DWS Concept Kaldemorgen LC-Fonds: 11/2018-Bericht, Nettoaktienquote um -5,1% auf 32,5% gesunken - Fondsanalyse


08.01.19 08:50
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Concept Kaldemorgen LC ist ein Multi-Asset-Fonds mit integriertem Risikomanagement, so Klaus Kaldemorgen, Fondsmanager bei DWS.

Durch die flexible Allokation von Aktien und Anleihen in Verbindung mit dem Einsatz von Währungs- und Absicherungsstrategien solle die risikoadjustierte Rendite langfristig maximiert werden. Das Fondsmanagement strebe eine angemessene Beteiligung an steigenden Märkten und einen gewissen Schutz des Kapitals bei fallenden Märkten an. Die Schwankungsbreite des Fondsanteilswertes und mögliche Verluste in einem Kalenderjahr sollten im einstelligen Prozentbereich gehalten werden (keine Garantie).

Der DWS Concept Kaldemorgen habe im November 12 BP nachgegeben. Gewinne auf der Aktienseite von 21 BP, davon 14 BP aus Aktien und 7 BP aus Derivaten, hätten Verluste von -26 BP der Anleihen entgegengestanden. Besonders stark hätten sich die Creditspreads der Unternehmensanleihen ausgeweitet mit -19 BP. Durch die sinkenden Renditen der Staatsanleihen hätten die short Positionen der italienischen Anleihen mit -11 BP belastet. Die Währungen hätten marginale Verluste von -3 BP verzeichnet. Auf Einzelwertebene habe es keine wesentlichen Ausreißer gegeben.

Defensive Titel wie z.B. Deutsche Telekom hätten positive Beiträge mit +12 BP geliefert, während zyklische Titel negative Beiträge geliefert hätten, z.B. BASF mit -6 BP und Evonik mit -14 BP. Die Nettoaktienquote sei im Fonds um -5,1% auf 32,5% gesunken, im Wesentlichen über das Eindecken von long Kontrakten. Technologiewerte und Pharmawerte seien leicht reduziert worden, ebenso Industriewerte. Auf der Anleihen Seite seien die short Positionen wieder leicht erhöht worden auf nunmehr -5,3% von -3,3%. Allerdings sei gleichzeitig eine long Position von 10-jährigen US Staatsanleihen etabliert worden in Höhe von 2%. Auch zweijährige US Staatsanleihen seien hinzugekauft worden. Auf der Währungsseite seien die US-Dollarpositionen leicht auf 25,8% erhöht worden. Die Position im Britischen Pfund sei um 2% reduziert worden.

Dies sehe man am mittlerweile auf 32,5% reduzierten Aktienbestand. Auch der Aufbau von amerikanischen Staatsanleihen sowohl über Derivate als auch in Wertpapieren sei motiviert von dem Ziel sichere Häfen anzusteuern. Der Cash Anteil von fast 27% diene zusammen mit Gold in Höhe von fast 6% zusätzlich als Stabilitätsanker. Eine offensivere Anlagestrategie könnte erfolgen, wenn die Aktienmärkte anfangen sollten eine Rezession einzupreisen. Der US Dollar Anteil im Portfolio in Höhe von 26% sollte vor allem von der Attraktivität der diesem Anteil zugrunde liegenden USD Anleihen profitieren. Eine deutliche US-Dollar Aufwertung würden die Experten auf diesem Niveau nicht sehen, auch wenn diese natürlich sehr willkommen wäre.

Die Aktienmärkte hätten im November etwas durchgeatmet. Der MSCI ACWI sei um 1,2% gestiegen. Unter den Gewinnerbörsen hätten sich die Emerging Markets (Schwellenländer) mit einem Plus von 4% und USA mit 1,7% befunden. Der US-Dollar sei gegenüber dem Euro praktisch unverändert gewesen. Die europäischen Börsen hätten ihren Abwärtstrend allerdings weiter fortgesetzt mit minus 1%, der DAX habe -1,7% verloren. Grund für das vergleichsweise schlechte Abschneiden Europas sei eine eher enttäuschende Berichtssaison gewesen. Eine sich abschwächende Wirtschaft sowie Wettereffekte seien u.a. Gründe gewesen, die ins Feld geführt worden seien.

Bessere Nachrichten seien aus den USA gekommen. FED Chairman Powell habe angedeutet, dass die Zinsen mittlerweile ein neutrales Niveau erreicht hätten, also nicht mehr allzu sehr angehoben werden müssten. Zudem habe sich etwas die Rhetorik im Handelskonflikt mit China entspannt. Als eher schlechte Nachricht sei das schwächere Wirtschaftswachstum in China sowie der fallende Ölpreis gewertet worden, der um 22% auf knapp 50 USD/Bl. nachgegeben habe. Konsequenterweise hätten Unternehmen der Energiebranche zu den schwächsten Werten mit minus 4.1% gehört, gefolgt von Technologieunternehmen. Zu den stärksten Branchen habe Pharma mit +5,3% gehört, gefolgt von Telekomwerten. Die Zinsen von Staatsanleihen seien z.T. deutlich zurückgegangen, in den USA um -13 BP für 10 jährige Anleihen. Gold sei auch im November leicht um 0,5% gestiegen. Auf einen Nenner gebracht, hätten auch im November die Sorgen um einen deutlicher als bisher angenommenen Wirtschaftsabschwung zugenommen.

Angesichts der sehr volatilen Nachrichtenlage rund um den Handelskonflikt zwischen den USA und China scheine der Aktienmarkt den Mut zu verlieren. Viele Investoren die mehrheitlich an eine Jahresendrally geglaubt hätten, würden im Augenblick auf dem falschen Fuß erwischt. Insofern sei eine bis ins nächste Jahr dauernde defensive bzw. konservative Anlagestrategie im DWS Concept Kaldemorgen angezeigt. Dies sehe man am mittlerweile auf 32,5% reduzierten Aktienbestand. Auch der Aufbau von amerikanischen Staatsanleihen sowohl über Derivate als auch in Wertpapieren sei motiviert von dem Ziel sichere Häfen anzusteuern.

Der Cash Anteil von fast 27% diene zusammen mit Gold in Höhe von fast 6% zusätzlich als Stabilitätsanker. Eine offensivere Anlagestrategie könnte erfolgen, wenn die Aktienmärkte anfangen sollten eine Rezession einzupreisen. Der US-Dollar Anteil im Portfolio in Höhe von 26% sollte vor allem von der Attraktivität der diesem Anteil zugrunde liegenden USD Anleihen profitieren. Eine deutliche US-Dollar Aufwertung würden die Experten auf diesem Niveau nicht sehen, auch wenn diese natürlich sehr willkommen wäre. (Stand vom 30.11.2018) (08.01.2019/fc/a/f)






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