DWS Invest Global Infrastructure LC-Fonds: 01/2020-Bericht, positive Rendite erzielt - Fondsanalyse


02.03.20 11:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Invest Global Infrastructure LC-Fonds investiert vordergründig in Aktien von Emittenten aus dem globalen Infrastruktursektor, so die Experten der DWS.

Dazu würden folgende Segmente gehören: Transport (Straßen, Flug- und Seehäfen sowie Schienenverkehr), Energie (Gas- und Stromübertragung, -vertrieb und -erzeugung), Wasser (Bewässerung, Trinkwasser und Abwasser) und Kommunikation (Rundfunk- und Mobilfunkmasten, Satelliten, Glasfaser- und Kupferkabel).

Für globale Infrastrukturaktien sei es im Monat Januar positiv (in EUR) gelaufen, wobei der Dow Jones Brookfield Infrastructure Index +2,8% erzielt und damit vor dem breiteren Aktienmarkt (gemessen am MSCI World Index) gelegen habe, der +0,7% erzielt habe. Globale Aktien seien sehr gut in das Jahr 2020 gestartet, doch die Gewinne seien bald wieder zunichte gemacht worden, als die Ausbreitung des Coronavirus die Märkte in Aufruhr versetzt habe.

Eine plötzliche Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran habe bei den Anlegern zu Beginn des neuen Jahres für Aufregung gesorgt, doch die Risikobereitschaft der Anleger sei schnell wieder zurückgekehrt, als sich die Situation beruhigt habe. Die Aktienkurse seien in der ersten Januarhälfte angezogen - unterstützt durch einen Aufwärtstrend bei den Wirtschaftsdaten, eine Fortsetzung des Niedrigzinsumfelds und nachlassende Handelsunsicherheit. Ende Januar sei es zu einer erhöhten Volatilität an den globalen Märkten gekommen, da Unternehmensgewinne, Entscheidungen der Zentralbanken und Wirtschaftsdaten zunehmend von der Ausbreitung des Coronavirus überschattet worden seien.

Das Vereinigte Königreich habe derweil am 31. Januar nach 47 Jahren Mitgliedschaft offiziell die Europäische Union verlassen. Vor diesem Hintergrund habe sich börsennotierte Infrastruktur als widerstandsfähig erwiesen. Defensiv ausgerichtete Segmente wie die US-amerikanischen und europäischen regulierten Versorgungsunternehmen hätten solide Renditen geliefert, wobei sie zum Ende des Monats besonders gut abgeschnitten hätten, da die Risikoaversion zugenommen habe.

Im Vereinigten Königreich sei es aufgrund der geringeren politischen Unsicherheit und der größeren Klarheit über den Brexit für Aktien von Wasserversorgungsunternehmen ausgesprochen gut gelaufen. Das Kommunikationssegment sei durch die Stärke bei US-Sendemasten unterstützt worden. Nach einem starken Start in den Monat sei der Bereich Midstream-Energieinfrastruktur im späteren Monatsverlauf wie der breitere Aktienmarkt vor dem Hintergrund der Volatilität bei Rohstoffpreisen unter Druck geraten. Die Ergebnisse im Transportbereich seien gemischt ausgefallen.

Aus Positionierungssicht werde das Engagement in erster Linie durch aktienspezifische Katalysatoren getrieben, da sich der Fokus insgesamt stärker auf Fundamentaldaten und Stabilität verlagere. Die Fundamentaldaten im Midstream-Energiesektor seien stabil, und Kapitaldisziplin schaffe langfristig Wert - auf kurze Sicht seien die Experten jedoch vorsichtig. Regulierte Versorger hätten eine weit gestreute Wertentwicklung gezeigt, und die Fundamentaldaten sollten die kurzfristigen Erträge antreiben, da die Risiken im Zusammenhang mit Regulierung und den Waldbränden zurückgehen würden.

Die Bewertungen europäischer Versorger seien attraktiv, aber regulatorische Risiken würden bestehen bleiben, sodass das Engagement der Experten selektiv sei. In Europa würden die Experten glauben, dass Sendemastbetreiber angesichts des 5G-Wachstums Aufwärtspotenzial bieten würden. Der europäische Transportbereich, z.B. Mautstraßen mit langlebigen Anlagen, biete stabile Opportunitäten. Aufgrund neuer Flugzeugtechnologien, die Langstreckenflüge ohne Zwischenlandung ermöglichen und neue Wachstumsmärkte erschließen würden, seien die Experten Betreibern von Flughäfen in Australien und Neuseeland gegenüber positiv eingestellt.

Im Januar habe der Fonds eine positive Rendite erzielt, da sich die defensiven Eigenschaften von Infrastruktur höherer Nachfrage erfreut hätten. Aus Sicht des Beitrags zur Rendite seien US-Sendemastbetreiber, regulierte US-Versorger und das Vereinigte Königreich die wichtigsten Segmente gewesen, die zur Wertentwicklung im Laufe des Monats beigetragen hätten. Negative Beiträge zur Gesamtrendite seien insgesamt minimal ausgefallen, aber Belastungen seien von Flughafenbetreibern in Japan und Australien gekommen.

Aus Sicht der absoluten Rendite seien die Sektoren mit der höchsten Wertentwicklung innerhalb des Fonds europäische Kommunikation, US-Abfallwirtschaft und regulierte Versorger in den USA und Europa gewesen. Im Gegensatz dazu hätten japanische und südamerikanische Flughafenbetreiber die schwächste Wertentwicklung gezeigt. Auf Einzeltitelebene hätten im Januar Crown Castle, Cellnex Telecom und Sempra Energy den höchsten Beitrag geleistet, während Williams Companies und Japan Airport Terminal am wenigsten zur Rendite beigetragen hätten.

Die Aussichten der Experten für die Infrastruktur würden positiv bleiben, da diese von einem stabilen organischen Cashflow-Wachstum und einer begrenzten Abhängigkeit vom Konjunkturzyklus profitieren werde. Die Experten würden nach wie vor grundsätzlich solide, gut geführte Unternehmen bevorzugen, die einer Volatilität auf Makroebene standhalten könnten, sowie Geschäftsmodelle, die die Kapital- und Aktienrendite mit sich ergebenden Wachstumskatalysatoren aufrechterhalten dürften, würden indes mangelhafte Geschäftsmodelle und "Value Traps" meiden. (Stand vom 31.01.2020) (02.03.2020/fc/a/f)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
128,156 € 128,156 € -   € 0,00% 07.04./16:09
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0329760770 DWS0Q2 182,31 € 128,16 €