DWS Invest ESG Equity Income LD-Fonds: 02/2020-Bericht, insgesamt defensive Ausrichtung - Fondsanalyse


26.03.20 10:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Invest ESG Equity Income LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Martin Berberich, Fondsmanager bei DWS.

Das Management berücksichtige bei der Aktienselektion in hochkapitalisierte globale Unternehmen ein gutes ESG Rating (Faktoren hinsichtlich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung), Ausschlusskriterien, CO2 Rating und Normeneinhaltung sowie eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, ein prognostiziertes Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote.

Der Februar habe sich zu einem turbulenten Monat für die globalen Aktienmärkte entwickelt. Während der Monat zunächst mit guten Wirtschaftsdaten und größtenteils soliden Quartalsergebnissen gestartet sei, habe die Verbreitung des in China neu entstandenen Coronavirus zu anhaltenden Verunsicherungen geführt. Nachdem sich das Virus neben China, Japan und Südkorea auch in Europa und anderen Teilen der Welt ausgebreitet habe, seien Auswirkungen auf das globale Wirtschaftswachstum spürbar. Unternehmen aus verschiedenen Sektoren hätten bereits ihre Wachstumsaussichten für das erste Quartal nach unten angepasst.

Die Angst vor einer nachhaltigen Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums habe auch zu einem deutlichen Anstieg der Volatilität an den Aktienmärkten geführt. In diesem Umfeld habe der MSCI Welt Index 7,9% (in Euro gemessen) verloren. Die europäischen Aktienmärkte und Japan hätten dabei leicht überdurchschnittlich verloren, während die nordamerikanischen Börsen etwas weniger verloren hätten. Auf sektoraler Ebene hätten im Februar Telekommunikationsunternehmen und Gesundheitsaktien relativ die wenigsten Werteinbußen gehabt, während Energiewerte wie im Januar erneut am stärksten an Wert nachgegeben hätten.

Der Fokus des Fonds liege auf Unternehmen mit überdurchschnittlichen, wachsenden und nachhaltigen Dividendenzahlungen, mit soliden Bilanzen, guten Managementteams, und attraktiven Bewertungen. Zusätzlich müssten die ausgewählten Unternehmen auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie unter Aspekten der guten Unternehmensführung ein überdurchschnittliches Profil aufweisen. Dabei würden die Experten diejenigen Unternehmen auswählen, die im sektoralen und regionalen Vergleich hinsichtlich der untersuchten Nachhaltigkeitskriterien besonders gut abschneiden würden. Bestimmte Industrien, die ihren Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen würden, wie z.B. Rüstungshersteller oder Tabakkonzerne, würden die Experten komplett ausschließen.

Das Fondsmanagement achte weiterhin auf eine insgesamt defensive Ausrichtung des Fonds. Die sektoralen Schwerpunkte des Fonds lägen daher in den Bereichen Nicht-zyklischer Konsum, Gesundheit, Telekommunikation und Versorger. Außerdem setze das Fondsmanagement auch auf einige Nachhaltigkeitstrends, wie z.B. erneuerbare Energien, Urbanisierung, Energieeffizienz oder natürliche Inhaltsstoffe. Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher in der Regel nur graduell auf Monatsbasis. Diesen Monat seien Positionen aufgestockt worden u.a. im Goldminenbetreiber Newmont Mining sowie den Technologieunternehmen TE Connectivity und Citrix. Reduziert worden seien dagegen Positionen in Rentokil, 3M und Gilead.

Der Fonds habe sich der negativen Entwicklung an den Aktienmärkten nicht entziehen können und 8,4% verloren - aufgrund von unterschiedlichen Bewertungszeitpunkten am Monatsbeginn und am Monatsende in einem volatilen Marktumfeld sei diese Wertentwicklung noch etwas hinter der des MSCI Welt Index gewesen. Ohne diesen Effekt sei die Wertentwicklung des Fonds um rund 1% besser als der breite Aktienmarkt gewesen. Hierzu habe sowohl die Titelselektion als auch die Sektorallokation beigetragen.

Positiv habe sich dabei vor allem die durchschnittliche Kassenposition von rund 9% ausgewirkt, sowie das Untergewicht im Energiesektor und das Übergewicht im Gesundheitssektor. Auf Einzeltitelebene hätten die Aktien von Taiwan Semiconductor Manufacturing, des US-Biotechnologieunternehmens Gilead sowie des britischen Stromnetzbetreibers National Grid positiv beigetragen. Relativ unterdurchschnittlich hätten sich insbesondere die Aktien des dänischen Gebäudedienstleisters ISS, des US-Softwareunternehmens Citrix sowie des Medizintechnikkonzern Medtronic entwickelt.

Die kurzfristige Entwicklung an den Aktienmärkten dürfte ganz von dem Ausmaß der weiteren Ausbreitung des Coronavirus und den realwirtschaftlichen Auswirkungen auf die globale Konjunktur abhängen. Da es sich um ein neuartiges Virus handele und somit Erfahrungswerte fehlen würden, sei eine belastbare Einschätzung hierzu schwierig. Somit dürfte die Volatilität an den Börsen kurzfristig noch weiter hoch bleiben. Aufgrund der bisher eingetretenen makroökonomischen Auswirkungen des Virus könne man aber davon ausgehen, dass das Wirtschaftswachstum und damit die Unternehmensgewinne im Jahr 2020 schwächer ausfallen würden als ursprünglich gedacht. Dennoch erscheinen Aktien insbesondere in einem Umfeld historisch niedriger Zinsen mittel- bis langfristig als attraktive Anlageform, so die Experten der DWS.

Dividendenerträge, die bei vielen Aktien weit über den Renditen der entsprechenden Unternehmensanleihen lägen, würden aus Sicht der Experten insbesondere zu der Attraktivität einer konservativen Dividendenstrategie beitragen. Gerade in diesem volatilen und von Unsicherheit geprägtem Marktumfeld halte das Fondsmanagement weiter an seiner grundsätzlich defensiven Anlagepolitik fest. In einem historisch niedrigen Zinsumfeld sollten sich defensive Dividendenstrategien weiterhin durch ein gutes Rendite-/Risikoverhältnis auszeichnen. (Stand vom 28.02.2020) (26.03.2020/fc/a/f)






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