DWS Deutschland LC-Fonds: 02/2019-Bericht, Investitionsgrad auf rund 113% zurückgegangen - Fondsanalyse


05.04.19 10:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Deutschland LC (ISIN DE0008490962 / WKN 849096) investiert in substanzstarke deutsche Standardwerte (Blue Chips) aus dem DAX-Index unter flexibler Beimischung ausgewählter Small Caps und Mid Caps, so Tim Albrecht, Fondsmanager bei DWS.

Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China, ein starker US-Arbeitsmarkt, FED-Spekulationen über ein Ende der Bilanznormalisierung und Hoffnungen auf eine erneute Runde von langfristigen Refinanzierungsgeschäften (TLTRO) der EZB hätten im Feb. die Aktienkurse steigen lassen. Ein sehr schwacher ifo-Index und ebenso schwache EMI in der Eurozone, enttäuschende Wirtschaftsdaten in Deutschland, rückläufige Automobilabsätze weltweit, erneute Bedenken über Italien und Spanien, die anhaltende Unsicherheit rund um den Brexit, Bedenken über US-Zölle auf Autos aus der EU, ein schwacher Gewinnausblick für 2019 und deutlich negative Korrekturen an den Gewinnerwartungen hätten die Aktienmärkte nur vorübergehend unter Druck gesetzt.

In Deutschland hätten der DAX, MDAX, TecDAX und SDAX 3,1%, 3,0%, 0,6% bzw. 2,6% hinzugewonnen. In Europa habe der STOXX 50 (+4,6%) den EURO STOXX 50 (+4,4%) leicht übertroffen. In den USA habe der S&P 500 über den gleitenden 200-Tagesdurchschnitt steigen können. Der VIX, der im Dez. 2018 auf über 30 hochgeschnellt sei, sei wieder auf 14 zurückgegangen. In der Eurozone hätten sich im Feb. einige Trends verbessert. Deutsche Exporte seien im Dez. um 1,5% z. Vm. gestiegen (-4,7% z. Vj.). Italien habe erfolgreich eine 30-jähr. Anleihe über 8 Mrd. EUR begeben (Anlegernachfrage von 41 Mrd. EUR). Fitch habe sein BBB-Rating für Italien bekräftigt. Einige Mitglieder der EZB hätten eine eventuell neue Runde von TLTRO bestätigt.

Der Ausblick auf eine expansivere Geld- und Fiskalpolitik in China sei Aktien zugute gekommen. Chinas Exportwachstum habe sich auf +9% z. Vj. erholt (Importe -2%). Im Februar sei es zu Erleichterung im Handelskrieg zwischen USA und China gekommen. Der Ausgang des Brexit bleibe indes ungewiss. Die Verhandlungen seien auf einen späten Showdown mit einem potenziell ungeregelten Austritt zugesteuert. Ende Feb. schien Theresa May einen Aufschub des Austrittsdatums in Erwägung zu ziehen, so die Experten von DWS. Labour habe sich hinter ein zweites Referendum gestellt. Unterdessen habe die BoE das schwächste Wachstum für GB seit zehn Jahren prognostiziert.

Der Investitionsgrad des Fonds sei auf rund 113% zurückgegangen. Auf Sektorebene habe es keine wesentlichen Veränderungen gegeben. Die Experten würden ihre selektiven Anlagen in Unternehmen mit Wachstum zu angemessenen Preisen und felsenfesten Bilanzen beibehalten. Ferner seien sie optimistisch, dass die deutsche Wirtschaft nicht in eine Rezession abrutschen werde, und würden glauben, dass in den kommenden Wochen und Monaten verschiedene Trends den DAX stabilisieren dürften. Die Experten würden an ihrem Engagement in Small und Mid Caps im Portfolio zu rund 24% festhalten.

Der Fonds sei im Februar um 3,61% gestiegen und habe den als Benchmark dienenden CDAX um 1,17% übertroffen. Wesentliche positive Beiträge seien den übergewichteten Positionen in den Sektoren Industrie und Informationstechnologie zu verdanken gewesen. Die Untergewichtung der Sektoren Kommunikationsdienste und Nicht-Basiskonsumgüter habe einen negativen Beitrag geleistet. Auf Aktienebene habe sich die Übergewichtung von Deutsche Post AG und Bechtle AG günstig ausgewirkt. Nachteilig sei die Untergewichtung von United Internet AG und Zalando SE gewesen.

Expansive Verlautbarungen der FED und Hoffnungen auf ein Handelsabkommen hätten im Januar zu einer massiven Erholung der Aktienkurse geführt. Nun würden sich die Bewertungen und die Volatilität wieder auf Niveaus befinden, die die Experten als "fair" erachten würden. Ihre Indexziele für März 2020 (S&P 500: 2.850; DAX 11.800) würden von einer weichen Landung für die Wirtschaft, einschließlich einer weiteren Konjunkturverlangsamung 2020, aber nicht von einer Rezession ausgehen. In einem solchen Basisszenario sollten geduldige Aktienanleger in der Lage sein, von Dividenden zu profitieren, und in den kommenden zwölf Monaten eine Gesamtrendite von rund 5% erzielen. Allerdings könnten die Experten in einem derart ausgereiften Stadium des Zyklus kaum Spielraum für eine bedeutende Expansion der Bewertungen erkennen.

Zu den wichtigsten Risiken in Bezug auf die Einschätzungen der Experten gehöre die US-Handelspolitik, aus der sich entweder ein umfassendes Handelsabkommen zwischen den USA und China einerseits und Europa andererseits oder ein Handelskrieg ergeben werde und die an den Märkten entweder für eine Hausse oder eine Baisse sorgen könnte. In den vergangenen drei Monaten hätten die Analysten ihre Gewinnprognosen für 2019 um rund 150 Mrd. USD für die Unternehmen im MSCI AC World zurückgeschraubt. Dies sei größtenteils auf die reduzierten Prognosen zyklischer Unternehmen zurückzuführen gewesen und habe in etwa den Erwartungen der Experten entsprochen. Sie würden davon ausgehen, dass sich die negativen Korrekturen in der zweiten Jahreshälfte stabilisieren würden. Insgesamt dürfte es 2019 damit immer noch zu einem moderaten Wachstum der Gewinne je Aktie (3 bis 5%) kommen. (Stand vom 28.02.2019) (05.04.2019/fc/a/f)






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