DWS Invest ESG Equity Income LD-Fonds: 02/2019-Bericht, Positionen in Rentokil und Cisco reduziert - Fondsanalyse


08.04.19 12:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Invest ESG Equity Income LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Martin Berberich, Fondsmanager bei DWS.

Das Management berücksichtige bei der Aktienselektion in hochkapitalisierte globale Unternehmen ein gutes ESG Rating (Faktoren hinsichtlich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung), Ausschlusskriterien, CO2 Rating und Normeneinhaltung sowie eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, ein prognostiziertes Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote.

Die globalen Aktienmärkte seien weiter trotz sich abschwächender makroökonomischer Daten, angetrieben von Zurückhaltung seitens der US-Zentralbank bei weiteren Zinserhöhungen und beim Zurückfahren der Zentralbank-Bilanz, sowie von Optimismus auf eine Einigung im Handelskonflikt zwischen China und den USA gestiegen. Alle Sektoren seien gestiegen. Am stärksten seien Technologie- und Industriewerte aber auch Finanzwerte und Rohstoffe gestiegen. Diskretionärer Konsum und der Kommunikationssektor seien am wenigsten gestiegen. Auf regionaler Ebene seien Entwickelte Märkte am meisten gestiegen, Schwellenländer nur leicht mit positiver Entwicklung in China und negativer Entwicklung in Lateinamerika und weiten Teilen von Asien.

Der Fokus des Fonds liege auf Unternehmen mit überdurchschnittlichen, wachsenden und nachhaltigen Dividendenzahlungen, mit soliden Bilanzen, starken Managementteams, und attraktiven Bewertungen. Zusätzlich müssten die ausgewählten Unternehmen auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie unter Aspekten der guten Unternehmensführung ein überdurchschnittliches Profil aufweisen. Dabei würden die Experten diejenigen Unternehmen auswählen, die im sektoralen und regionalen Vergleich hinsichtlich der untersuchten Nachhaltigkeitskriterien besonders gut abschneiden würden. Bestimmte Industrien, die ihren Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen würden, wie z.B. Rüstungshersteller oder Tabakkonzerne, würden die Experten komplett ausschließen.

Das Fondsmanagement achte weiterhin auf eine insgesamt defensive Ausrichtung des Fonds. Die sektoralen Schwerpunkte des Fonds lägen daher in den Bereichen Nicht-zyklischer Konsum, Telekommunikation, Gesundheit und Versorger. Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher in der Regel nur graduell auf Monatsbasis. Diesen Monat seien die starken Kursrückgänge in einigen zyklischen Aktien für den Aufbau neuer Positionen genutzt worden. So seien Aktien des französischen Reifenkonzerns Michelin, der IT-Beratungsfirma Accenture und des Biotechnologieunternehmens Gilead neu aufgenommen worden. Die Positionen der Experten in der kanadischen Bank Toronto Dominion, Spezialchemiefirma Novozymes, und Kommunikationsfirma Motorola seien ausgebaut worden. Die Positionen in Dienstleistungsfirma Rentokil und Telekommunikationsausrüster Cisco seien reduziert worden.

Der Fonds sei diesen Monat gestiegen und habe leicht vor dem breiten Markt gelegen. Bei relativer Betrachtung seien positive Beiträge aus der Selektion von Werten im Gesundheits-, Finanz-, Kommunikations- und Energiesektor sowie positive Allokationseffekte aus dem Untergewicht in Diskretionären Konsumgütern gekommen. Die positiven Effekte hätten negative Selektionseffekte aus den Sektoren Technologie und Nichtdiskretionären Konsum überwogen. Auf Einzeltitelebene hätten sich am besten die Aktien der US-Kommunikationsfirma Motorola, der holländischen Bank ING Groep und des dänischen Spezialchemieunternehmens Novozymes entwickelt. Schwächer hätten sich das Technologieunternehmen Hewlett Packard, der Getränkehersteller Coca-Cola und das Biotechnologieunternehmen Gilead entwickelt.

Konjunkturelle Frühindikatoren sowie die angelaufene Berichtssaison der Unternehmensergebnisse würden darauf hindeuten, dass die weltweite Konjunkturdynamik ihren Höhepunkt bereits überschritten habe und sich das globale Wirtschaftswachstum 2019 abschwächen dürfte. Zudem sehe sich die Weltwirtschaft mit dem Handelskonflikt zwischen den USA und China, der unsicheren Zustimmung des britischen Parlaments zum ausgehandelten "Brexit"-Abkommen sowie dem höheren Budgetdefizit in Italien einer Reihe von politischen Risiken ausgesetzt.

Vor diesem Hintergrund würden die Experten damit rechnen, dass sich das Gewinnwachstums-Momentum der Unternehmen weiter abschwächen sollte und die momentanen Konsensuserwartungen für die Gewinnsteigerungen in diesem Jahr noch zu hoch seien. In einem Umfeld fallender Wachstumsraten hätten sich defensive Dividendenstrategien historisch im Vergleich zum breiten Aktienmarkt relativ gut entwickelt. Dividenden sollten außerdem einen proportional höheren Beitrag zum Gesamtertrag leisten. Für risikobewusste Anleger auf der Suche nach "Rendite" würden daher aus Sicht des Fondsmanagements insbesondere Dividendenaktien weiterhin attraktiv bleiben. (Stand vom 28.02.2019) (08.04.2019/fc/a/f)





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