DWS Invest Global Emerging Markets Equities-Fonds: Schwellenländer-Aktien - Perspektiven nach dem Einbruch


04.10.18 14:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - An den Finanzmärkten haben Schwellenländer seit Monaten einen schweren Stand, so die Experten von DWS.

Viele Währungen hätten erheblich an Wert verloren. So habe zum Beispiel die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, er werde die Zölle auf Stahl und Aluminium aus der Türkei verdoppeln, die Türkische Lira auf Talfahrt geschickt. Sie habe gegenüber dem Dollar alleine im August 25 Prozent an Wert verloren. Der Argentinische Peso habe sogar fast 26 Prozent abgeben müssen. Auch der Brasilianische Real sowie der Südafrikanische Rand seien gegenüber dem Dollar zweistellig gefallen.

An den Börsen vieler Schwellenländer habe die Lage ähnlich ausgesehen. So habe zum Beispiel der MSCI Emerging Markets Aktienindex, der die Entwicklung an den wichtigsten Schwellenländer-Börsen widerspiegele, seit seinem letzten Hoch im Januar knapp 16 Prozent an Wert verloren. In Dollar liege der Verlust sogar bei über 20 Prozent - ein Wert, bei dem man rein statistisch bereits von einer Baisse sprechen könne. Was sei los in den aufstrebenden Märkten?

Die Schwäche der Schwellenländer habe nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds zuletzt vor allem drei Ursachen gehabt:

- steigende Zinsen in den Vereinigten Staaten
- die Eskalation im Handelsstreit zwischen Washington und Peking
- der zunehmende Druck auf die Währungen einiger Märke mit schwächeren Fundamentaldaten

Diese Faktoren hätten zu einer zunehmenden Ungleichheit der Wachstumsaussichten in den Schwellenländern geführt, schreibe der Internationale Währungsfonds in seinem World Economic Outlook.

Besonders hart habe die Aufwertung des Dollars Staaten mit einem hohen Leistungsbilanzdefizit (Importe würden Exporte übersteigen) und einer hohen Fremdwährungsverschuldung getroffen. Insgesamt beziffere die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) die Summe der Dollar-Schulden aller Schwellenländer immerhin auf 3.667 Milliarden Dollar. Steige der Dollar weiter, könnte es wegen der schwächeren Landeswährungen für einige Länder schwierig werden, diese Schuldenlast weiter zu bedienen.

Die zuletzt sehr robusten US-Wirtschaftsdaten und die weiter steigenden Zinsen hätten zudem dazu geführt, dass Investoren Kapital aus den Schwellenländern abgezogen und in die Vereinigten Staaten zurückverlagert hätten, was den Dollarkurs weiter habe steigen lassen.

Ein zusätzliches Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung in den Schwellenländern stelle die wachsende Unsicherheit an den Märkten dar. Insbesondere der Handelsstreit zwischen China und den Vereinigten Staaten bereite vielen Investoren Kopfschmerzen und könnte die exportorientierte Wirtschaft einiger Schwellenländer hart treffen. Gerade die größten Emerging Markets wie China, Indien, Südkorea und Mexiko hätten beispielsweise eine starke Abhängigkeit vom US-Markt. Hinzu würden eine Reihe länderspezifischer Probleme, zum Beispiel in der Türkei, Brasilien oder Argentinien kommen.

Doch längst nicht alle Schwellenländer stünden schlecht da. Insgesamt seien die Emerging Markets trotz einiger hausgemachter Probleme heute in deutlich besserer Verfassung als noch vor zehn oder zwanzig Jahren, würden DWS-Experten in ihrem strategischen Ausblick schreiben. Die Analysten würden im Durchschnitt weiter von einem zweistelligen Gewinnwachstum bei Schwellenländer-Unternehmen ausgehen, auch wenn die Erwartungen für den Gewinn je Aktie wegen der Währungsschwächen der Schwellenländer etwas unter Druck geraten könnten.

Auch makroökonomisch stünden die Ampeln für die Emerging Markets im Grunde auf Grün. Laut Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) dürfte die Wirtschaft in vielen Emerging Markets im kommenden Jahr deutlich dynamischer wachsen als in den Industriestaaten.

Hinzu komme eine deutlich günstigere Bewertung der Aktienmärkte der Schwellenländer im Vergleich zu der Bewertimg in den entwickelten Märkten. So liege beispielsweise das Kurs-Gewinn-Verhältnis des MSCI Emerging Markets auf Jahressicht aktuell leicht unter dem 10-Jahres-Durchschnitt.

Wegen der langfristig positiven Aussichten könnte es sich für Anleger derzeit durchaus lohnen, die Entwicklung in den Schwellenländern genau im Auge zu behalten. Der zwischen den einzelnen Schwellenländern zuletzt wenig differenzierte Abverkauf könne aktuell zu interessanten Einstiegsmöglichkeiten führen, würden Experten der DWS in ihrem strategischen Ausblick schreiben. Insgesamt würden sie für Schwellenländeraktien bis September 2019 positive Ertragsaussichten erwarten.

Der Schlüssel zum Anlageerfolg liege allerdings mehr denn je in der richtigen Selektion der Länder und Titel. In diesem Fall könne es sich für Anleger lohnen, auf die Expertise und die Erfahrung eines professionellen Fondsmanagements zu setzen. Der DWS Invest Global Emerging Markets Equities (ISIN LU1876536902 / WKN DWS2X4) investiere beispielsweise in Aktien von Unternehmen in Emerging Markets, die laut der Einschätzung der Experten über eine starke Marktposition und überdurchschnittlich gute Wachstumsperspektiven verfügen würden. (04.10.2018/fc/a/f)






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