DWS Invest ESG Equity Income LD-Fonds: 05/2020-Bericht, leicht angestiegen - Fondsanalyse


15.07.20 09:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Invest ESG Equity Income LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Martin Berberich, Fondsmanager bei DWS.

Das Management berücksichtige bei der Aktienselektion in hochkapitalisierte globale Unternehmen ein gutes ESG Rating (Faktoren hinsichtlich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung), Ausschlusskriterien, CO2 Rating und Normeneinhaltung sowie eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, ein prognostiziertes Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote.

Die Aktienmärkte hätten im Mai ihren Erholungstrend aus dem Vormonat fortsetzen können. Insbesondere die Lockerungen der Covid-Shutdown-Maßnahmen, der weitere Rückgang der Zahl der Neuinfizierten in den meisten Ländern, positive Nachrichten zur Entwicklung von Coronaimpfstoffen sowie der von der EU-Kommission vorgeschlagene Rettungsfonds im Volumen von 750 Mrd. Euro hätten zu einer weiteren Verbesserung der Kaufbereitschaft bei den Investoren beigetragen. Die wieder zunehmenden politischen Spannungen zwischen den USA und China sowie der fortgesetzte Einbruch des US-Arbeitsmarktes hätten die Märkte nicht belasten können.

Stark hätten sich vor allem die Aktienmärkte von Exportnationen wie Deutschland und Japan, aber auch viele Schwellenländer wie z.B. Russland oder Mexiko entwickelt, die von dem wieder gestiegenen Ölpreis hätten profitieren können. Schwächer seien dagegen der britische und einige asiatische Aktienmärkte gewesen, die unter den politisch motivierten Unruhen in Hongkong gelitten hätten. Auf Sektor-Ebene seien vor allem zyklische Sektoren wie Industrie, Rohstoffe, diskretionärer Konsum und Technologie gestiegen. Schwächer seien defensive Sektoren wie Versorger und nicht-diskretionärer Konsum, aber auch der Finanz- und der Energiesektor gestiegen.

Der Fokus des Fonds liege auf Unternehmen mit überdurchschnittlichen, wachsenden und nachhaltigen Dividendenzahlungen, mit soliden Bilanzen, guten Managementteams, und attraktiven Bewertungen. Zusätzlich müssten die ausgewählten Unternehmen auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie unter Aspekten der guten Unternehmensführung ein überdurchschnittliches Profil aufweisen. Dabei würden die Experten diejenigen Unternehmen auswählen, die im sektoralen und regionalen Vergleich hinsichtlich der untersuchten Nachhaltigkeitskriterien besonders gut abschneiden würden.

Bestimmte Industrien, die ihren Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen würden, wie z.B. Rüstungshersteller oder Tabakkonzerne, würden die Experten komplett ausschließen. Das Fondsmanagement achte weiterhin auf eine insgesamt defensive Ausrichtung des Fonds. Die sektoralen Schwerpunkte des Fonds lägen daher in den Bereichen Nicht-zyklischer Konsum, Gesundheit, Telekommunikation und Versorger.

Außerdem setze das Fondsmanagement auch auf einige Nachhaltigkeitstrends, wie z.B. erneuerbare Energien, Urbanisierung, Energieeffizienz oder natürliche Inhaltsstoffe. Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher in der Regel nur graduell auf Monatsbasis. Im Laufe des Monats seien relativ viele Veränderungen vorgenommen worden. So seien u.a. Positionen in den Versicherungsunternehmen Allianz, Talanx und Tokio Marine, dem Sanitärartikelhersteller Geberit, dem Energieversorger Verbund aus Österreich und dem schwedischen Rohstoffunternehmen Boliden aufgestockt worden. Neu aufgenommen worden seien Aktien des Chipherstellers Qualcomm. Reduziert worden seien dagegen die Aktien von Coca Cola und dem Caterer Compass Group.

Der Fonds sei diesen Monat leicht angestiegen, aber aufgrund seiner defensiven Strategie weniger als der breite Markt. Auf sektoraler Ebene seien im steigenden Markt negative Effekte aus dem Übergewicht in defensiven Sektoren wie Versorger und nicht-diskretionärer Konsum und aus dem Untergewicht in zyklischen Sektoren wie Technologie und diskretionärem Konsum gekommen. Positive Effekte seien aus Übergewichten in zyklischen Sektoren wie Rohstoffen gekommen. Auf Einzeltitelebene hätten sich am stärksten der Offshore-Windparkbetreiber Orsted, der Hörgerätehersteller Sonova und der Technologiekonzern Cisco am besten entwickelt. Am schwächsten hätten sich dagegen der taiwanesische Halbleiterhersteller TSMC, der japanische Versicherer Tokio Marine sowie der Goldproduzent Newmont entwickelt.

Der Markt stehe weiterhin im Spannungsverhältnis zwischen verheerenden wirtschaftlichen Effekten der Coronavirus- Einschränkungen auf der einen und beispiellos expansiver Geld- und Fiskalpolitik auf der anderen Seite. Die Entwicklung an den Aktienmärkten dürfte daher weiterhin primär von den Eindämmungserfolgen des Virus und seinen Folgen auf die Realwirtschaft abhängen. Rezession, hohe Arbeitslosigkeit, Kreditausfälle und fallende Unternehmensgewinne in 2020 seien unvermeidbar, aber weitere Lockerung der Restriktionen und einer graduellen Rückkehr zur Normalität in zahlreichen Ländern würden Anlass für verhaltenen Optimismus geben, gleichwohl behaftet mit hoher Unsicherheit möglicher Rückschläge bei der Bekämpfung der Epidemie.

In einem volatilen und von Unsicherheit geprägten Marktumfeld halte das Fondsmanagement an seiner grundsätzlich defensiven Anlagepolitik fest. Zinsen würden global weiterhin auf historisch niedrigen Niveaus bleiben. Für Anleger auf der Suche nach regelmäßigem Einkommen und der Chance auf langfristigen Wertzuwachs würden Aktien daher - insbesondere nach der vorhergegangenen Korrektur - weiterhin attraktiv bleiben. Trotz vereinzelter Kürzungen, würden Dividenden, die bei vielen Aktien weit über den Renditen der entsprechenden Unternehmensanleihen lägen, aus Sicht der Experten insbesondere zu der Attraktivität einer konservativen Dividendenstrategie mit attraktivem Rendite-/Risikoverhältnis beitragen. (Stand vom 31.05.2020) (15.07.2020/fc/a/f)






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