DWS Invest ESG Equity Income LD-Fonds: 04/2020-Bericht, starker Anstieg - Fondsanalyse


02.07.20 09:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Invest ESG Equity Income LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Martin Berberich, Fondsmanager bei DWS.

Das Management berücksichtige bei der Aktienselektion in hochkapitalisierte globale Unternehmen ein gutes ESG Rating (Faktoren hinsichtlich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung), Ausschlusskriterien, CO2 Rating und Normeneinhaltung sowie eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, ein prognostiziertes Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote.

Im April hätten sich die Märkte ein Stück weit von den starken Kursverlusten vom März erholt, einem der stärksten und schnellsten Einbrüche an den Finanzmärkten der letzten Jahrzehnte. Weltweit hätten Regierungen Quarantäne- und Eindämmungsmaßnahmen in Kraft gesetzt, mit erheblichen negativen wirtschaftlichen Folgen. Um diese negativen Effekte abzufedern seien in noch nie dagewesenem Ausmaß geld- und fiskalpolitische Maßnahmen in zahlreichen Ländern ergriffen worden. Der massive Zufluss an Liquidität habe die Märkte beflügelt, trotz weiterhin schwieriger wirtschaftlicher Lage. Erste Anzeichen verlangsamter Infektionsraten, möglicher medizinischer Fortschritte, und schrittweiser Wiedereröffnung der Wirtschaft in einigen Ländern hätten für vorsichtigen Optimismus gesorgt. Dennoch bleibe die Lage unsicher, sodass viele Unternehmen im Laufe der Quartalsergebnisse keinen Ausblick für das Gesamtjahr mehr gegeben hätten.

Sorgen würden auch über mögliche Liquiditätsengpässe, drohende Kreditausfälle und Bonitätsherabstufungen bleiben. Die Märkte seien in allen Regionen gestiegen. Stark hätten sich vor allem Nordamerika (USA, Kanada) aber auch viele Schwellenländer (z.B. Russland, Indien, Südostasien, Südafrika) entwickelt. Schwächer seien Europa, China, Japan und Lateinamerika gestiegen. Auf Sektor-Ebene seien vor allem zyklische Sektoren wie Energie, Rohstoffe, diskretionärer Konsum, und Technologie gestiegen. Aber auch Kommunikationswerte und Gesundheitswerte hätten sich gut entwickelt. Schwächer seien defensive Sektoren wie Versorger und nicht-diskretionärer Konsum, aber auch die unter Kreditrisiken und niedrigen Zinsen leidenden Finanzwerte gestiegen.

Der Fokus des Fonds liege auf Unternehmen mit überdurchschnittlichen, wachsenden und nachhaltigen Dividendenzahlungen, mit soliden Bilanzen, guten Managementteams, und attraktiven Bewertungen. Zusätzlich müssten die ausgewählten Unternehmen auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie unter Aspekten der guten Unternehmensführung ein überdurchschnittliches Profil aufweisen. Dabei würden die Experten diejenigen Unternehmen auswählen, die im sektoralen und regionalen Vergleich hinsichtlich der untersuchten Nachhaltigkeitskriterien besonders gut abschneiden würden. Bestimmte Industrien, die ihren Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen würden, wie z.B. Rüstungshersteller oder Tabakkonzerne, würden die Experten komplett ausschließen.

Das Fondsmanagement achte weiterhin auf eine insgesamt defensive Ausrichtung des Fonds. Die sektoralen Schwerpunkte des Fonds lägen daher in den Bereichen Nicht-zyklischer Konsum, Gesundheit, Telekommunikation und Versorger. Außerdem setze das Fondsmanagement auch auf einige Nachhaltigkeitstrends, wie z.B. erneuerbare Energien, Urbanisierung, Energieeffizienz oder natürliche Inhaltsstoffe. Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher in der Regel nur graduell auf Monatsbasis. Im Laufe des Monats seien wenige Veränderungen vorgenommen und primär lediglich bestehende Positionen in Telekommunikationskonzern NTT ausgebaut worden.

Der Fonds sei diesen Monat stark angestiegen, aber aufgrund seiner defensiven Strategie weniger als der breite Markt. Auf sektoraler Ebene seien im steigenden Markt negative Effekte aus dem Übergewicht in defensiven Sektoren wie Versorger, nicht-diskretionärer Konsum, Gesundheitswesen, und aus dem Untergewicht in zyklischen Sektoren wie Technologie und diskretionärem Konsum gekommen.

Positive Effekte seien aus Übergewichten in zyklischen Sektoren wie Rohstoffen gekommen. Auf Einzeltitelebene hätten sich am stärksten das Goldminenunternehmen Newmont Mining, der Versorger Verbund AG, die Energie-Pipelinesfirma Pembina, und Dienstleistungsunternehmen Rentokil entwickelt. Am schwächsten hätten sich dagegen das Technologieunternehmen HP, der Telekommunikationskonzern NTT, der Eisenbahnbetreiber East Japan Railway, und Versorger CMS Energy entwickelt.

Der Markt stehe weiterhin im Spannungsverhältnis zwischen verheerenden wirtschaftlichen Effekten der Coronavirus Einschränkungen auf der einen-, und beispiellos expansiver Geld- und Fiskalpolitik auf der anderen Seite. Die Entwicklung an den Aktienmärkten dürfte daher weiterhin primär vom Ausmaß der Ausbreitung bzw. Eindämmung des Virus und seinen Folgen abhängen. Rezession, hohe Arbeitslosigkeit, Kreditausfälle und fallende Unternehmensgewinne in 2020 seien unvermeidbar, aber erste Anzeichen einer Lockerung der Restriktionen und einer graduellen Rückkehr zur Normalität würden Anlass für verhaltenen Optimismus geben, gleichwohl behaftet mit hoher Unsicherheit möglicher Rückschläge bei der Bekämpfung der Epidemie.

In einem volatilen und von Unsicherheit geprägten Marktumfeld halte das Fondsmanagement an seiner grundsätzlich defensiven Anlagepolitik fest. Zinsen würden global weiterhin auf historisch niedrigen Niveaus bleiben. Für Anleger auf der Suche nach "Rendite" würden Aktien daher - insbesondere nach der vergangenen Korrektur - weiterhin attraktiv bleiben. Dividenden, die bei vielen Aktien weit über den Renditen der entsprechenden Unternehmensanleihen lägen, würden aus Sicht der Experten insbesondere zu der Attraktivität einer konservativen Dividendenstrategie mit attraktivem Rendite-/Riskoverhältnis beitragen. (Stand vom 30.04.2020) (02.07.2020/fc/a/f)






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