DWS Invest ESG Equity Income LD-Fonds: 11/2020-Bericht, Plus verbucht - Fondsanalyse


04.01.21 09:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Invest ESG Equity Income LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Martin Berberich, Fondsmanager bei DWS.

Das Management berücksichtige bei der Aktienselektion in hochkapitalisierte globale Unternehmen ein gutes ESG Rating (Faktoren hinsichtlich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung), Ausschlusskriterien, CO2 Rating und Normeneinhaltung sowie eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, ein prognostiziertes Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote.

Im November hätten sich die globalen Aktienmärkte aufgrund der Bestätigung des Sieges von Joe Biden bei den US-Präsidentschaftswahlen deutlich erholt. Ein weiterer, noch wesentlicherer Grund sei die Bekanntgabe mehrerer erfolgreicher Impfstoffe gegen COVID-19 gewesen, die die Sorgen bezüglich einer weiteren Ausbreitung der zweiten Infektionswelle gelindert habe. Der durch die Ankündigung von Impfstoffen ausgelöste sogenannte "Wiedereröffnungshandel" habe zu einer massiven Sektorrotation geführt, wobei sich der Value-Bereich und zyklische Teile des Marktes deutlich besser entwickelt hätten als defensivere, wachstumsorientierte Bereiche.

Auf Regionsebene hätten die Industrieländer stark zugelegt und die Schwellenländer übertroffen, angetrieben von zweistelligen Zuwächsen in Europa, während das zuvor pandemie-resistentere Asien - insbesondere China – zurückgeblieben sei. In Ländern, in denen der Tourismus (z.B. Italien, Spanien, Thailand), Rohstoffexporte (z.B. Russland, Brasilien, Kanada, Australien) und die zyklische Industrie (z.B. Deutschland, Japan) eine große Rolle spielen würden, sei die Erholung deutlich ausgefallen. Auf Sektorebene hätten sich zyklische Branchen wie Energie und Finanzen - die zuvor am stärksten unter den pandemiebedingten Lockdowns gelitten hätten - am stärksten erholt, gefolgt von Industrie und Grundstoffe. Defensive Sektoren wie Versorgung, Basiskonsumgüter und Gesundheitswesen seien hinterhergehinkt.

Der Fokus der Strategie des Fonds liege auf Unternehmen mit überdurchschnittlichen, wachsenden und nachhaltigen Dividendenzahlungen, soliden Bilanzen, guten Managementteams und attraktiv bewerteten Aktien. Zusätzlich müssten die Unternehmen auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie unter Aspekten der guten Unternehmensführung ein überdurchschnittliches Profil aufweisen. Dabei würden die Experten diejenigen Unternehmen auswählen, die im sektoralen und regionalen Vergleich hinsichtlich der untersuchten Nachhaltigkeitskriterien besonders gut abschneiden würden.

Bestimmte Industrien, die ihren Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen würden, wie z.B. Rüstungshersteller oder Tabakkonzerne, würden die Experten komplett aus ihrem Investmentuniversum ausschließen. Das Fondsmanagement achte weiterhin besonders auf eine insgesamt defensive strategische Ausrichtung des Fonds. Die sektoralen Schwerpunkte des Fonds lägen daher in defensiven Bereichen wie Basiskonsumgüter, Gesundheitswesen, Telekommunikation und Versorger. Außerdem setze das Fondsmanagement auch auf nachhaltige strukturelle Wachstumstrends, wie z.B. erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder natürliche Inhaltsstoffe.

Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher im Laufe eines Monats nur graduell. Im Verlauf des Monats hätten die Experten neue Positionen in HVAC und Gebäudetechnikunternehmen Johnson Controls, im Bildungsverlag Pearson und im Einzelhändler Ahold Delhaize aufgebaut und über die Fusion von Pfizer und Mylan eine Position im Generikakonzern Viatris erhalten. Sie hätten unter anderem die Positionen in Gilead, Hasbro, Toronto-Dominion, CapGemini, Hannover Rueck, Rentokil, Texas Instruments, Pembina, Michelin, Enel, Novozymes, Eon, Evonik und Novo Nordisk erhöht. Ihr Engagement in Cisco und Verbund hätten die Experten reduziert. Sie hätten sich von Siemens Energy und dem US-Versorger CMS getrennt.

Der Fonds habe in diesem Monat ein Plus verbucht, und sei - entsprechend seiner defensiven Positionierung - hinter dem breiteren Markt zurückgeblieben, was aber durch einen positiven Pricing Effect etwas ausgeglichen worden sei. Ohne Pricing Effect ergebe sich ein durch die Allokation und Titelauswahl bedingter negativer Beitrag. Die Allokation habe sich vor allem durch die Übergewichtung in Versorgern und die Kassehaltung negativ ausgewirkt. Dies sei zum Teil durch einen positiven Beitrag des Übergewichts in Energie ausgeglichen worden.

Die Titelauswahl sei in Summe negativ gewesen, mit positiven Beiträgen von Technologie, Finanzwerten und Versorgern, denen größere negative Beiträge aus zyklischen Branchen wie Industrie, Grundstoffe und Energie gegenübergestanden hätten, in denen der Fonds eher defensivere Titel halte. Auf Einzeltitelebene seien die nordische Bank DNB, die deutsche Versicherung Allianz sowie die Energieunternehmen Neste und Baker Hughes die führenden Werte gewesen. Nachzügler seien das Goldminenunternehmen Newmont, der Dämmstoffhersteller Rockwool, der britische Energieversorger National Grid und der Enzymhersteller Novozymes gewesen.

Die weltweite Corona-Pandemie beherrsche nach wie vor die Schlagzeilen, während zwei gegensätzliche Kräfte den Markt bestimmen würden: Einerseits leide die Wirtschaft unter einem historisch beispiellosen Schock, der durch politisch verordnete Coronavirus-Restriktionen ausgelöst worden sei und zu Rekordniveaus bei Verschuldung und Arbeitslosigkeit geführt habe. Neue Infektionswellen würden immer mehr Länder in Europa erneut in den Lockdown zwingen. Auf der anderen Seite werde der Markt durch beispiellose monetäre und fiskalische Anreize, welche die Kurse steigen lassen würden, eine beginnende Erholung in China sowie durch den Optimismus in Bezug auf ein allmähliches Wiederanlaufen der Weltwirtschaft in der Hoffnung auf Impfstoffe zur Überwindung der globalen Pandemie befeuert.

Rezession, hohe Arbeitslosigkeit, Kreditausfälle und geringere Unternehmensgewinne 2020/21 scheinen unvermeidbar, aber eine mittelfristige Lockerung der Restriktionen, geld- und fiskalpolitische Unterstützung, die Einführung von Impfstoffen gegen das COVID-19-Virus und eine graduelle Rückkehr zur Normalität in zahlreichen Ländern geben Anlass zu verhaltenem Optimismus, so die Experten der DWS. In diesem volatilen und von Unsicherheit geprägten Marktumfeld, bei dem zudem in zahlreichen Segmenten des Marktes sehr ehrgeizige Bewertungen zu sehen seien, halte das Fondsmanagement an seiner grundsätzlich defensiven Anlagestrategie fest. Die Zinsen würden weltweit auf historisch niedrigen Niveaus bleiben. Für Anleger auf der Suche nach regelmäßigen Erträgen und der Aussicht auf langfristigen Wertzuwachs würden Dividendenaktien daher weiterhin attraktiv bleiben. Dividendenrenditen, die bei vielen Aktien über den Renditen der entsprechenden Unternehmensanleihen lägen, würden aus Sicht der Experten zur Attraktivität einer konservativen Dividendenstrategie mit attraktivem Rendite-/Risikoverhältnis beitragen. (Stand vom 30.11.2020) (04.01.2021/fc/a/f)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
120,69 € 120,17 € 0,52 € +0,43% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU1616932940 DWS2NY 122,84 € 89,16 €