DWS Invest ESG Equity Income LD-Fonds: 01/2020-Bericht, Wertgewinn - Fondsanalyse


05.03.20 14:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Invest ESG Equity Income LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Martin Berberich, Fondsmanager bei DWS.

Das Management berücksichtige bei der Aktienselektion in hochkapitalisierte globale Unternehmen ein gutes ESG Rating (Faktoren hinsichtlich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung), Ausschlusskriterien, CO2 Rating und Normeneinhaltung sowie eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, ein prognostiziertes Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote.

Der globale Aktienmarkt habe zu Jahresbeginn ein neues Allzeithoch erreicht, aber einen Teil der Gewinne Ende des Monats wieder abgegeben. Anfangs sei der Markt beflügelt worden von der vorläufigen Phase-1 Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China, von einem starken Arbeitsmarkt in den USA sowie von einer verbesserten Stimmung in der Eurozone. Gegen Ende des Monats hätten Berichte über die Ausweitung des "Corona" Virus aus China für Verunsicherung gesorgt und zu erhöhter Volatilität (gemessen am VIX Index), und Kursverlusten vor allem in zyklischen Sektoren geführt.

Auf regionaler Ebene seien vor allem die entwickelten Länder gestiegen. Die Schwellenländer hätten einiges der Gewinne vom Vormonat wieder abgegeben. Vor allem Lateinamerika aber auch Thailand, die Philippinen und China/HongKong/Taiwan und Südafrika hätten sich negativ entwickelt. Positiv hätten sich die USA, Schweiz, und einige Skandinavische Länder entwickelt. Auf sektoraler Ebene seien zyklische Werte wie Energie und Rohstoffe stark gefallen, getrieben durch Angst vor schwächerer globaler Nachfrage bedingt durch den "Corona" Virus, aber auch Banken seien schwach gewesen. Defensive Sektoren wie Versorger und in geringerem Ausmaß auch Kommunikationswerte und nicht-zyklische Konsumwerte hätten Gewinne verzeichnet, und Technologie sei weiterhin stark geblieben.

Der Fokus des Fonds liege auf Unternehmen mit überdurchschnittlichen, wachsenden und nachhaltigen Dividendenzahlungen, mit soliden Bilanzen, guten Managementteams, und attraktiven Bewertungen. Zusätzlich müssten die ausgewählten Unternehmen auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie unter Aspekten der guten Unternehmensführung ein überdurchschnittliches Profil aufweisen. Dabei würden die Experten diejenigen Unternehmen auswählen, die im sektoralen und regionalen Vergleich hinsichtlich der untersuchten Nachhaltigkeitskriterien besonders gut abschneiden würden.

Bestimmte Industrien, die ihren Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen würden, wie z.B. Rüstungshersteller oder Tabakkonzerne, würden die Experten komplett ausschließen. Das Fondsmanagement achte weiterhin auf eine insgesamt defensive Ausrichtung des Fonds. Die sektoralen Schwerpunkte des Fonds lägen daher in den Bereichen Nicht-zyklischer Konsum, Gesundheit, Telekommunikation und Versorger. Außerdem setze das Fondsmanagement auch auf einige Nachhaltigkeitstrends, wie z.B. erneuerbare Energien, Urbanisierung, Energieeffizienz oder natürliche Inhaltsstoffe.

Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher in der Regel nur graduell auf Monatsbasis. Diesen Monat seien Positionen aufgestockt worden u.a. in Newmont Mining, Colgate-Palmolive, Taiwan Semiconductor Manufacturing, Hannover Rück, Evonik, Verbund AG; und Mondi PLC. Aufgrund starker Mittelzuflüsse habe es keine liquiditätsbedingten Verkäufe gegeben.

Der Fonds habe diesen Monat wieder an Wert gewinnen können und trotz defensiver Grundpositionierung sogar vor dem breiten Aktienmarkt gelegen. Positive Beiträge seien vor allem aus guter Selektion und Allokation in Energie, Versorgern und Finanzen, und gute Selektion in Nicht-zyklischen Konsumgütern gekommen. Negative Beiträge seien aus Selektion und Allokation in Informationstechnologie und negativer Selektion in Industrietiteln gekommen. Auf Einzeltitel-Ebene hätten sich am besten das Treibstoff-Recycling Unternehmen Neste Oyj, der Wasserversorger American Water Works, das Kommunikationsunternehmen Motorola, und der Hörgerätehersteller Sonova entwickelt. Unterdurchschnittlich hätten sich dagegen der Papierverpackungshersteller Mondi, das Metallverarbeitungsunternehmen Boliden, die Biotechnologiefirma Amgen, und Chemiehersteller Evonik entwickelt.

Die Weltwirtschaft habe sich im Verlauf des Jahres 2019 spürbar abgeschwächt. Einige Industrien wie z.B. der Automobilsektor, der Maschinenbau oder die Chemieindustrie seien sogar in eine Rezession abgeglitten. Diese Abschwächung sei vor allem durch die Unsicherheit um den Handelskonflikt zwischen China und den USA ausgelöst worden, die zu einer Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen der Unternehmen geführt habe. Gleichzeitig seien die globalen Aktienmärkte durch die lockere Geldpolitik der wichtigsten globalen Zentralbanken unterstützt, der Markt sei verhalten Konstruktiv auf eine Erholung im Verlauf des Jahres, und das Konsumverhalten in den USA sei weiterhin solide.

Mit Blick auf das Jahr 2020 würden die Experten eine Wachstumsstabilisierung erwarten. Bei den Unternehmensgewinnen würden sie von einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich ausgehen. Diese Entwicklung sei allerdings durch den kräftigen Anstieg der Aktienkurse im Jahr 2019 mittlerweile auch von den Investoren erwartet. Trotzdem würden die Experten konstruktiv auf die Aktienmärkte im Jahr 2020 blicken. Zwar rechnen wir nicht mit einer weiteren Bewertungsausweitung, aber dennoch erscheinen Aktien insbesondere in einem Umfeld historisch niedriger Zinsen als attraktive Anlageform, so die Experten der DWS.

Dividendenerträge, die bei vielen Aktien weit über den Renditen der entsprechenden Unternehmensanleihen lägen, würden aus Sicht der Experten insbesondere zu der Attraktivität einer konservativen Dividendenstrategie beitragen. Das Fondsmanagement halte weiter an seiner grundsätzlich defensiven Anlagepolitik fest. In einem historisch niedrigen Zinsumfeld sollten sich defensive Dividendenstrategien weiterhin durch ein gutes Rendite-/Risikoverhältnis auszeichnen. (Stand vom 31.01.2020) (05.03.2020/fc/a/f)






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