DWS Invest ESG Equity Income LD-Fonds: 04/2021-Bericht, ein Plus verbucht - Fondsanalyse


01.06.21 12:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Invest ESG Equity Income LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so die Experten von DWS.

Das Management berücksichtige bei der Aktienselektion in hochkapitalisierte globale Unternehmen ein gutes ESG Rating (Faktoren hinsichtlich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung), Ausschlusskriterien, CO2 Rating und Normeneinhaltung sowie eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, ein prognostiziertes Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote.

Der April sei erneut ein guter Monat für Aktien gewesen, mit steigenden Kursen in den Industrieländern und einer Seitwärtsbewegung in den Schwellenländern. Der Optimismus über die Fortschritte bei der Einführung von Impfstoffen gegen COVID-19 und eine allmähliche Wiedereröffnung der Wirtschaft sowie die Aussicht auf Infrastrukturinvestitionen zur Förderung der Wirtschaft hätten weiterhin die Stimmung gestützt und Sorgen über mögliche Steuererhöhungen in den USA und Inflationsängste verdrängt.

Im Regionenvergleich hätten die Industrieländer die Schwellenländer übertroffen. Zu den wichtigsten Märkten mit der besten Wertentwicklung hätten Nordamerika und Nordeuropa gehört, die von den allmählichen Fortschritten bei der Impfung profitiert hätten, sowie Taiwan, das von der starken Nachfrage nach Halbleitern profitiert habe, während vor allem Indien und Japan aufgrund eines besorgniserregenden Wiederauftretens von Covid-19-Infektionen Schwäche gezeigt hätten.

Die meisten Sektoren hätten zugelegt, mit Ausnahme des Energiesektors, der nach starken Vormonaten eine Pause eingelegt habe und durch die Nachrichten zur Pandemieentwicklung in Indien belastet worden sei. Die besten Sektoren seien Grundstoffe gewesen, die von steigenden Rohstoffpreisen beflügelt worden seien, Finanzwerte, die von steigenden Inflationserwartungen profitiert hätten, sowie Technologie und Kommunikation, denen eine sehr gute Berichtssaison Auftrieb gegeben habe. Defensive Sektoren wie Basiskonsumgüter, Gesundheitswesen und Versorger hätten sich schlechter als der Gesamtmarkt entwickelt.

Der Fokus der Strategie des Fonds liege auf Unternehmen mit überdurchschnittlichen, wachsenden und nachhaltigen Dividendenzahlungen, soliden Bilanzen, guten Managementteams und attraktiv bewerteten Aktien. Zusätzlich müssten die Unternehmen auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie unter Aspekten der guten Unternehmensführung ein überdurchschnittliches Profil aufweisen. Dabei würden die Experten von DWS diejenigen Unternehmen auswählen, die im sektoralen und regionalen Vergleich hinsichtlich der untersuchten Nachhaltigkeitskriterien besonders gut abschneiden würden. Bestimmte Industrien, die ihren Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprächen, wie z.B. Rüstungshersteller oder Tabakkonzerne, würden die Experten von DWS komplett aus ihrem Investmentuniversum ausschließen.

Das Fondsmanagement achte weiterhin besonders auf eine insgesamt defensive strategische Ausrichtung des Fonds. Die sektoralen Schwerpunkte des Fonds lägen daher in defensiven Bereichen wie Basiskonsumgüter, Gesundheitswesen, Telekommunikation und Versorger. Außerdem setze das Fondsmanagement auch auf nachhaltige strukturelle Wachstumstrends, wie z.B. erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder natürliche Inhaltsstoffe.

Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher im Laufe eines Monats nur graduell. Im Laufe des Monats hätten die Experten von DWS eine neue Position in Hong Kong Exchange aufgebaut. Sie hätten unter anderem die Positionen in Compagnie de Saint Gobain, Ørsted, Bureau Veritas, Texas Instruments, PepsiCo, Baker Hughes, Boilden, Ahold Delhaize und Pearson erhöht. Nach der sehr guten Wertentwicklung hätten sie sich von Hewlett Packard getrennt.

Der Fonds habe in diesem Monat ein Plus verbucht und sei - entsprechend seiner defensiven Strategie - hinter dem breiteren Markt zurückgeblieben. Die Attribution sei aufgrund ungünstiger Effekte der Allokation und Titelselektion negativ gewesen. Die Allokation habe sich vor allem aufgrund der Übergewichtung in Versorgern und der Untergewichtung in zyklischem Konsum und Kommunikationsdienstleistungen negativ ausgewirkt. Die Selektion sei negativ gewesen mit negativer Attribution in den Bereichen Finanzwerte (defensive Positionierung mit Übergewichtung von Versicherungen gegenüber zyklischeren Banken), Informationstechnologie und Kommunikation (Untergewichtung aufgrund mangelnder Dividendenrendite führender Titel), Versorger (Übergewichtung von regulierten, defensiveren Titeln) und zyklischer Konsum. Dies sei zum Teil durch positive Selektionseffekte in den Bereichen Industrie und Energie ausgeglichen worden.

Auf Einzeltitelebene seien die besten Werte der Biokraftstoffhersteller Neste, der Energieversorger Verbund, der Versicherungsmakler Marsh McLennan, der Hörgerätehersteller Sonova und der Enzymhersteller Novozymes gewesen. Besonders schwach hätten der Windparkbauer Ørsted, der Energiedienstleister Baker Hughes, das Versicherungsunternehmen Ping An und der Halbleiterhersteller Texas Instruments abgeschnitten.

Die Viruspandemie beherrsche nach wie vor die Schlagzeilen, bei sich verbessernden Aussichten auf eine Erholung dank der Einführung neuer Impfstoffe und zunehmender Erfolge bei der Immunisierung der Weltbevölkerung, trotz gelegentlicher Rückschläge. Verschuldung und Arbeitslosigkeit (sowie Unterbeschäftigung) würden auf einem hohen Niveau verharren und bestimmte Teile der Wirtschaft seien immer noch durch staatlich verordnete Lockdowns eingeschränkt, eine allmähliche Wiedereröffnung und zunehmend positive Beschäftigungszahlen ergänzt durch fiskalische und monetäre Impulse würden sich jedoch positiv auf die Stimmung auswirken, da eine Normalisierung der Wirtschaft in den Jahren 2021/22 scheine immer wahrscheinlicher.

Mit dem Abklingen der Sorgen über die Pandemie habe sich die Aufmerksamkeit des Marktes auf die aufkommende zyklische Konjunkturerholung und den daraus erwarteten steigenden Inflationsdruck verlagert, was Befürchtungen über höhere Zinsen und ein mögliches Tapering der Zentralbanken ausgelöst habe. Das Schreckgespenst einer möglichen geldpolitischen Straffung in Verbindung mit rekordhohen Bewertungen in verschiedenen Marktsegmenten berge das Risiko einer erhöhten Marktvolatilität, dem der Optimismus einer beschleunigten wirtschaftlichen Aktivität gegenüberstehe.

In diesem volatilen und von Unsicherheit geprägten Marktumfeld behalte das Fondsmanagement seine grundsätzlich defensive Anlagestrategie bei. Die Zinsen hätten sich weltweit von den jüngsten Tiefstständen erholt, würden aber weiterhin nahe historisch niedrigen Niveaus bleiben. Für Anleger auf der Suche nach regelmäßigen Erträgen und der Aussicht auf langfristigen Wertzuwachs würden Dividendenaktien daher weiterhin attraktiv bleiben. Dividendenrenditen, die bei vielen Aktien über den Renditen der entsprechenden Unternehmensanleihen lägen, würden aus Sicht der Experten von DWS zur Attraktivität einer konservativen Dividendenstrategie mit günstigem Rendite-/Risikoverhältnis beitragen. (Stand vom 30.04.2021) (01.06.2021/fc/a/f)






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