DWS Invest Global Infrastructure LC-Fonds: 11/2019-Bericht, positive Rendite erzielt - Fondsanalyse


13.01.20 09:20
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Invest Global Infrastructure LC-Fonds investiert vordergründig in Aktien von Emittenten aus dem globalen Infrastruktursektor, so die Experten der DWS.

Dazu würden folgende Segmente gehören: Transport (Straßen, Flug- und Seehäfen sowie Schienenverkehr), Energie (Gas- und Stromübertragung, -vertrieb und -erzeugung), Wasser (Bewässerung, Trinkwasser und Abwasser) und Kommunikation (Rundfunk- und Mobilfunkmasten, Satelliten, Glasfaser- und Kupferkabel).

Für globale Infrastrukturaktien sei es im Monat November insgesamt negativ (in EUR) gelaufen, wobei der Dow Jones Brookfield Infrastructure Index -0,4% erzielt habe und damit hinter dem breiteren Aktienmarkt (gemessen am MSCI World Index) zurückgeblieben sei, der +4,0% verzeichnet habe. An den breiteren globalen Aktienmärkten sei es im November stetig bergauf gegangen. Hintergrund sei die Aussicht auf ein Handelsabkommen und der Optimismus gewesen, dass die globalen Wachstumsprobleme verschwinden könnten.

US-Aktien hätten den größten Zuwachs seit Juni verzeichnet, während auch Aktien in Europa gut unterstützt worden seien. In Asien-Pazifik hätten Aktien nur einen leichten Anstieg verzeichnet, da die regionale Wertentwicklung durch die Schwäche in Hongkong beeinträchtigt worden sei. Die Unruhen in Hongkong hätten sich verschärft, da die eskalierenden Turbulenzen zu erheblichen Störungen bei Unternehmen, Schulen und im öffentlichen Verkehrssystem geführt hätten und die Gewalt eskaliert habe. Die Investoren würden weiterhin auf eine Lösung im Handelskonflikt warten, wobei die nächste Runde amerikanischer Zölle auf chinesische Waren Mitte Dezember anstehe.

Darüber hinaus werde die Lage bezüglich Hongkong zusehends angespannter, nachdem US-Präsident Donald Trump den Hong Kong Human Rights and Democracy Act in Kraft gesetzt habe. Daten aus den USA hätten gezeigt, dass sich die Wirtschaft weiter robust entwickele, hätten das US-BIP und die Arbeitslosenzahlen doch die Erwartungen übertroffen. Die Daten aus China hätten gezeigt, dass sich die Konjunktur weiter verlangsame, wenngleich Exporte im Oktober weniger stark zurückgegangen seien als erwartet.

Vor diesem Hintergrund seien die defensiven Eigenschaften des Infrastrukturbereichs nicht gefragt gewesen, da sich zyklische Aktien im Monatsverlauf erholt hätten. Börsennotierte Infrastruktur habe sich vor allem aufgrund der Schwäche der europäischen Kommunikation und der asiatischen (ex-Japan) Unternehmen schlechter entwickelt. Midstream-Energy-Infrastruktur habe ein gemischtes Bild gezeigt. Im Transport hätten Häfen und Flughäfen vorn gelegen, wobei Flughäfen durch die Stärke in Australien und Spanien gestützt worden seien.

Aus Positionierungssicht werde das Engagement in erster Linie durch aktienspezifische Katalysatoren getrieben, da sich der Fokus insgesamt stärker auf Fundamentaldaten und Stabilität verlagere. Energie - die Experten würden erwarten, dass sich die Unternehmensfundamentaldaten kurzfristig stabilisieren würden, es könnte aber zu Volatilität bei den zugrunde liegenden Rohstoffpreisen kommen. Die Experten würden weiterhin Aktien mit qualitativ hochwertigen, diversifizierten Vermögenswerten und einem stabilen Cashflow-Profil bevorzugen. Transportbereich - die Experten würden weltweit ausgewählte Chancen sehen, insbesondere qualitativ hochwertige Namen, die bei sichtbaren Wachstumskatalysatoren und begrenztem Abwärtsrisiko attraktiv bewertet seien.

In Europa scheinen sich die Fundamentaldaten im Transportbereich insgesamt abzuschwächen, aber einzeltitelspezifische Chancen mit sichtbaren Aufwärtskatalysatoren bestimmen unser Engagement, so die Experten der DWS. Ansonsten seien in Australien einzelne Namen attraktiv. Kommunikation - starke Fundamentaldaten würden weiterhin den Sendemastsektor in den USA stützen, den die Experten angesichts stabiler Cashflows und sichtbarer Wachstumskatalysatoren als attraktiv ansehen würden. In Europa hätten sich die Satellitenbetreiber stabilisiert, und die Wachstumserwartungen würden niedrig bleiben.

Versorger - die Experten würden den besten relativen Wert im Vereinigten Königreich sehen, insbesondere bei Versorgern im Wasserbereich, die von einem günstigeren regulatorischen Umfeld unterstützt würden, aber die Brexit-Unsicherheit stelle für britische Aktien im Allgemeinen weiterhin eine Belastung dar. In den Vereinigten Staaten seien die Unternehmensfundamentaldaten sehr stabil, aber starke Abweichungen bei den Bewertungen würden ein selektives Engagement erfordern. Die Bewertungen von europäischen Versorgern würden attraktiv, aber die regulatorischen Risiken würden ein Problem bleiben, weshalb jedes Engagement sehr genau geprüft werden müsse.

Der Fonds habe im November eine positive Rendite erzielt, obwohl zyklische Aktien generell gegenüber Infrastrukturtiteln bevorzugt worden seien. Aus Sicht des Beitrags zur Rendite seien die Segmente regulierte US-Versorger, Stromverteiler im Vereinigten Königreich und amerikanische Midstream Energy die wichtigsten Segmente gewesen, die zur Wertentwicklung im Laufe des Monats beigetragen hätten. Negative Beiträge zur Gesamtrendite hätten vor allem europäische Kommunikationsunternehmen, Asien ex-Japan und US-Sendemastbetreiber geleistet.

Aus Sicht der absoluten Rendite seien die Sektoren mit der höchsten Wertentwicklung innerhalb des Fonds US-Transportwesen, US-Schienenverkehr und amerikanische Midstream Energy gewesen. Europäische Kommunikationsunternehmen und die asiatische (ex-Japan) Infrastruktur hätten die schwächste Wertentwicklung gezeigt. Auf Einzeltitelebene hätten im September Enbridge Inc., Edison International und Sempra Energy den höchsten Beitrag geleistet, während SES SA und CenterPoint Energy am wenigsten zur Rendite beigetragen hätten.

In den nächsten Quartalen sollten Infrastrukturunternehmen, die weniger von Faktoren auf Makroebene bestimmt würden und die essenzielle Wirtschaftsgüter besitzen würden, aufgrund gesunder Fundamentaldaten im Infrastrukturbereich und niedriger Zinssätze dazu beitragen, das zyklische Aktienexposure auszubalancieren. Die Experten würden nach wie vor grundsätzlich solide, gut geführte Infrastrukturunternehmen bevorzugen, die in der Lage seien, einer breiteren Volatilität auf Makroebene standzuhalten und gleichzeitig strukturell fehlerhafte Geschäftsmodelle und "Value Traps" zu vermeiden.

Die Experten würden glauben, dass es weltweit selektive Möglichkeiten gebe, insbesondere Qualitätsnamen mit sichtbaren Aufwärtskatalysatoren. Defensive Titel mit prognostizierbaren Erträgen in Kombination mit organischem Wachstum könnten stabile risikoadjustierte Renditen liefern. Entscheidend hierbei sei, dass die Beibehaltung des defensiven Engagements in diesem Umfeld von größter Bedeutung sei, wobei taktische zyklische Engagements kurzfristige Chancen bieten könnten. In Summe würden die Experten davon ausgehen, dass sich das aktuelle Umfeld günstig für defensive, monopolistische Geschäftsmodelle wie Infrastruktur mit vor wirtschaftlichen Störungen oder Konjunkturverlangsamungen abgeschirmten Cashflows entwickele. (Stand vom 30.11.2019) (13.01.2020/fc/a/f)






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