DWS Invest Global Infrastructure LC-Fonds: 06/2021-Bericht, positive Nominalerträge geliefert - Fondsanalyse


21.07.21 11:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Invest Global Infrastructure LC-Fonds investiert vordergründig in Aktien von Emittenten aus dem globalen Infrastruktursektor, so Manoj Patel, Fondsmanager bei DWS.

Dazu würden folgende Segmente gehören: Transport (Straßen, Flug- und Seehäfen sowie Schienenverkehr), Energie (Gas- und Stromübertragung, -vertrieb und -erzeugung), Wasser (Bewässerung, Trinkwasser und Abwasser) und Kommunikation (Rundfunk- und Mobilfunkmasten, Satelliten, Glasfaser- und Kupferkabel).

Globale Infrastrukturtitel hätten im Juni gemessen am MSCI World Index schlechter als der breitere Aktienmarkt abgeschnitten. Infrastrukturwerte seien sehr gut in den Monat gestartet, seien jedoch zum Monatsende durch den restriktiveren Ton der FED gebremst worden. Globale Aktien hätten Sorgen hinsichtlich der Inflation und einer restriktiven Geldpolitik getrotzt und nahe von Rekordhochs geschlossen, unterstützt durch die anhaltende wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie. Aktien hätten bei gemischten Makrodaten aufwärts tendiert.

Die wirtschaftliche Erholung gewinne weiter an Fahrt, insbesondere in den USA und Europa. Die Inflation habe drohend über den Märkten geschwebt, da die Anleger darüber diskutieren würden, ob die Inflation aufgrund von Basiseffekten und Nachholbedarf nur von kurzer Dauer sein werde oder sich letztendlich als hartnäckig und störend für die allgemeine wirtschaftliche Erholung erweisen werde. Auf der Juni-Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) sei die Prognose der FED bezüglich Wachstum und Inflation aufgrund der ermutigenden Erholung der Wirtschaftstätigkeit nun besser ausgefallen, doch die Aufmerksamkeit des Marktes habe sich ganz auf den Median des Dot Plots der erwarteten kurzfristigen Zinserhöhungen gerichtet, da mehrere Mitglieder nunmehr eine frühere Zinserhöhung prognostiziert hätten. Als Reaktion darauf sei die Kursentwicklung uneinheitlich gewesen.

Trotz einer scheinbar restriktiveren FED hätten die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihe bei 1,46% geschlossen (gegenüber 1,59% zu Monatsbeginn). Die Europäische Zentralbank habe ihre Inflationsprognose angehoben und ihr Versprechen erneuert, die beschleunigten Not-Anleihekäufe zur Stützung des Euroraums beizubehalten. Die G7 hätten einen Vorschlag der USA für eine globale Steuerreform unterstützt, die einen globalen Mindeststeuersatz von ca. 15% vorsehe und zumindest einen Teil der Gewinne in den Ländern besteuern solle, in denen multinationale Unternehmen ihre Umsätze erzielen würden. Bei den Rohstoffen seien unterdessen die Rohölpreise gestiegen, da die globale Nachfrage an Fahrt aufnehme.

Bei der Positionierung werde das Engagement der Experten im Wesentlichen von Fundamentaldaten auf Titelebene und relativen Bewertungen bestimmt. Die Experten würden mit einer weiter andauernden Streuung bei den Wertentwicklungen der Unternehmen, Regionen und Sektoren rechnen, während die globale Wirtschaft wieder Tritt fasse. Mit Beginn der zweiten Jahreshälfte dürften die positiven Basiseffekte sowohl für Wachstum als auch für Inflation nachlassen. Während die Experten weiterhin sich verbessernde Fundamentaldaten für Sektoren wie Transport und Energie erwarten würden, seien sie zu einem ausgewogeneren Portfolioprofil hinsichtlich von der Wiedereröffnung profitierenden (zyklischen) und defensiven Teilsektoren übergegangen.

Bei den Sendemastenbetreibern könnte sich das Umsatzwachstum beschleunigen, da die Branche auf 5G umstelle und die Investitionen der Mobilfunkanbieter zunehmen würden, während europäische Satellitenbetreiber weiterhin mit Gegenwind zu kämpfen hätten. Unterdessen erhole sich der Midstream-Energie-Bereich weiter, und Qualitäts- und ESG-Faktoren dürften ein längerfristig stabiles Wachstum ermöglichen. Die Experten würden weiterhin Aktien mit Vermögenswerten hoher Qualität bevorzugen und nach Anzeichen einer nachhaltigen Erholung suchen, von der bestimmte Namen profitieren würden. Die Experten würden davon ausgehen, dass globaler Transport von einer Wiederbelebung der fundamentalen Wachstumstreiber profitieren werde, auch wenn das Tempo der Erholung von der Wiedereröffnung lokaler Märkte und dem Impffortschritt abhängig sei.

Einzelne Flughäfen scheinen attraktiv bewertet, und Mautstraßen mit Assets hoher Qualität und visiblen Projektpipelines sollten sich ebenfalls weiterhin hoher Nachfrage erfreuen, so die Experten der DWS. In den USA seien die Fundamentaldaten bei regulierten US-Versorgern stabil, große Unterschiede bei den Geschäftsprofilen würden jedoch selektives Engagement erfordern. In Europa würden den Experten kurzfristig gemischte Bewertungen bei Versorgern und Unsicherheit in Bezug auf politische Maßnahmen Anlass zur Sorge geben. In Großbritannien dürften regulatorischen Risiken für Aufwärtskatalysatoren sorgen.

Der Fonds habe im Juni positive Nominalerträge geliefert. Was den Renditebeitrag angehe, hätten nord- und südamerikanische Kommunikation und nordamerikanische Midstream-Energie zu den Segmenten mit der größten Positivwirkung auf die Wertentwicklung gezählt. Die Positionierung im europäischen Transport, in US-Versorgern und zu einem geringeren Grad in asiatischer Infrastruktur (ohne Japan) habe die Wertentwicklung am stärksten belastet.

Aus Sicht der absoluten Rendite seien europäische und nord- und südamerikanische Kommunikation die Sektoren mit der höchsten Wertentwicklung innerhalb des Fonds gewesen. Dagegen hätten asiatische (ohne Japan) und europäische Versorger am schlechtesten abgeschnitten. Auf Einzeltitelebene hätten im Juni die Positionen in Crown Castle International Corp. und Targa Resources die größten Renditebeiträge geleistet, während VINCI SA zu den Positionen gezählt habe, die die Wertentwicklung am stärksten belastet hätten. (Stand vom 30.06.2021) (21.07.2021/fc/a/f)






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