen Unternehmen würden zusätzlich die definierten ESG - Standards der DWS erfüllen.

200 Staaten hätten Mitte Dezember in Kattowitz auf dem UN-Klimagipfel beraten, wie die Erderwärmung gestoppt werden könne. Das Thema sei brisanter denn je. Erst kurz vor dem Treffen hätten der Weltklimarat IPCC, die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und das UN-Umweltprogramm (UNEP) eindringlich gemahnt: Um eine katastrophale Erderwärmung noch zu verhindern, müsse die Menschheit schnell und entschieden umsteuern.

Die Emission von Treibhausgasen steige trotz aller bisherigen Bemühungen weiter - und offensichtlich sogar noch schneller als bisher. Das berichte das Global Carbon Project, ein internationaler Forschungsverbund zum Klimawandel mit 76 Experten aus 15 Ländern. Auf Basis von Zahlen für die ersten neun Monate des Jahres würden Experten in diesem Jahr einen Anstieg der Emissionen zwischen 1,8 und 3,7 Prozent befürchten. 2015 und 2016 seien die Emissionen stabil geblieben.

Der erneute Anstieg mache Experten Sorgen. Um den Temperaturanstieg auf eineinhalb Grad zu begrenzen, müssten die Emissionen bis zum Jahr 2030 halbiert werden, erkläre Corinne Le Quéré, Direktorin des Tyndall Centres für Klimaforschung an der Universität von East Anglia in Großbritannien, in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Nach ihrer Einschätzung reiche es nicht aus, den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern. "Das Bestreben, auf fossile Energien zu verzichten, muss auf die ganze Wirtschaft erweitert werden", fordere Le Quéré. Spannend: Auch private Anleger könnten einen wirkungsvollen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten, beispielsweise indem sie in Aktienfonds mit Nachhaltigkeits-Fokus investieren würden.

Fonds, die sich einem nachhaltigen Investieren verschrieben hätten, würden häufig auch als ESG-Fonds bezeichnet. ESG sei die englische Abkürzung für "Environment, Social, Governance", also für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. ESG-Fonds würden bei ihrer Entscheidung für die Investition in ein bestimmtes Unternehmen berücksichtigen, wie weit das Unternehmen ökologische und sozial-gesellschaftliche Aspekte berücksichtige, und ob die Unternehmensführung allgemein anerkannten Standards entspreche. Durch die Berücksichtigung von ESG- bzw. Nachhaltigkeitskriterien würden Anleger also ihre klassischen Anlageziele, wie beispielsweise das Streben nach Rendite, um ein weiteres Ziel erweitern, nämlich das einer besseren Umwelt.

Noch einen deutlichen Schritt weiter gehe der neu aufgelegte Fonds DWS Invest SDG Global Equities. Bei diesem Fonds würden neben den ESG-Kriterien auch noch die Umweltziele der Vereinten Nationen (UN) berücksichtigt. Im Jahr 2015 habe die UN 17 Ziele definiert, die der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollten.

Diese Sustainable Development Goals (SDGs) seien von allen 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen angenommen worden. In einem Satz gesagt, würden sich SDGs als umfassende und sorgfältige Ausarbeitung von ESG-Aspekten betrachten lassen - mit dem zusätzlichen Vorteil, dass die Definition sowohl Ziele als auch Indikatoren umfasse.

Hier setze auch der neue Fonds DWS Invest SDG Global Equities an: Die durchschnittlichen SDG-relevanten Umsätze der Unternehmen im Fonds sollten mehr als 50 Prozent betragen. In der Konsequenz heiße das, dass jeder zweite Euro, der in den Fonds investiert werde, aktiv zu den 17 SDGs der UN beitragen könne.

Hauptverantwortlicher Manager des neuen Fonds sei Paul Buchwitz. Er sei ein ausgewiesener Experte für nachhaltige Investments: Bereits seit 2007 investiere Buchwitz für die DWS in Aktien aus dem Bereich Nachhaltigkeit. Buchwitz berücksichtige bei den Investments für den DWS Invest SDG Global Equities nicht nur ESG- und SDG-Kriterien. Er sei auch bestrebt, eine Rendite zu erwirtschaften, die der des breiten Aktienmarkts entspreche. (Ausgabe vom 14.12.2018) (02.01.2019/fc/a/f)





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