DWS-Fonds: Wie Anleger den Coronabörsen die Stirn bieten könnten - Fondsanalyse


09.11.20 12:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der rapide Anstieg der Corona-Fallzahlen hat die Börsen verunsichert, so die Experten von DWS.

Immer wieder komme es zu Rückschlägen an den weltweiten Aktienmärkten. So habe der Deutsche Aktienindex im Verlauf des Oktobers über neun Prozent an Wert verloren. Die Nervosität sei zurück an den Börsen. Und damit die bange Frage, was zu tun sei.

Verluste würden an der Börse einfach dazu gehören. Entscheidend sei: Solange ein Anleger seine Wertpapiere nicht verkaufe, stünden die Wertminderungen erstmal nur auf dem Papier. Oft genug gehe es nach einem Rücksetzer wieder aufwärts. So sei es auch beim ersten Corona bedingten Einbruch im März dieses Jahres gewesen. Damals sei auf einen sehr heftigen Einbruch eine fast ebenso schnelle Erholung gefolgt, die viele Börsen wieder in die Nähe alter Höchststände katapultiert habe. Das bedeute zwar nicht, dass es jedes Mal so komme. Aber es zeige, dass Anleger, die ihr Kapital nicht brauchen würden, oft gut beraten seien, eine Phase fallender Kurse einmal auszusitzen. "Darüber hinaus können solche Rückschläge für Investoren auch Kaufgelegenheiten sein", sage Johannes Müller, Leiter Macro-Research bei der DWS.

Die größten Verluste würden Anleger oftmals erleiden, wenn sie sich von einer breiten Verkaufswelle in einer Baissephase leiten lassen und in großen Mengen Positionen aus ihren Depots werfen würden, die bereits große Buchverluste verzeichnen würden. Sie würden dadurch die Chance verpassen, einen Teil der Buchverluste bereits kurze Zeit später wieder wettmachen zu können, wenn es zu einer Gegenbewegung komme. Wer dann wieder einsteigen wolle, müsse meist teurer nachkaufen.

Niemand wisse mit Sicherheit, wann die gegenwärtige Phase der Unsicherheit ende. Jedoch würden sich einige Faktoren ausmachen lassen, die den weiteren Verlauf maßgeblich mitbestimmen könnten. Dazu gehöre allem voran die Entwicklung des Pandemie-Geschehens. Gelinge es, die Ausbreitung des Virus besser unter Kontrolle zu bringen, bestehe berechtigter Anlass zu der Hoffnung, dass auch an den Börsen wieder eine Erholung einsetzen könnte. "Zudem könnten positive Nachrichten bei der Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffs auch schnell eine kräftige Aufwärtsbewegung auslösen", sage Johannes Müller.

Kein Zweifel: Die jüngsten Kursverluste angesichts weltweit steigender Corona-Fallzahlen seien Besorgnis erregend. Doch es gebe auch gute Nachrichten. Viele Unternehmen würden beispielsweise immer noch, oder wieder, relativ zuversichtlich in die Zukunft blicken. Die Vertrauensindikatoren jedenfalls hätten sich bislang nur moderat abgeschwächt. Große sektorweite Negativüberraschungen seien dagegen ausgeblieben. "Es gibt durchaus berechtige Hoffnungen, dass die Schwächeperiode nur von begrenzter Dauer sein wird", sage Johannes Müller. Zudem dürften etwa die aktuell von der deutschen Bundesregierung verkündeten Maßnahmen die Wirtschaft weniger breit tangieren als beim Lockdown im ersten Halbjahr.

Von Warren Buffet, einer der größten Investmentlegenden unserer Zeit, stammt der Spruch: "Wenn du nicht bereit bist, eine Aktie zehn Jahre zu halten, solltest du sie auch nicht zehn Minuten besitzen", so die Experten von DWS. Gerade in turbulenten Zeiten wie diesen könnte es sich lohnen, an diese Worte zu denken.

Kurzfristig könne es an der Börse immer mal wieder zu starken Schwankungen kommen. Um mit der Geldanlage eine gute Rendite zu erzielen, brauche es deshalb manchmal einen langen Atem. Das bedeute, bei einzelnen Investments müssten Anleger auch einmal Durststrecken durchstehen. Zumindest in der Vergangenheit hätten die meisten Börsen selbst große Verlustphasen wieder ausgeglichen. Gute Beispiele dafür seien die hohen Verluste nach dem Platzen der Dot.com-Blase Anfang der Nullerjahre oder die Finanzkrisen von 2007 und 2011.

Anleger, die regelmäßig einen festen Betrag in einem oder mehreren Fonds anlegen würden, könnten von Wertschwankungen sogar profitieren. Würden die Kurse ihrer Wertpapiere nachgeben, würden sie diese günstig zukaufen und damit den durchschnittlichen Einkaufspreis ihrer Geldanlage drücken. Cost-Average-Effekt nenne sich diese Methode, die vor allem für Anleger interessant sein könnte, die langfristig Vermögen aufbauen möchten.

Fonds hätten gegenüber Einzelinvestments mehrere Vorteile, die sich häufig gerade in schwierigen Zeiten auszahlen würden. Da sie aus einem Korb sorgfältig ausgewählter Wertpapiere bestünden, könnten die Verluste eines einzelnen Wertpapiers oder einer bestimmten Gruppe von Wertpapieren leichter durch Gewinne an anderer Stelle ausgeglichen werden. Bei der DWS würden sich erfahrene Fondsmanager dafür engagieren, Verluste für Anleger rechtzeitig zu begrenzen und Risiken zu minimieren.

In Krisenzeiten sei die Versuchung groß, aus Aktienmärkten auszusteigen und das Geld lieber in vermeintlich sichere Häfen umzuschichten. Doch damit lasse sich in Zeiten von Nullzinsen kaum Rendite erwirtschaften. Im Gegenteil: Wer sein Geld auf dem Girokonto parke, könne derzeit nicht einmal auf einen Inflationsausgleich hoffen. Die Folge - das Vermögen schrumpfe, anstatt zu wachsen. Und auch mit Alternativen wie Anleihen oder Gold sei es unter den gegenwärtigen Marktbedingungen schwierig, verlässliche Renditen zu erwirtschaften. Wer also mit seiner Geldanlage Renditechancen nutzen möchte, und eine gewisse Risikobereitschaft mitbringe, komme an Aktien kaum vorbei.

Wer sich bei Aktien eine gewisse Minimierung des Risikos wünsche, könnte bei Dividendenfonds fündig werden. Fonds wie der DWS Top Dividende würden gezielt in Aktien von Unternehmen investieren, die verlässliche Dividendenzahler sein könnten. In guten Zeiten könnten die jährlichen Ausschüttungen der Unternehmen wie ein zusätzlicher Renditeschub wirken. In Zeiten nachgebender Kurse könnten sie mögliche Kursverluste zumindest teilweise mindern. Aber Achtung: Dividendenfonds könnten auch zeitweise in die Verlustzone geraten.

Ein alter Börsenspruch rate, niemals alle Eier in einen Korb zu legen. Multi Asset Fonds wie der DWS Concept Kaldemorgen oder der DWS Invest Conservative Opportunities würden das Anlagevermögen nicht nur in Aktien, sondern auch andere Anlageklassen wie festverzinsliche Renten investieren. Dahinter stecke die Idee, dass Verluste der einen Anlageklasse oft mit Gewinnen anderer Anlageklassen einhergehen würden. Insgesamt könnte auf diese Weise ein besseres Verhältnis von Chancen zu Risiken erreicht werden. (Ausgabe vom 05.11.2020) (09.11.2020/fc/a/f)






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