DWS Invest ESG Equity Income LD-Fonds: 08/2020-Bericht, Plus verbucht - Fondsanalyse


05.10.20 08:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Invest ESG Equity Income LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Martin Berberich, Fondsmanager bei DWS.

Das Management berücksichtige bei der Aktienselektion in hochkapitalisierte globale Unternehmen ein gutes ESG Rating (Faktoren hinsichtlich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung), Ausschlusskriterien, CO2 Rating und Normeneinhaltung sowie eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, ein prognostiziertes Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote.

Im August hätten die globalen Aktienmärkte nach der Pause des Vormonats eine starke Rally vollzogen. Ein Rückgang der COVID-Fälle in Nordamerika, eine allmähliche Verbesserung der makroökonomischen Indikatoren und anhaltende monetäre und fiskalische Unterstützungsmaßnahmen hätten die Rally angeheizt. Bemerkenswerterweise sei die Rally nicht breit angelegt gewesen, sondern sei zu einem großen Teil von einer konzentrierten Gruppe von hauptsächlich in den USA ansässigen Aktien aus dem Technologiebereich wie Tesla, Amazon, Appel, Nvidia, Salesforce und Facebook getrieben worden.

Entsprechend hätten sich auf Sektorebene deutliche Zuwächse in zyklischem Konsum (zum Beispiel Tesla, Amazon), Technologie (zum Beispiel Apple, Nvidia) und Kommunikation (zum Beispiel Facebook) gezeigt. Defensive Sektoren wie Versorger, Gesundheitswesen und Basiskonsumgüter seien hinterhergehinkt. Zyklische Sektoren wie Finanzwerte und Grundstoffe hätten moderate Zuwächse gezeigt, Energie sei der deutliche Verlierer innerhalb des Bereichs gewesen. Auf regionaler Ebene seien bei den Kernmärkten die Vereinigten Staaten, Japan und Hongkong, gefolgt von China und Deutschland, klare Gewinner gewesen. Brasilien, die Türkei (beide zusätzlich von ihrer Schwäche der jeweiligen Währung getroffen), Taiwan und Thailand seien die Verlierer gewesen.

Der Fokus der Strategie des Fonds liege auf Unternehmen mit überdurchschnittlichen, wachsenden und nachhaltigen Dividendenzahlungen, soliden Bilanzen, guten Managementteams und attraktiv bewerteten Aktien. Zusätzlich müssten die Unternehmen auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie unter Aspekten der guten Unternehmensführung ein überdurchschnittliches Profil aufweisen. Dabei würden die Experten diejenigen Unternehmen auswählen, die im sektoralen und regionalen Vergleich hinsichtlich der untersuchten Nachhaltigkeitskriterien besonders gut abschneiden würden.

Bestimmte Industrien, die ihren Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen würden, wie z.B. Rüstungshersteller oder Tabakkonzerne, würden die Experten komplett aus ihrem Investmentuniversum ausschließen. Das Fondsmanagement achte weiterhin besonders auf eine insgesamt defensive strategische Ausrichtung des Fonds. Die sektoralen Schwerpunkte des Fonds lägen daher in defensiven Bereichen wie Basiskonsumgüter, Gesundheitswesen, Telekommunikation und Versorger.

Außerdem setze das Fondsmanagement auch auf nachhaltige strukturelle Wachstumstrends, wie z.B. erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder natürliche Inhaltsstoffe. Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher im Laufe eines Monats nur graduell. Im Laufe des Monats hätten die Experten eine neue Position in Intel aufgebaut und ihre Positionen in der asiatischen Versicherungsgesellschaft Ping An, in den Konsumgüterunternehmen Unilever, Pepsi und Procter & Gamble, den Stromversorgungsunternehmen Eversource, E.On und CMS Energy, im Technologiehersteller TE Connectivity, im MedTech-Unternehmen Medtronic und in der Eisenbahngesellschaft Union Pacific erhöht. Die Experten hätten ihre Position in dem japanischen Versicherer Tokyo Marine leicht reduziert.

Der Fonds habe in diesem Monat ein Plus verbucht, sei aber - entsprechend seines defensiven Profils - hinter dem breiteren Markt zurückgeblieben. Dies sei ein außergewöhnlicher Monat angesichts der extrem überdurchschnittlichen Wertentwicklung von Aktien aus dem Technologiebereich gewesen. Viele dieser Aktien würden auf einem hohen und in einigen Fällen extremen Bewertungsniveau handeln, die meisten dieser Unternehmen würden sehr geringe Dividenden (zum Beispiel Apple, Nvidia) oder überhaupt keine Dividenden (zum Beispiel Tesla, Amazon, Facebook) zahlen. Dementsprechend seien sie nicht im Fonds berücksichtigt. Verglichen mit dem MSCI World High Dividend Yield Index liege die Wertentwicklung des Fonds im Monatsverlauf gleichauf und im bisherigen Jahresverlauf deutlich besser.

Im Vergleich zum breiteren Markt sei die Allokation auf Sektorebene negativ gewesen. Gründe hierfür seien die Untergewichte in zyklischem Konsum und Informationstechnologie und die Übergewichte in Kommunikationsdienstleistungen, Versorgern, Grundstoffen und Finanzwerten gewesen. Dies sei zum Teil durch den positiven Beitrag aus einem Untergewicht in Immobilien ausgeglichen worden. Die Titelselektion habe sich wie oben erläutert negativ ausgewirkt, hauptsächlich aufgrund der Bereiche Informationstechnologie und zyklischer Konsum, und zu einem geringeren Grad aufgrund von Gesundheitswesen, Versorgern, defensivem Konsum und dem Finanzsektor. Dies sei zum Teil durch die positiven Effekte der Titelauswahl in Energie ausgeglichen worden.

Auf Einzeltitelebene seien die führenden Aktien der Dämmstoffhersteller Rockwool, die Raffinerie für erneuerbare Brennstoffe Neste Oil, das Logistikunternehmen Deutsche Post und der Kommunikations-Halbleiterhersteller Qualcomm gewesen. Zu den Schlusslichtern hätten Netzwerkausrüster Cisco, das Medizintechnikunternehmen Philips und das Energiedienstleistungsunternehmen Baker Hughes gezählt.

Die Virus-Pandemie beherrsche nach wie vor die Schlagzeilen, denn zwei gegensätzliche Kräfte würden den Markt treiben: Einerseits leide die Wirtschaft unter einem historisch beispiellosen Schock, der durch politisch verordnete Coronavirus-Restriktionen ausgelöst worden sei und zu Rekordniveaus bei Verschuldung und Arbeitslosigkeit geführt habe. Zudem bestehe weiterhin das Risiko, dass weitere Infektionswellen erneut Lockdowns auslösen könnten. Auf der anderen Seite werde der Markt durch beispiellose monetäre und fiskalische Anreize, welche die Kurse steigen lassen würden, sowie durch den Optimismus in Bezug auf eine allmähliche Wiedereröffnung der Weltwirtschaft befeuert. Rezession, hohe Arbeitslosigkeit, Kreditausfälle und geringere Unternehmensgewinne in 2020 seien unvermeidbar, aber eine weitere Lockerung der Restriktionen, Fortschritte bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen den Covid-19-Virus und eine graduelle Rückkehr zur Normalität in zahlreichen Ländern würden Anlass zu verhaltenem Optimismus geben.

In diesem volatilen und von Unsicherheit geprägten Marktumfeld, bei dem zudem in zahlreichen Segmenten des Marktes sehr ehrgeizige Bewertungen zu sehen seien, halte das Fondsmanagement an seiner grundsätzlich defensiven Anlagestrategie fest. Die Zinsen würden weltweit auf historisch niedrigen Niveaus bleiben. Für Anleger auf der Suche nach regelmäßigen Erträgen und der Aussicht auf langfristigen Wertzuwachs würden Dividendenaktien daher weiterhin attraktiv bleiben. Dividendenrenditen, die bei vielen Aktien über den Renditen der entsprechenden Unternehmensanleihen lägen, würden aus Sicht der Experten zur Attraktivität einer konservativen Dividendenstrategie mit attraktivem Rendite-/Risikoverhältnis beitragen. (Stand vom 31.08.2020) (05.10.2020/fc/a/f)






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