DWS Concept Kaldemorgen LC-Fonds: 10/2021-Bericht, Großteil der Verluste wettgemacht - Fondsanalyse


23.11.21 10:20
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Concept Kaldemorgen LC ist ein Multi-Asset-Fonds mit integriertem Risikomanagement, so Klaus Kaldemorgen, Fondsmanager bei DWS.

Durch die flexible Allokation von Aktien und Anleihen in Verbindung mit dem Einsatz von Währungs- und Absicherungsstrategien solle die risikoadjustierte Rendite langfristig maximiert werden. Das Fondsmanagement strebe eine angemessene Beteiligung an steigenden Märkten und einen gewissen Schutz des Kapitals bei fallenden Märkten an. Die Schwankungsbreite des Fondsanteilswertes und mögliche Verluste in einem Kalenderjahr sollten im einstelligen Prozentbereich gehalten werden (keine Garantie).

Nach der kurzen Schwächephase im Vormonat hätten sich die globalen Aktienmärkte im Oktober kräftig erholt und neue Höchststände erreicht. Hinsichtlich der viel diskutierten Unsicherheitsfaktoren (z.B. Inflations- und Wachstumsentwicklung, Engpässe in den globalen Lieferketten) habe sich zwar keinerlei Entspannung abgezeichnet. Jedoch sei der Auftakt der Unternehmensberichtssaison positiver verlaufen, als im Vorfeld befürchtet worden sei, was die Kauflaune und Risikoneigung vieler Investoren wieder habe steigen lassen.

Staatsanleihen in den USA und Europa hätten ihren Renditeanstieg weiter fortgesetzt. Rohstoffe wie Industriemetalle und Öl hätten deutlich zugelegt und auch auf der Aktienseite hätten zyklische Sektoren die Gewinnerliste angeführt. Defensive Werte hätten sich unterdurchschnittlich entwickelt (z.B. Basiskonsum, Gesundheit) oder sogar Verluste erlitten (Telekommunikation). Unter dem Strich habe der globale Aktienmarkt um 5,8% zugelegt (MSCI Welt Index in Euro).

Mit Blick auf die Ausgewogenheit des Aktienportfolios sei die defensive Säule zum Beispiel mit Zukäufen im Telekommunikationssektor gestärkt worden, während in einigen zyklischen Bereichen Gewinnmitnahmen erfolgt seien. Die festverzinsliche Allokation des Portfolios sei um 2% zurückgegangen und liege nun bei 17%, da Hochzins- und Quasi-Staatsanleihen aktiv verkauft oder vom Emittenten zurückgekauft worden seien. Die Absicherungen über Terminkontrakte auf US-Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten seien zu Beginn des Monats erneut ausgedehnt worden, sodass die Duration des Portfolios bei -0,5 Jahren liege. Zum Monatsende sei die US-Dollar-Position in Erwartung einer strafferen Geldpolitik der FED und einer damit einhergehenden steigenden Renditedifferenz zum Euroraum von 24% auf über 29% erhöht worden.

DWS Concept Kaldemorgen habe im Oktober erneut ein positives Ergebnis von +0,57% (FC-Anteilsklasse) verzeichnet und damit den Großteil der Verluste des Vormonats wettgemacht. Die Erholung der Aktienmärkte habe den Fonds ebenfalls unterstützt, sodass Aktien mit rund +50 Basispunkten (einschließlich Absicherungen) in lokaler Währung am meisten zur positiven Wertentwicklung beigetragen hätten. Da der Schwerpunkt auf einer starken Diversifikation des Aktienportfolios liege, umfasse die Liste der besten Sektoren ein breites Spektrum an Wachstums-, zyklischen und defensiven Themen. Das Anleihensegment sei in diesem Monat leicht negativ gewesen (ca. -5 Basispunkte), da die Zinssätze am vorderen Ende der Zinskurven tendenziell gestiegen seien.

Die Durationsabsicherungen hätten sich zu Beginn des Monats recht gut entwickelt, die Gewinne gegen Ende des Monats jedoch wieder abgegeben, sodass ihr Ergebnis im Oktober unter dem Strich neutral gewesen sei. Sowohl die Goldposition (+10 Basispunkte) als auch die Fremdwährungen (+25 Basispunkte) hätten erneut einen positiven Beitrag geleistet. Bei letzteren habe sich vor allem die Aufwertung der Norwegischen Krone am stärksten ausgewirkt.

Trotz der Erleichterung über den bislang positiven Verlauf der Unternehmensberichtssaison sollten Anleger die Risikofaktoren nicht aus dem Blick verlieren. Die anhaltenden Engpässe in den globalen Lieferketten sowie möglicherweise weiter anziehende Inflationsraten könnten in den nächsten Monaten für mehr Volatilität sorgen und die Rekordjagd an den Aktienmärkten zumindest temporär ins Stocken bringen. Angesichts des unverändert niedrigen Zinsniveaus und die weiterhin zu erwartende Zurückhaltung der Notenbanken FED und EZB bezüglich geldpolitischer Straffungen bleibe es aber bei der klaren Präferenz für Aktien. (Stand vom 31.10.2021) (23.11.2021/fc/a/f)






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