DWS Deutschland LC-Fonds: 09/2017-Bericht, Engagement in Nebenwerten beibehalten - Fondsanalyse


01.11.17 10:12
DWS Investments

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Deutschland LC (ISIN DE0008490962 / WKN 849096) investiert in substanzstarke deutsche Standardwerte (Blue Chips) aus dem DAX-Index unter flexibler Beimischung ausgewählter Small Caps und Mid Caps, so die Experten von DWS Investments.

Gute Wirtschaftszahlen in der Eurozone, eine relativ gemäßigte EZB-Sitzung, Vorschläge für die Steuerreform in den USA, lebhafte Aktivität bei Übernahmen und Fusionen, ein höheres S&P-Rating für Portugal, der schwächere Euro und der steigende Ölpreis hätten den DAX im Verlauf des Septembers unterstützt. Die Entscheidung der US-Notenbank ihre Bilanzsumme zu kürzen, die anhaltende Nordkorea-Krise, das niedrigere S&P-Rating für China, die sich in Deutschland abzeichnende Drei-Parteien-Koalition, der Kategorie-5-Hurrikan Irma und Spekulationen über schwächere Umsätze beim neuen iPhone 8 hingegen hätten die Aktienmärkte im September nur vorübergehend belastet.

In Deutschland sei der deutsche Leitindex DAX im September um 6,4% gestiegen. Auch der MDAX habe 5,4%, der TecDAX 6,2% und der SDAX 4,5% zulegen können. In Europa seien sowohl der EURO STOXX 50 (+5,1%) als auch der STOXX 50 (4,3%) um mehr als 4% gestiegen.

Konjunkturdaten in der Eurozone seien weiterhin gut geblieben. In Deutschland sei der vorläufige Einkaufsmanagerindex (PMI) von 59,3 auf ein 78-Monatshoch von 60,6 gestiegen. Der PMI der Eurozone sei von 56,6 auf 57,4 gestiegen. Der ifo-Index sei dagegen etwas von 115,9 auf 115,2 gefallen. Der US Industrial Supply Manager (ISM) Index für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe sei von 53,9 auf 55,3 gestiegen.

US-Präsident Trump habe im Kongress eine überraschende Vereinbarung mit den Demokraten geschlossen, die US-Schuldengrenze bis Mitte Dezember zu erhöhen. Trump habe einen Steuerplan vorgelegt, der auf deutliche Steuererleichterungen abziele. In China seien die Einzelhandelsumsätze auf 10,1% im Jahresvergleich gegenüber 10,4% zurückgegangen, und das Wachstum der Industrieproduktion sei von 6,4% auf 6,0% zurückgekommen. Chinas VPI sei im Jahresvergleich von 1,6% auf 1,8% gestiegen. Der PPI sei von 5,7% auf 6,3% gestiegen. S&P habe das Rating für China von A+ auf AA- gesenkt, da in den Augen der Agentur das hohe Kreditwachstum die Risiken erhöht habe - dies sei die erste Herabstufung seit 1999. Der Dieselskandal habe weiter im Mittelpunkt gestanden.

Bei den Sektoren hätten die Experten keine Veränderung vorgenommen. Das Fondsmanagement halte an seinen ausgewählten Unternehmen aus den Bereichen Export, IT, Industrie und Gesundheitswesen mit guten Wachstumsperspektiven und sehr stabilen Bilanzen fest. Die Experten würden bei ihrer Einschätzung bleiben, dass der deutsche Markt innerhalb des europäischen Anlageuniversums weiterhin eine überdurchschnittliche Wertentwicklung aufweisen werde. Für das Portfolio würden sie ebenfalls ihr Engagement in Nebenwerten beibehalten.

Das Übergewicht in Deutsche Post, Allianz und Continental habe positiv zur Wertentwicklung des Fonds beigetragen. Das Untergewicht in Bayer, Volkswagen und BASF habe sich negativ auf die Wertentwicklung des Fonds ausgewirkt.

Aus Sicht der Experten habe sich im letzten Monat nicht viel verändert. Der stärkere Euro habe zuletzt europäische Aktien hinter ihren vergleichbaren US-Werten zurückbleiben lassen. Das Fondsmanagement sehe dies als nur vorübergehend an und halte weiter an seinem positiven Ausblick für Europa inklusive der Eurozone und Deutschland fest. Ein als moderat steigend erwartetes Bruttoinlandsprodukt und die jüngste Berichtssaison würden die Wachstumserwartungen der Experten bezüglich des Gewinns pro Aktie für 2017 bestätigen. Kurzfristig sei die größte Sorge das politische Geschehen. (Stand vom 30.09.2017) (01.11.2017/fc/a/f)






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