DWS Invest Conservative Opportunities-Fonds: Chance auf Rendite in unruhigen Zeiten - die Mischung macht's


12.01.22 11:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die globalen Kapitalmärkte sind im Moment schwer einschätzbar, so Thomas Graby, Manager des DWS Invest Conservative Opportunities-Fonds (ISIN LU2034326236 / WKN DWS23A, LD EUR DIS; ISIN LU2034326152 / WKN DWS229, LC EUR ACC) bei der DWS.

Geldanlagen wie Mischfonds, die flexibel auf alle Marktlagen reagieren könnten, würden gut in diese Zeit passen.

"Nun sag', wie hast du's mit der Religion?", frage Margarete den Titelhelden in Goethes Faust, um dessen Gesinnung zu ergründen. Bis heute stehe die berühmte Gretchenfrage für den Versuch, Absichten herauszufinden, wenn der Gefragte darauf nur schwer antworten könne. Auf die Glaubensfrage nach der richtigen Geldanlage möge aktuell auch so mancher Investor keine klare Antwort finden. Wo investieren: in Aktien, Anleihen, Immobilien oder gar noch ganz andere Vermögensklassen?

Tatsächlich falle bei der derzeit recht komplexen Marktlage eine Antwort alles andere als leicht. Denn was gerade an den Finanzmärkten passiere, werde stark von der Politik beeinflusst. In den USA würden gigantische Investitionsvorhaben in die nationale Infrastruktur an die Rampe geschoben, die von der öffentlichen Hand bezahlt würden. Das könnte zum Beispiel Aktien bestimmter Branchen im Kurs stützen, gleichzeitig aber auch US-Staatsanleihen wegen der weiter steigenden Verschuldung belasten.

Zudem würden die Notenbanken diesseits und jenseits des Atlantiks immer noch jeden Monat Anleihen für Milliarden aufkaufen. Der Effekt: Die Bewertung einzelner Assetklassen werde verzerrt und die Zinsen würden künstlich niedrig gehalten. Und zu allem Überfluss melde sich weltweit so stark wie lange nicht mehr die Inflation zurück, während die boomende Nachfrage nach dem Pandemieschock von 2020 noch immer die Lieferketten global überlaste.

Es scheine, als könnten die jahrzehntelang vertrauten Beziehungen zwischen den einzelnen Anlageklassen angesichts der aus dem Lot geratenen Wirtschaftsprozesse nicht mehr so trennscharf wie bisher als Kriterium für Investmententscheidungen herhalten. Es zeige sich zum Beispiel tatsächlich, dass die Eignung von Anleihen zur Risikostreuung bei fallende Aktienkurse gesunken sei. "Wir müssen also nach anderen Anlageklassen suchen, um das Risiko in einem Portfolio zu kontrollieren und für Überraschungen gewappnet sein", beurteile Björn Jesch, Global Head of Multi-Asset & Solutions der DWS, die aktuelle Lage.

Je nachdem, wie sich Inflation und Wirtschaftswachstum weiterentwickeln würden, würden die unterschiedlichen Stärken der Anlageklassen zum Tragen kommen, sage Björn Jesch. Steige die Inflation zum Beispiel, könnten Value-Aktien, börsennotierte Infrastrukturunternehmen oder Rohstoffe von Vorteil sein. Von sinkender Geldentwertung könnten hingegen Wachstumsaktien und gelistete Immobilienaktien profitieren. "Der Instrumentenkasten muss deutlich ausgebaut werden, um die neuen Herausforderungen gut zu meistern", so Björn Jesch.

Gefragt seien angesichts der Verwerfungen in der realen Wirtschaft vor allem Anlagestrategien, bei denen aktives Management Risiken und Ertragschancen flexibel austarieren könne. Diese Eigenschaften würden zum Beispiel Mischfonds besitzen, in denen unterschiedliche Anlageklassen gewichtet würden. Durch die Möglichkeit rascher Umschichtung, etwa von Aktien auf Rohstoffe oder von Anleihen auf Immobilien, könnten sie Aufwärtsphasen am Markt konsequent ausnutzen und gleichzeitig Verluste weitestgehend eindämmen.

So könnten aktive Fondsmanager etwa bei Konjunkturstillstand mit fallenden Zinsen verstärkt auf steigende Anleihekurse setzen und in Zeiten wieder anspringenden Wirtschaftswachstums mehr Aktien ins Portfolio nehmen. Die Flexibilität erlaube es Mischfonds zudem, auf unterschiedliche Risikotoleranzen der Anleger einzugehen. So würden offensive, also riskantere Mischfonds mit größerer Renditechance eine Aktienquote von maximal 75 Prozent anstreben. Bei der defensiven Variante liege der Aktienteil hingegen bei höchstens einem Viertel. Dazwischen rangiere die ausgewogene Form, die Vermögensklassen zu gleichen Teilen berücksichtige und auch etwa Rohstoffe wie Gold hinzunehmen könne.

Ein Ziel der aktiven Führung eines Mischfonds sei es, die Volatilität in einem vorher definierten Korridor zu halten. Deshalb müsse das Fondsmanagement eine Strategie entwickeln, die in Zeiten starker Belastungen nicht so viele Verluste verursache, die aber gute positive Renditen erziele, wenn der Markt im Aufschwung sei. Die möglichst breite Streuung eines Mischfonds könnten also vor allem in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten entscheidend sein. Eine flexible Gewichtung verschiedener Vermögenswerte und ein striktes Risikorahmenwerk könnten sich positiv auf die Schwankungsanfälligkeit und die Rendite auswirken.

"Für ein breit diversifizierendes Fondsmanagement müssen wir ein umfassendes und tiefes Verständnis aller Eigenschaften und Risiken der einzelnen Vermögensklassen entwickeln", meine Thomas Graby, "Nur so können wir abschätzen, ob und wie sich eine Anlageklasse zur Stabilisierung des Fonds eignen könnte. Auf dieser Basis definieren wir dann die Gewichtung der einzelnen Vermögenswerte."

Mischfonds würden sich damit als Rundumlösung besonders für Sparer eignen, die ihr Geld langfristig anlegen, beispielsweise zur Altersvorsorge, und Risiken dabei weitestgehend in Schach halten wollten. Zusätzlicher Vorteil: In Mischfonds könnten Kapitalanleger bereits mit kleineren Beträgen investieren.

Zurück zu Fausts Gretchen. Gefragt nach ihrer (Anlage-)Gesinnung würde die Antwort der Experten lauten: Sie würden in komplexen Marktlagen wie der aktuellen an Anlagestrategien glauben, die auf Marktgeschehnisse schnell und flexibel reagieren könnten - wie ein Mischfonds beispielsweise. (Ausgabe vom 06.01.2022) (12.01.2022/fc/a/f)






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