DWS Invest ESG Equity Income LD-Fonds: 08/2021-Bericht, ein Plus verbucht - Fondsanalyse


01.10.21 13:03
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Invest ESG Equity Income LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Martin Berberich, Fondsmanager bei DWS.

Das Management berücksichtige bei der Aktienselektion in hochkapitalisierte globale Unternehmen ein gutes ESG Rating (Faktoren hinsichtlich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung), Ausschlusskriterien, CO2 Rating und Normeneinhaltung sowie eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, ein prognostiziertes Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote.

Die globalen Aktienmärkte hätten ihre Aufwärtsbewegung auch im August fortgesetzt und neue Allzeithochs markiert. Der Optimismus über die fortschreitende Covid-19-Impfkampagne und eine allmähliche Wiedereröffnung der Wirtschaft, positive Überraschungen bei den veröffentlichten Gewinnzahlen sowie die Aussicht auf Infrastrukturinvestitionen zur Förderung der Wirtschaft hätten weiterhin die globalen Märkte gestützt. Auch Sorgen über in einigen Regionen steigende Infektionszahlen durch neue Virusvarianten oder Engpässe in der globalen Lieferkette, die zu einer Inflation in verschiedenen Wirtschaftsbereichen führen würden, hätten die positive Stimmung nicht trüben können. Die Nominalzinsen hätten sich stabilisiert, während die Zentralbanken immer deutlicher eine Drosselung der Anleihekaufprogramme signalisiert, gleichzeitig aber an ihrer insgesamt expansiven Geldpolitik festgehalten hätten.

Im Regionenvergleich hätten Industrie- und Schwellenländer insgesamt im Gleichtakt zugelegt. Zu den Märkten mit der besten Wertentwicklung hätten Indien und Südostasien (z.B. Thailand, die Philippinen), Nordeuropa (z.B. die Niederlande, Dänemark) und Osteuropa (z.B. die Türkei) gehört. Schlusslichter seien Großchina, das durch die überraschende Ankündigung mehrerer restriktiver Unternehmensvorschriften belastet worden sei, und Brasilien gewesen. Für Gesundheitswesen und vom Homeoffice-Trend profitierende Sektoren wie Technologie und Kommunikation sowie Versorger sei es gut gelaufen. Energie und Grundstoffe seien aufgrund der rückläufigen chinesischen Konjunkturindikatoren zurückgeblieben.

Der Fokus der Strategie des Fonds liege auf Unternehmen mit überdurchschnittlichen, wachsenden und nachhaltigen Dividendenzahlungen, soliden Bilanzen, guten Managementteams und attraktiv bewerteten Aktien. Zusätzlich müssten die Unternehmen auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie unter Aspekten der guten Unternehmensführung ein überdurchschnittliches Profil aufweisen. Dabei würden die Experten diejenigen Unternehmen auswählen, die im sektoralen und regionalen Vergleich hinsichtlich der untersuchten Nachhaltigkeitskriterien besonders gut abschneiden würden. Bestimmte Industrien, die ihren Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen würden, wie z.B. Rüstungshersteller oder Tabakkonzerne, würden die Experten komplett aus ihrem Investmentuniversum ausschließen.

Das Fondsmanagement achte weiterhin besonders auf eine insgesamt defensive strategische Ausrichtung des Fonds. Die sektoralen Schwerpunkte des Fonds lägen daher in defensiven Bereichen wie Basiskonsumgüter, Gesundheitswesen, Telekommunikation und Versorger. Außerdem setze das Fondsmanagement auch auf nachhaltige strukturelle Wachstumstrends, wie z.B. erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder natürliche Inhaltsstoffe.

Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher im Laufe eines Monats nur graduell. Im Laufe des Monats hätten die Experten neue Positionen in ABB, Mondelez und Novartis aufgebaut. Sie hätten unter anderem die Positionen in IFF, Pearson, Canadian National Railway, Amgen, Colgate, DBS Group und Nippon Telegraph & Telephone aufgestockt. Verringert hätten sie die Positionen in Novo Nordisk, Newmont Mining und Sonovoa. Die Experten hätten sich nach einer sehr guten Wertentwicklung von Organon, Trane Technologies und Verbund getrennt.

Der Fonds habe in diesem Monat ein Plus verbucht und sei - entsprechend seiner defensiven Positionierung - hinter dem breiteren Markt zurückgeblieben. Die Attribution sei aufgrund ungünstiger Effekte der Allokation und Titelselektion negativ gewesen. Die Allokation sei insgesamt negativ gewesen, mit positiven Effekten aufgrund eines Untergewichts in zyklischem Konsum. Dem hätten jedoch Negativeffekte aus einem Übergewicht in Grundstoffen, Energie und Basiskonsumgütern und einem Untergewicht in Technologie gegenübergestanden.

Die Titelauswahl sei in Summe negativ gewesen. Dabei seien die positiven Attributionen von Versorgern, Industrie und Energie durch Negativeffekte aus Finanzwerten, Grundstoffen Kommunikationsdienstleistungen und Technologie mehr als aufgezehrt worden. Zu den führenden Unternehmen auf Einzeltitelebene hätten der österreichische Energieversorger Verbund, der Einzelhändler Ahold Delhaize, die Versicherungsgesellschaft Hannover Rück und das Kommunikationstechnologieunternehmen Motorola Solutions gehört. Besonders schwach hätten das Bildungsunternehmen Pearson, der chinesische Versicherer Ping-An sowie die Bergbauunternehmen Boliden und Newmont abgeschnitten.

Die Viruspandemie beherrsche nach wie vor die Schlagzeilen, bei sich verbessernden Aussichten auf eine Erholung dank der Einführung neuer Impfstoffe und zunehmender Erfolge bei der Immunisierung der Weltbevölkerung, trotz gelegentlicher Rückschläge bei den Neuinfektionen und neuer Virusvarianten. Verschuldung und Arbeitslosigkeit (sowie Unterbeschäftigung) würden auf einem hohen Niveau verharren, und bestimmte Teile der Weltwirtschaft seien immer noch durch staatlich verordnete Lockdowns eingeschränkt, eine allmähliche Wiedereröffnung und zunehmend positive Beschäftigungszahlen ergänzt durch fiskalische und monetäre Impulse würden sich jedoch positiv auf die Stimmung auswirken, da die Normalisierung der Wirtschaft für die Jahre 2021/22 voranschreite.

Mit dem Abklingen der Sorgen über die Pandemie habe sich die Aufmerksamkeit des Marktes auf die beginnende zyklische Konjunkturerholung und die damit verbundenen Risiken potenziell steigenden Inflationsdrucks verlagert, was Befürchtungen über ein mögliches Tapering der Zentralbanken und höhere Zinsen ausgelöst habe. Das Schreckgespenst einer möglichen geldpolitischen Straffung in Verbindung mit rekordhohen Bewertungen in verschiedenen Marktsegmenten berge das Risiko einer erhöhten Marktvolatilität, dem der Optimismus einer Erholung der wirtschaftlichen Aktivität gegenüberstehe.

In diesem volatilen und von Unsicherheit geprägten Marktumfeld behalte das Fondsmanagement seine grundsätzlich defensive Anlagestrategie bei. Die Zinsen hätten sich weltweit von den jüngsten Tiefstständen erholt, würden aber weiterhin nahe historisch niedrigen Niveaus bleiben. Für Anleger auf der Suche nach regelmäßigen Erträgen und der Aussicht auf langfristigen Wertzuwachs würden Dividendenaktien daher weiterhin attraktiv bleiben. Dividendenrenditen, die bei vielen Aktien über den Renditen der entsprechenden Unternehmensanleihen lägen, würden aus Sicht der Experten zur Attraktivität einer konservativen Dividendenstrategie mit günstigem Rendite-/Risikoverhältnis beitragen. (Stand vom 31.08.2021) (01.10.2021/fc/a/f)





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