DWS Invest Conservative Opp. Fonds: Die Alternative zum Sparbuch im 21. Jahrhunderts ist ein defensiver Mischfonds!


05.10.20 14:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Nennenswerte Zinsen bei fast null Risiko - das ist lange her, heute gibt es akzeptablen Zins nur noch gegen entsprechendes Anlagerisiko; in dieser Welt versucht der DWS Invest Conservative Opportunities die gute alte Zeit nervenschonender Rendite wiederaufleben lassen - bisher mit Erfolg, so die Experten von DWS.

Das broschierte Sparbuch sehe schon etwas abgewetzt aus. Darin sei der Wertzuwachs einer soliden Langfristanlage dokumentiert: Aus 50 Reichsmark, 1904 eingezahlt, seien bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts rund 400 Euro geworden - trotz Weltkriegen, Hyperinflation, spanischer Grippe, Wirtschaftskrisen und Währungsreformen.

Doch der beständige, auf lange Frist angelegte Vermögensaufbau mit nahezu risikolosen Anlageformen wie Sparbüchern oder Festgeld sei derzeit passé. Wenn überhaupt, würden bei solchen Anlagen Zinsen gerade Mal noch in der Nachkommastelle gutgeschrieben. Und Corona dürfte die aktuelle Nullzinsphase sogar nochmals verlängern. Die global maßgebliche US-Zentralbank FED habe gerade erst mitgeteilt, sie werde ihren Zins noch bis 2023 auf der Nulllinie halten. Auch Anlagen vergleichbarer Sicherheit, zum Beispiel in deutschen Bundesanleihen, würden damit bis auf weiteres in der Rendite eher unattraktiv bleiben.

Eine Frage dränge sich damit auf: Lasse sich über einen Fonds ein ähnlich nervenschonender Wertzuwachs erzielen, wie ihn risikoscheue Anleger über Jahrzehnte von ihren Sparvermögen und Staatsanleihen gewohnt gewesen seien? Der defensive, gemischte und aktiv gemanagte Dachfonds DWS Invest Conservative Opportunities versuche genau dies unter der Zielstellung "Anders sparen". Fondsmanager Thomas Graby scheine mit brutto 7,3 Prozent Rendite im ersten Jahr seit Auflegung im September 2019 einiges richtig gemacht zu haben. In diesem Zeitraum hätten sogar euro-denominierte Unternehmensanleihen mit hoher Bonität, ablesbar etwa am Index ICE BofA Euro Corporate, nur eine Minusrendite von rund einem Prozent abgeworfen.

Die Pandemie sei die Feuertaufe für den DWS Invest Conservative Opportunities gewesen. "Beim Start vor genau einem Jahr war noch nicht absehbar, welch massive Erschütterungen bald auf die Finanzmärkte zukommen würden. Der Fonds hat seine Stabilität im ersten Jahr unter Beweis stellen können", sage Graby. Als etwa der DAX am Höhepunkt des Markteinbruchs im Januar und Februar in nur einer Woche um bis zu 12 Prozent an Wert verloren habe, habe der Fonds zeitgleich gerade einmal 4,5 Prozent im Minus gelegen, so der Manager.

"Der Fonds wurde als gemischter Dachfonds konzipiert, um Sparbuchfans möglichst sanft den Weg an den Kapitalmarkt zu ebenen", erkläre Graby. Anleger, für die kurzfristiger Werterhalt und regelmäßige Gutschriften der Erträge wichtig seien und die eine gewisse Risikobereitschaft mit sich bringen würden, sollten die defensiven Qualitäten des Fonds attraktiv finden - so wie sie es von Sparbuch oder Bundesanleihen früher gekannt hätten. Das Konzept komme bislang gut an: Der DWS Invest Conservative Opportunities habe in seinem erstem Jahr 260 Millionen Euro an Anlegergeldern eingesammelt.

Wie müsse ein solcher Fonds konstruiert sein, um derart robust durch die wohl turbulenteste Phase der neueren Börsengeschichte zu kommen? Fondsmanager Graby vergleiche ihn mit einem Auto, dessen vier Räder jeweils verschiedene Anlagenklassen abdecken würden und einzeln gefedert seien. "Der homogene Renditeverlauf ist unser Ziel, also der Ausgleich von Verlusten an einem Ende durch entsprechende Gewinne am anderen", sage Graby. "Wir wollen dabei das Renditepotenzial riskanter Aktien nicht einfach links liegen lassen. Deshalb mischen wir, wenn es die Marktlage erlaubt, schon auch erhebliche Aktienanteile in den Fonds. Aber es gibt eben an den anderen "Fahrzeugecken" Anlagen, die sich in Krisen häufig entgegengesetzt zu Aktien verhalten und das Risiko ausgleichen können."

Der Mix von Vermögensarten, die der Fondsmanager jeweils adjustiere, wenn er Renditechancen am Markt entdecke, sei breit gestreut. Darunter seien Einzelfonds, die aus Unternehmensanleihen guter Bonität bestünden, Aktienzertifikate, Wandelanleihen oder auch geldmarktnahe Fonds. Dabei sein könnten aber auch besser rentierende Staatsanleihen oder Deviseninvestments. "Auch Gold mischen wir zu, wenn es dem für den Fonds definierten Ziel dient, die Rendite möglichst konstant, die Schwankungsbreite eher gering und das Kapital eher kurzfristig zu erhalten", erkläre der Fondsmanager.

Obwohl das nicht garantiert werden könne, solle der Anleger doch innerhalb von drei Jahren mindestens über den Anfangswert seines Investments verfügen können, wenn nicht schon deutlich Rendite mit dem Fonds erzielt hätten. Und die Wertschwankungen sollten fünf Prozent pro Jahr nicht überschreiten. Übrigens: Wenn Thomas Graby einen bereits existierenden DWS-Fonds seinem Fonds beimische, dann zahle der Anleger nur einmal Gebühren. Dafür sorge die von der DWS angewendete Differenzkostenmethode.

Das Konzept scheine für den Investor im ersten Jahr seit Auflegung aufzugehen. Der DWS Invest Conservative Opportunities habe in einem Vergleich der unabhängigen Ratingagentur Morningstar alle Wettbewerber in der Gruppe anspruchsvoller, defensiver Mischfonds bei der Rendite hinter sich gelassen. Und durch das aktive, konservativ ausgerichtete Risikomanagement habe der Fonds bereits Mitte Mai 2020 den Coronaknick an den Märkten weggesteckt und wieder sein Allzeithoch von Mitte Februar erreicht. Demgegenüber hätten Aktien im Schnitt Ende Mai noch im zweistelligen Prozentbereich unter ihren Allzeithochs gelegen.

"Die Vorteile aktiven Managements zeigen sich für uns vor allem in der Krise. Wir haben zum Beispiel frühzeitig die Aktienquote von 20 auf drei Prozent gesenkt, sie aber mit Beginn der Erholung am Markt Ende März dann ebenso schnell wieder hochgefahren", schildere Graby. "Auf der Währungsseite haben wir insbesondere den Dollar, der zu Jahresbeginn noch 10 Prozent im Fonds ausmachte, sehr dynamisch reduziert. Der Fonds konnte damit von der ausgeprägten Stärke des Euro in den Sommermonaten profitieren".

Der DWS Invest Conservative Opportunities habe im ersten Jahr seines Bestehens Markterschütterungen durchgestanden, die andere Fonds nicht in 30 Jahren hätten mitmachen müssen. Dabei habe der gemischte Dachfonds sein inhärentes Risikomanagement, das auf gleichbleibende Rendite und Werterhalt ausgerichtet sei, gleich zum Start unter Beweis stellen können. Damit dürfte er insbesondere für langfristige Wertpapiersparer geeignet sein, also für Anleger, die regelmäßig etwas Kapital zur Verfügung hätten und damit beständig Vermögen aufbauen möchten. Der Fonds könnte damit einem Vehikel für die Zeitreise zu den guten alten Tagen sein, als konservative Investoren noch auf regelmäßige Zinszahlungen nervenschonender Anlagemedien wie Sparanlagen, Festgeld oder Bundesanleihen hätten setzen können. (Ausgabe vom 29.09.2020) (05.10.2020/fc/a/f)






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