DWS Concept Platow Fonds: Seit der Auflage immer eine positive Rendite - Fondsanalyse


08.04.21 08:30
GBC AG

Augsburg (www.fondscheck.de) - Der DWS Concept Platow ("Platow-Fonds") (ISIN LU1865032954 / WKN DWSK62, LC) ist ein aktiv gemanagter Aktienfonds mit dem Schwerpunkt auf deutsche Aktien, so Marcel Goldmann, Analyst der GBC AG in der aktuellen Ausgabe von "GBC Fonds Champions 2021".

Er enthalte typischerweise mittelständisch geprägte Qualitäts-Unternehmen mit mittelgroßem oder kleinem Börsenwert. Der durch den Vermögensverwalter DWS Group (DWS) herausgegebene Fonds werde von der Anlageberatungsgesellschaft pfp Advisory, vertreten durch die geschäftsführenden Gesellschafter Christoph Frank und Roger Peeters, beraten. Letztere sei somit maßgeblich für die Portfolio-Zusammensetzung verantwortlich.

Der DWS Concept Platow ("Platow-Fonds") weise eine Portfoliostruktur auf, die auf den Empfehlungen der pfp Advisory GmbH basiere. Gegründet worden sei diese Fondsberatungsgesellschaft von den geschäftsführenden Gesellschaftern Christoph Frank und Roger Peeters sowie dem weiteren Gesellschafter Platow Medien. pfp Advisory habe sich auf die Analyse von Aktien und sonstigen Wertpapieren spezialisiert und berate Investmentfonds und institutionelle Anleger. Das Investment-Team von pfp Advisory verfüge mit Roger Peeters und Christoph Frank über ausgewiesene Kapitalmarktexperten, die sowohl eine langjährige Kapitalmarkterfahrung (jeweils rund 25 Jahre) als auch eine hohe Expertise im deutschen Aktiensektor besitzen würden. Die DWS Group habe die pfp Advisory mit der Beratung des DWS Concept Platow Fonds beauftragt, den Platow 2006 initiiert habe. Die DWS Group kümmere sich im Rahmen der Fondsverwaltung um die Abwicklung (Transaktionen, Prospekte, etc.).

Der "Platow-Fonds" verfolge einen traditionellen und auch bewährten "Stock-Picking"-Ansatz. Im Rahmen dessen setze das Fondsmanagement in punkto Portfoliogestaltung auf ausgewählte Qualitätsaktien (Bottom-up-Ansatz), welche mit einem eigenen Analyseverfahren herausgefiltert würden. Benchmarks und makroökonomische Überlegungen würden bei diesem Investmentstil weitgehend unberücksichtigt bleiben.

Das Anlageuniversum des Aktienfonds würden deutsche Unternehmen (Aktien) bilden, die in Deutschland gelistet seien oder einen überwiegenden Teil ihrer Umsätze in dieser Region erwirtschaften würden. Häufig handle es sich bei diesen Firmen um deutsche Mittelständler. Der Investmentprozess des "Platow-Fonds" sei gekennzeichnet von fundamentalen Kennzahlen und bilanziellen Parametern sowie technischen Indikatoren. Damit eine Aktie in den Aktienfonds aufgenommen werde, müssten diese Kennzahlen bestimmte Ausprägungen annehmen. Die Haltedauer einer solchen eingegangenen Aktienposition betrage typischerweise mindestens zwölf Monate. Entsprechend sei der Fonds bewusst nicht auf einen kurzfristigen Anlagehorizont ausgerichtet, sondern verfolge einen mittel- und langfristigen Anlagestil.

Der "Platow-Fonds" werde von den pfp-Verantwortlichen Roger Peeters (mit Unterbrechung) und Christoph Frank bereits seit dem Start in 2006 (Privatanleger-Tranche seit 2007) erfolgreich betreut. Die hierbei verfolgte Anlagestrategie sei seitdem im Kern beibehalten worden und habe sich auch in den vergangenen Jahren bewährt. Somit zeichne sich dieser aktiv gemanagte Aktienfonds auch durch eine besonders hohe Kontinuität aus.

Seit der Auflage der betrachteten Anteilklasse (Retail) im September 2007 bis zum Auswertungsstichtag Ende 2020 habe der "Platow-Fonds" eine sehr gute Gesamtperformance von 269,6% erzielt. Auf annualisierter Ebene entspreche dies einer jährlichen Rendite von 10,6% (Zeitraum: September 2007 bis Dezember 2020).

Unter Berücksichtigung der von uns geschätzten jährlichen Kapitalkosten konnte der Aktienfonds unsere Renditeforderung (GBC-Renditekennzahl über 1) mehr als erfüllen, d.h. eine Überrendite erzielen, so die Analysten der GBC AG. Auch im Vergleich mit relevanten Benchmarks (DAX, SDAX, etc.) habe der Fonds in punkto "long-run Performance" überzeugen und hierbei auf langfristige Sicht eine klare Outperformance erzielen können.

In unserem fünfstufigen Bewertungsmodell erfüllt der DWS Concept Platow Fonds insgesamt fünf von fünf Kriterien; daher vergeben wir fünf von fünf GBC-Falken, so die Analysten der GBC AG. Dem Fondsmanagement sei es über einen langen Zeithorizont gelungen, eine sehr gute Performance zu erzielen und hierbei eine deutliche Überrendite auf unsere geschätzten Kapitalkosten zu erwirtschaften. Darüber hinaus besteche der Fonds durch einen bewährten Anlagestil und eine hohe Betreuungskontinuität durch das sehr erfahrene Investment-Team der pfp Advisory.

Interview mit Management des DWS Concept Platow Fonds:

Bitte um eine Kurzerläuterung der Strategie und was ist in Ihren Augen der USP, der diese Strategie von den anderen Fonds unterscheidet?

Christoph Frank: Folgende Merkmale stechen sicher heraus: Der DWS Concept Platow ist ein klar bottom-up ausgerichteter Stock-Picking-Fonds mit einem eindeutigen regionalen Fokus. Der USP ist, dass wir einen quantitativen Auswahlfilter mit qualitativen Elementen kombinieren. Wir screenen quartalsweise den kompletten deutschen Kurszettel und leuchten dabei jeden Winkel dieses Marktes aus. In unser Auswahluniversum gelangen Aktien mit ausreichenden Handelsumsätzen, wobei die zugrundeliegenden Unternehmen operativ tätig sein müssen und ihren Firmensitz und/oder Geschäftsschwerpunkt in Deutschland haben müssen. Anhand eines seit 20 Jahren im Echtbetrieb laufenden Investmentsystems filtern wir anhand zahlreicher fundamentalanalytischer und technischer Kriterien zunächst eine Auswahlliste von grob 50 bis 100 Aktien heraus. In einem zweiten Schritt erhalten alle verbliebenen Aktien einen noch feiner differenzierenden Score, den wir zur Gewichtung innerhalb des Fonds heranziehen. Intensive Analysen der Geschäftsmodelle und Berichte sowie Gespräche mit Unternehmensvorständen runden das Bild ab. Am Ende landen erfahrungsgemäß etwa 35 bis 60 Aktien im Fonds.

Roger Peeters: Diese Kombination aus einem quantitativen Investmentsystem und qualitativen Elementen macht den Fonds meines Erachtens besonders. Wir gehen dabei konsequent bottom-up vor. Jede deutsche Aktie, die unsere Kriterien erfüllt, kann ins Portfolio kommen. Zugehörigkeiten zu Auswahlindices, Größenklassen oder Branchen sind für unsere Auswahl nicht von Belang, lediglich eine ausreichende Liquidität der Aktie sollte vorhanden sein. Makroökonomische Überlegungen spielen ebenfalls nur eine Nebenrolle. Neben diesem quartalsweisen Screening gehen wir beide alle zwei Wochen alle Fondsbestandteile von A bis Z durch und planen ggf. Neuinvestments, Verkäufe und Arrondierungen bestehender Positionen. Daneben tauschen wir beide uns natürlich täglich vielfach aus und haben jeder pro Jahr eine dreistellige Anzahl von Unternehmenskontakten.

Christoph Frank: Dieser enge Austausch speist sich auch aus den zweimal rund 25 Jahren Erfahrung am deutschen Aktienmarkt, die wir beide mitbringen. Daneben spricht meines Erachtens für den Fonds, dass neben der seit Jahren überdurchschnittlichen Performance im Gegensatz zu vielen anderen Fonds noch eine bemerkenswerte personelle Kontinuität existiert: Seit dem Start des Fonds 2006 gab es nicht eine einzige Investmententscheidung, die nicht von Roger Peeters oder mir oder beiden zusammen getroffen wurde.

Gibt es eine Zielgröße, die Sie bei den Renditen, Volatilitäten etc. anstreben und wurde diese in der Vergangenheit erreicht?

Christoph Frank: Seit Auflage im Mai 2006 bis Mitte Februar 2021 lag die Rendite für Fondsanleger nach Kosten bei durchschnittlich rund 12% pro Jahr. Morningstar vergibt seit Jahren für die beiden bereits seit über zehn Jahren bestehenden Anteilklassen vier oder fünf Sterne. Das Chance-Risiko-Verhältnis des Fonds ist also sehr ansprechend, was sich z.B. während der Finanzmarktkrise 2008/09 gezeigt hat, als der Fonds sich deutlich besser hielt als etwa DAX oder SDAX. Es wäre m. E. aber unseriös, bei diesem Aktienfonds, der ja voll dem Aktienmarktrisiko ausgesetzt ist, konkrete Ziele für Rendite und Volatilität vorzugeben.

Wie schätzen Sie das aktuelle Marktumfeld ein?

Roger Peeters: Wir möchten unterstreichen, dass wir auf die Aktienselektion fokussiert sind und nicht versuchen, über Markt-Timing zusätzliche Rendite zu generieren. Dieses Vorhaben kann ja oft genug nach hinten losgehen. Zudem veröffentlichen wir auch keine kurzfristigen Marktprognosen, zumal unser Anlagehorizont viel länger ist. Es gehört bei diesem Produkt dazu, dass Marktbewegungen zumindest in der Richtung mitgenommen werden. Dies war in Krisenphasen wie 2008, 2011, 2018 oder auch im Frühjahr 2020 der Fall, auch wenn der Fonds oftmals weniger verlor als der Markt, betrifft aber auch Kursaufschwünge wie 2017 oder 2019, als der Fonds rund 29% bzw. 41% Rendite erzielte. Zu Beginn des Jahres 2021 war das Marktumfeld vornehmlich wegen der expansiven Politik der Notenbanken sehr "bullish" mit allen verbundenen Vor- und Nachteilen. Anhaltend hohe Schwankungen würden mich nicht überraschen.

Welche Anlegerzielgruppe soll von Ihnen primär angesprochen werden und wie sieht gegenwärtig Ihre Investorengruppe aus?

Christoph Frank: Eindeutig der langfristig orientierte Investor, der die Chancen des kompletten deutschen Aktienmarkts nutzen möchte, die damit verbundenen Risiken insbesondere in Form hoher Volatilität tragen kann und einen aktiven Managementansatz ohne Orientierung an einem Vergleichsindex schätzt. Seit der Auflage hat der Fonds nach zehn Jahren Haltedauer immer eine positive Rendite erzielt und in allen rollierenden, aus Kalenderjahren gebildeten Zehnjahresperioden sowohl den DAX als auch den SDAX geschlagen. Ähnlich gut sieht die Lage in den Fünfjahresperioden aus. Das können und wollen wir natürlich nicht für die Zukunft versprechen, aber die Vergangenheit ist nun einmal Fakt.

Roger Peeters: Wir kennen zwar viele, aber auch nicht alle unsere Anleger. Aus den vorliegenden Daten und vielen persönlichen Kontakten sehen wir zahlreiche fokussierte institutionelle Adressen wie Vermögensverwalter, Finanzberater oder Family Offices. Es sind nach unserer Einschätzung aber auch viele selbstentscheidende private Anleger investiert. Viele Anleger stammen aus der DACH-Region und etliche sind schon lange investiert. Ein Hinweis in diesem Zusammenhang: Der Fonds heißt erst seit Dezember 2018 DWS Concept Platow Fonds, bis dahin hieß er DB Platinum IV Platow Fonds und zuvor lange DB Platinum III Platow Fonds. Es ist aber der gleiche Fonds mit dem gleichen Konzept und den gleichen handelnden Personen, nämlich uns beiden.

Haben Sie selbst in Ihrem Produkt investiert?

Christoph Frank: Ich bin seit 2008, also noch vor Einführung der Abgeltungssteuer, investiert und habe seither meinen Bestand kontinuierlich aufgestockt. Schon seit einigen Jahren liegt der Hauptanteil meines Vermögens im Fonds. Ich merke es also unmittelbar im eigenen Geldbeutel, ob wir gute oder schlechte Arbeit abliefern.

Roger Peeters: Ich bin ebenfalls seit langem investiert. Der größte Teil meines Wertpapiervermögens liegt in diesem Fonds und bin genauso wie Christoph ein klassischer Buy-and-Hold-Anleger in diesem Fonds, der die Position über die Jahre ausgebaut hat. (Ausgabe vom 30.03.2021) (08.04.2021/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
407,82 € 404,62 € 3,20 € +0,79% 16.04./22:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU1865032954 DWSK62 411,50 € 321,08 €