DWS Invest ESG Equity Income LD-Fonds: 11/2019-Bericht, deutlich an Wert gewonnen - Fondsanalyse


16.01.20 08:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Invest ESG Equity Income LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Martin Berberich, Fondsmanager bei DWS.

Das Management berücksichtige bei der Aktienselektion in hochkapitalisierte globale Unternehmen ein gutes ESG Rating (Faktoren hinsichtlich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung), Ausschlusskriterien, CO2 Rating und Normeneinhaltung sowie eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, ein prognostiziertes Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote.

Im November hätten die globalen Aktienmärkte erneut deutlich an Wert gewinnen können. Zum einen ist eine Stabilisierung verschiedener Frühindikatoren zu sehen, zum anderen scheinen die Gespräche im Handelskonflikt zwischen den USA und China weitestgehend versöhnlich zu verlaufen, auch wenn eine finale Einigung laut des U.S. Präsidenten Trump erst 2020 zu erwarten ist, so die Experten der DWS. Der amerikanische Aktienmarkt habe im November ein neuerliches Allzeithoch erreicht, der S&P500 Index habe um 3,4% an Wert (in US-Dollar) gewonnen und der Technologie-orientierte NASDAQ 100 Index sei um 4,0% gestiegen. Der MSCI Europe (in Euro) habe 2,5% an Wert gewonnen. Der deutsche Aktienmarkt, gemessen am DAX Index (in Euro), habe seine starke Wertentwicklung aus den Vormonaten fortgesetzt und sei um 2,9% gestiegen. Dagegen habe der japanische Aktienmarkt, gemessen am Topix Index (in Japanische Yen), lediglich 1,9% an Wert gewinnen können.

Ebenfalls schwächer sei die Wertentwicklung der Schwellenländer gewesen, da der MSCI Emerging Markets (in US-Dollar) sogar um 0,2% gefallen sei. Auf sektoraler Ebene hätten im November Technologiewerte am stärksten an Wert gewonnen. Globale Gesundheitsaktien hätten nach einem starken Vormonat erneut deutlich an Wert zulegen können, gefolgt von Industriewerten, welche allesamt von einem besseren Sentiment aufgrund der Stabilisierung von Frühindikatoren profitiert hätten. Dagegen hätten defensive Sektoren, wie Immobilienaktien und Versorger, neben den nicht-zyklischen Konsumwerten das Nachsehen gehabt.

Der Fokus des Fonds liege auf Unternehmen mit überdurchschnittlichen, wachsenden und nachhaltigen Dividendenzahlungen, mit soliden Bilanzen, guten Managementteams, und attraktiven Bewertungen. Zusätzlich müssten die ausgewählten Unternehmen auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie unter Aspekten der guten Unternehmensführung ein überdurchschnittliches Profil aufweisen. Dabei würden die Experten diejenigen Unternehmen auswählen, die im sektoralen und regionalen Vergleich hinsichtlich der untersuchten Nachhaltigkeitskriterien besonders gut abschneiden würden. Bestimmte Industrien, die ihren Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen würden, wie z.B. Rüstungshersteller oder Tabakkonzerne, würden die Experten komplett ausschließen.

Das Fondsmanagement achte weiterhin auf eine insgesamt defensive Ausrichtung des Fonds. Die sektoralen Schwerpunkte des Fonds lägen daher in den Bereichen Nicht-zyklischer Konsum, Gesundheit, Telekommunikation und Versorger. Außerdem setze das Fondsmanagement auch auf einige Nachhaltigkeitstrends, wie z.B. erneuerbare Energien, Urbanisierung, Energieeffizienz oder natürliche Inhaltsstoffe. Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher in der Regel nur graduell auf Monatsbasis.

Diesen Monat seien Aktien des österreichischen Stromversorgers Verbund, des britischen Forst- und Kartonagenkonzerns Mondi sowie des US-Industrieunternehmens 3M neu in den Fonds aufgenommen worden. Aufgestockt worden seien Positionen u.a. in dem deutschen Chemieunternehmen Evonik und dem US-Versicherungskonzerns Prudential Financial. Komplett verkauft worden seien dagegen die Aktien des US-Nahrungsmittelkonzerns Mondelez, der BASF und des US-Medizintechnikunternehmens Abbott Laboratories. Reduziert worden sei die Position in HP Inc.

Der Fonds habe im November ebenfalls deutlich an Wert gewinnen können, wenn auch nicht ganz so stark wie der breite Aktienmarkt. Positiv dazu beigetragen habe vor allem das hohe Gewicht im Gesundheitssektor, während sich das Übergewicht bei den Versorgern negativ ausgewirkt habe. Auf Einzeltitel-Ebene hätten sich der Drucker- und PC-Hersteller HP Inc., der Duft- und Geschmackstoffkonzern International Flavors & Fragrances sowie die Aktien von Siemens am besten entwickelt. Unterdurchschnittlich hätten sich dagegen die Aktien der norwegischen Bank DNB, des dänischen Gebäudemanagementdienstleisters ISS sowie des britischen Cateringunternehmens Compass Group entwickelt.

Die Weltwirtschaft habe sich im Verlauf des Jahres 2019 spürbar abgeschwächt, einige Industrien wie z.B. der Automobilsektor, der Maschinenbau oder die Chemieindustrie seien sogar in eine Rezession abgeglitten. Diese Abschwächung sei vor allem durch die Unsicherheit um den Handelskonflikt zwischen China und den USA ausgelöst worden, die zu einer Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen der Unternehmen geführt habe. Dennoch seien die globalen Aktienmärkte, unterstützt durch eine erneute Lockerung der Geldpolitik durch die wichtigsten Notenbanken, kräftig gestiegen. Mit Blick auf das Jahr 2020 würden die Experten eine Wachstumsstabilisierung und im Falle einer Beilegung der politischen Risikofaktoren sogar eine allmähliche Wachstumsbeschleunigung erwarten.

Bei den Unternehmensgewinnen würden die Experten von einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich ausgehen. Diese Entwicklung sei allerdings durch den kräftigen Anstieg der Aktienkurse im Jahr 2019 mittlerweile auch von den Investoren erwartet. Trotzdem würden die Experten konstruktiv auf die Aktienmärkte im Jahr 2020 blicken. Zwar rechnen wir nicht mit einer weiteren Bewertungsausweitung, aber dennoch erscheinen Aktien insbesondere in einem Umfeld historisch niedriger Zinsen als attraktive Anlageform, so die Experten der DWS. Dividendenerträge, die bei vielen Aktien weit über den Renditen der entsprechenden Unternehmensanleihen lägen, würden aus Sicht der Experten insbesondere zu der Attraktivität einer konservativen Dividendenstrategie beitragen.

Das Fondsmanagement halte weiter an seiner grundsätzlich defensiven Anlagepolitik fest. In einem historisch niedrigen Zinsumfeld sollten sich defensive Dividendenstrategien weiterhin durch ein gutes Rendite-/Risikoverhältnis auszeichnen. (Stand vom 30.11.2019) (16.01.2020/fc/a/f)






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