DWS Invest ESG Equity Income LD-Fonds: 09/2021-Bericht, ein Minus verbucht - Fondsanalyse


04.11.21 08:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Invest ESG Equity Income LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Martin Berberich, Fondsmanager bei DWS.

Das Management berücksichtige bei der Aktienselektion in hochkapitalisierte globale Unternehmen ein gutes ESG Rating (Faktoren hinsichtlich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung), Ausschlusskriterien, CO2 Rating und Normeneinhaltung sowie eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, ein prognostiziertes Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote.

Die globalen Aktienmärkte seien im September gefallen und von ihren vorherigen Höchstständen zurückgekommen. Dem Optimismus über die fortschreitenden Covid-19-Impfkampagnen und eine allmähliche Wiedereröffnung der Wirtschaft hätten die Besorgnis über mögliche Zahlungsausfälle im chinesischen Immobiliensektor und Engpässe in der globalen Lieferkette gegenübergestanden, die zu Produktionsausfällen und Inflation in verschiedenen Branchen führen und damit die Aussicht auf ein Tapering der Zentralbanken und mögliche Zinserhöhungen verstärken würden.

Im Regionenvergleich seien Industrie- und Schwellenländer in einer insgesamt gleichen Größenordnung zurückgegangen. Zu den Märkten mit der besten Wertentwicklung hätten Russland und Norwegen (unterstützt durch höhere Ölpreise), Japan (Optimismus aufgrund der Wahlen) und Indien gehört. Zu den Ländern mit der schlechtesten Wertentwicklung hätten die Türkei (Fiskalprobleme), Brasilien und Großchina (Probleme bei Immobilienkrediten) gezählt.

Bei den Sektoren hätten nur Finanzen und Energie positive Ergebnisse ausgewiesen. Der Energiesektor habe zweistellige Zuwächse verzeichnet - in krassem Gegensatz zu den Rückgängen in den meisten anderen Sektoren. Dies habe an Engpässen bei steigender Nachfrage gelegen, die auf ein schwächeres Angebot treffe, insbesondere bei Gas und bei Öl, das durch die Produktionsdisziplin der OPEC unterstützt werde.

Zu den schwächsten Sektoren hätten die Grundstoffindustrie (beeinträchtigt durch die Besorgnis über eine Konjunkturabschwächung in China) und zinssensitive Wachstumssektoren wie Technologie, Kommunikation und Versorger gehört, die schlecht auf die steigende Inflation und die Zinssorgen reagiert hätten. Finanzwerte hätten in Reaktion auf die erwarteten höheren Zinsen leichte Zuwächse verbucht.

Der Fokus der Strategie des Fonds liege auf Unternehmen mit überdurchschnittlichen, wachsenden und nachhaltigen Dividendenzahlungen, soliden Bilanzen, guten Managementteams und attraktiv bewerteten Aktien. Zusätzlich müssten die Unternehmen auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie unter Aspekten der guten Unternehmensführung ein überdurchschnittliches Profil aufweisen. Dabei würden die Experten diejenigen Unternehmen auswählen, die im sektoralen und regionalen Vergleich hinsichtlich der untersuchten Nachhaltigkeitskriterien besonders gut abschneiden würden. Bestimmte Industrien, die ihren Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen würden, wie z.B. Rüstungshersteller oder Tabakkonzerne, würden die Experten komplett aus ihrem Investmentuniversum ausschließen.

Das Fondsmanagement achte weiterhin besonders auf eine insgesamt defensive strategische Ausrichtung des Fonds. Die sektoralen Schwerpunkte des Fonds lägen daher in defensiven Bereichen wie Basiskonsumgüter, Gesundheitswesen, Telekommunikation und Versorger. Außerdem setze das Fondsmanagement auch auf nachhaltige strukturelle Wachstumstrends, wie z.B. erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder natürliche Inhaltsstoffe.

Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher im Laufe eines Monats nur graduell. Im Laufe des Monats hätten die Experten neue Positionen in Swedbank aufgebaut. Sie hätten unter anderem die Positionen in Canadian National Railway, SK Telecom, State Street, Toronto-Dominion Bank, Automatic Data Processing, Svenska Cellulosa und Mondi aufgestockt. Verringert hätten die Experten unter anderem die Positionen in Marsh & MacLennan, DBS Group, Hong Kong Exchanges, Rentokil, Roche und WW Grainger. Sie hätten sich von Enbridge, Cisco Systems, Bureau Veritas, Broadcom und adidas getrennt.

Der Fonds habe in diesem Monat ein Minus verbucht und sei hinter dem breiten Markt zurückgeblieben. Die Attribution sei im Wesentlichen aufgrund ungünstiger Effekte der Titelselektion negativ gewesen. Der Allokation sei in etwa neutral gewesen, mit positiven Effekten aufgrund eines Untergewichts in Informationstechnologie und Finanzwerten. Dem hätten negative Effekte aus zyklischem Konsum und Versorgern gegenübergestanden. Es habe sich um einen ungewöhnlichen Abwärtsmarkt gehandelt, bei dem traditionell zyklische Sektoren wie Energie und Finanzwerte überdurchschnittlich und defensive Sektoren wie Versorger und Gesundheitswesen unterdurchschnittlich abgeschnitten hätten und gleichzeitig eine große Streuung bei den auf Zinsveränderungen reagierenden Rohstoffsektoren Grundstoffe und Energie zu verzeichnen gewesen sei.

Die Titelauswahl sei in Summe negativ gewesen. Dabei seien die positiven Attributionen von Kommunikationsdienstleistungen, Basiskonsumgütern und Finanzwerten durch Negativeffekte aus Versorgern, Industrie, Energie und zyklischem Konsum mehr als aufgezehrt worden. Zu den führenden Unternehmen auf Einzeltitelebene hätten der japanische Versicherer Tokyo Marine, die norwegische Bank DNB, das Energiedienstleistungsunternehmen Baker Hughes und das Telekommunikationsunternehmen SK Telecom gehört. Besonders schwach hätten die Versorger Orsted und Enel, Bekleidungshersteller VF Corp und das Halbleiterunternehmen QUALCOMM abgeschnitten.

Die Viruspandemie scheine dank der Einführung wirksamer Impfstoffe und anderer Medikamente allmählich abzuklingen, sodass die globale Wirtschaft allmählich wiedereröffnet werden könne. Verschuldung und Arbeitslosigkeit (sowie Unterbeschäftigung) würden auf einem noch etwas hohen Niveau verharren, und bestimmte Teile der Weltwirtschaft seien immer noch durch staatlich verordnete Lockdowns eingeschränkt, aber eine allmähliche Wiedereröffnung und zunehmend positive Beschäftigungszahlen ergänzt durch fiskalische Impulse würden sich positiv auf die Stimmung auswirken, da die Normalisierung der Wirtschaft für die Jahre 2021/22 voranschreite.

Mit dem Abklingen der Sorgen über die Pandemie habe sich die Aufmerksamkeit des Marktes auf Engpässe in der globalen Lieferkette, Inflation in verschiedenen Branchen und möglichen Margendruck und eine allgemeine Wachstumsverlangsamung verlagert. Die Besorgnis darüber, ob die Inflation nur vorübergehend oder dauerhaft sei, führe vor dem Hintergrund eines sich verlangsamenden Wachstums zu Sorgen über eine eventuelle Reduzierung der geldpolitischen Unterstützung durch die Zentralbanken und möglicherweise steigende Zinsen.

In diesem volatilen und von Unsicherheit geprägten Marktumfeld behalte das Fondsmanagement seine grundsätzlich defensive Anlagestrategie bei. Die Zinsen hätten sich weltweit von den jüngsten Tiefstständen erholt, würden aber weiterhin nahe historisch niedrigen Niveaus bleiben. Für Anleger auf der Suche nach regelmäßigen Erträgen und der Aussicht auf langfristigen Wertzuwachs würden Dividendenaktien daher weiterhin attraktiv bleiben. Dividendenrenditen, die bei vielen Aktien über den Renditen der entsprechenden Unternehmensanleihen lägen, würden aus Sicht der Experten zur Attraktivität einer konservativen Dividendenstrategie mit günstigem Rendite-/Risikoverhältnis beitragen. (Stand vom 30.09.2021) (04.11.2021/fc/a/f)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
136,65 € 138,80 € -2,15 € -1,55% 30.11./10:28
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU1616932940 DWS2NY 141,30 € 114,17 €