DWS Deutschland-Fonds: "Made in Germany" weltweit gefragt - Fondsanalyse


07.11.17 14:00
DWS Investments

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Immer mehr Aufträge und ein neuer Rekord beim Geschäftsklima - die deutsche Industrie läuft unter Volldampf. Steigende Gewinnerwartungen machen die Kursanstiege verdaulich. Aktienfonds wie der DWS Deutschland bieten Anlegern einen breit gestreuten Zugang zu deutschen Aktien, so die Experten von DWS Investments.

Gute Nachrichten liefere die deutsche Wirtschaft zur Zeit wie am Fließband. Die Auftragsbücher seien voll, die Beschäftigung hoch und die Stimmung der Unternehmer bestens. "Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiter in einem kräftigen Aufschwung und könnte im dritten Vierteljahr 2017 das hohe Expansionstempo des ersten Halbjahres gehalten haben", attestiere sogar die Deutsche Bundesbank in ihrem Monatsbericht für Oktober.

Die wichtigste Säule des Aufschwungs sei dabei weiterhin die Industrie. Dort gebe es heute so viele Beschäftigte wie selten zuvor. Derzeit würden mehr als 5,5 Millionen Menschen im Verarbeitenden Gewerbe arbeiten, würden Auswertungen des Statistischen Bundesamts zeigen (Stand: 16.10.2017). Kein Wunder: Die Auftragslage der deutschen Unternehmen sei "ausgezeichnet", würden die Ökonomen der Bundesbank im Monatsbericht berichten.

Einen kleinen Dämpfer würden die September-Zahlen zeigen: Im letzten Monat des dritten Quartals sei die deutsche Industrieproduktion um 1,6 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Der Rückgang relativiere sich allerdings durch die besonders starken August-Zahlen. Im dritten Quartal 2017 habe die deutsche Industrieproduktion immerhin um 0,8 Prozent über ihrem durchschnittlichen Niveau der Vorperiode gelegen.

Der Auftragseingang der deutschen Industrie habe sich im August sogar deutlich besser entwickelt, als es viele Experten erwartet hätten. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Stand: 06.10.2017) seien die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 3,6 Prozent gestiegen.

Die vom Nachrichtendienst Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hätten dagegen einen Anstieg von nur 0,9 Prozent prognostiziert. "Die Bestelltätigkeit hat sich zuletzt von hohem Niveau aus nochmals erhöht", habe das Bundeswirtschaftsministerium die Zahlen kommentiert. Die deutsche Industrie rechne zudem mit steigenden Exporten und setze dabei auf die anziehende Konjunktur in den anderen Euro-Staaten.

Das Barometer der ifo-Exporterwartungen sei im Oktober auf den höchsten Wert seit Februar 2011 gestiegen. "Wichtigster Treiber dieser Entwicklung ist der Aufschwung in der Eurozone", habe ifo-Präsident Clemens Fuest (in einer Pressemitteilung vom 25.10.2017) die neuen Zahlen kommentiert.

Auch die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen habe ein neues Allzeithoch erreicht. Der ifo-Geschäftsklimaindex sei im Oktober auf einen neuen Rekordwert von 116,7 Punkten gestiegen. Der Index gelte als eines der wichtigsten Stimmungsbarometer und als relativ zuverlässiger Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Konjunktur. Der Index basiere auf einer regelmäßigen Umfrage unter mehrenen tausend Unternehmen.

"Die Unternehmen sind zuversichtlich und das Verbrauchervertrauen ist auf dem höchsten Stand seit 2001", resümiere Stefan Kreuzkamp, Chefanlagestratege der Deutschen Asset Management in seinem aktuellen CIO-View vom 24.10.2017. Auch für 2018 sei Kreuzkamp zuversichtlich: "Der aktuelle Konjunkturherbst bekommt seinen zweiten Frühling. Dies dürfte im kommenden Jahr die Märkte weiter stützen, auch in Hinblick auf von uns erwartete moderate Inflationszahlen und vorsichtige Zentralbanken", schreibe Kreuzkamp im CIO-View.

Der Boom in Deutschland habe auch viele Börsianer in Feierlaune versetzt. Nicht zuletzt dank der guten Konjunktur seien die Aktienindices hierzulande auf neue Rekordstände gestiegen. Was die Rekordstände verdaulich mache: Nicht nur die Kurse würden steigen, sondern auch die Gewinnschätzungen der Aktienanalysten.

In den kommenden zwölf Monaten würden die Experten der Deutschen Asset Management für den DAX ein durchschnittliches KGV von 13,3 erwarten (CIO View; Stand: 24.10.2017).

Eine gute Möglichkeit sich an der Entwicklung deutscher Aktien breit gestreut zu beteiligen, würden Aktienfonds mit dem Schwerpunkt Deutschland bieten. Das Management des DWS Deutschland setze beispielsweise auf große Standardwerte und mische Nebenwerte flexibel entsprechend der Markterwartung bei. Das Auswahluniversum des Fonds umfasse rund 500 deutsche Aktiengesellschaften, inklusive der bekannten DAX- und MDAX-Unternehmen.

Anleger sollten allerdings nicht blind auf den fahrenden Zug aufspringen. Denn einige potenzielle Risiken dürften sie auf absehbare Zeit weiterhin begleiten. "Wirtschaftlich hat sich die Welt 2017 besser als gedacht entwickelt. Das politische Resümee fällt gemischter aus. Das liegt auch an den USA, die die Steuerreform noch schuldig sind", erkläre Kreuzkamp.

Bei allen positiven Aussichten für die deutsche Wirtschaft gelte zudem: Der Anteilspreis des Fonds könne stark schwanken mit entsprechend hohen Gewinn- und Verlustchancen. Bei Aktienfonds, die sich in ihrer Anlage auf eine Region konzentrieren würden, könnten die Schwankungen bei negativen wirtschaftlichen oder politischen Entwicklungen besonders hoch ausfallen. (07.11.2017/fc/a/f)





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