DWS Concept Kaldemorgen LC-Fonds: 08/2018-Bericht, kleiner Verlust von -0,28% - Fondsanalyse


10.10.18 11:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Concept Kaldemorgen LC ist ein Multi-Asset-Fonds mit integriertem Risikomanagement, so Klaus Kaldemorgen, Fondsmanager bei DWS.

Durch die flexible Allokation von Aktien und Anleihen in Verbindung mit dem Einsatz von Währungs- und Absicherungsstrategien solle die risikoadjustierte Rendite langfristig maximiert werden. Das Fondsmanagement strebe eine angemessene Beteiligung an steigenden Märkten und einen gewissen Schutz des Kapitals bei fallenden Märkten an. Die Schwankungsbreite des Fondsanteilswertes und mögliche Verluste in einem Kalenderjahr sollten im einstelligen Prozentbereich gehalten werden (keine Garantie).

Der DWS Concept Kaldemorgen habe den Monat August mit einem kleinen Verlust von -0,28% beendet. Trotz einer hohen Gewichtung von Technologiewerten in Höhe von 10% des Gesamtportfolios, habe vor allem die um 2,5% reduzierte Gewichtung europäischer Aktien in Höhe von 17% auf die Wertentwicklung gedrückt. Europäische Finanzwerte hätten mit minus 40 BP auf die Wertentwicklung gedrückt, ebenso Schwellenländer-Positionen die einen negativen Beitrag von -25 BP gebracht hätten.

Durch Absicherungen über DAX Indexfuture und dem HSCEI Index (China) habe der Aktienbeitrag auf minus 22 BP begrenzt werden können. Der Beitrag aus dem Bondportfolio sei mit 5BP leicht positiv gewesen. Unternehmensanleihen hätten aufgrund einer guten Selektion 8BP beigetragen, und die Short Position in italienischen Staatsanleihen habe ebenfalls 8 BP gebracht. Leichte Verluste hätten türkische und russische Staatsanleihen mit minus 5 BP gebracht. Auf der Währungsseite habe trotz eines festeren US-Dollars lediglich ein BP Performance Beitrag verbucht werden können. Verluste durch die Absicherung des Schweizer Frankens, sowie die Rubelpositionen hätten Gewinne aus dem US-Dollar kompensiert.

Der Ausblick für September sei insbesondere im Hinblick auf die Aktienmärkte sehr Verhalten. Dies reflektiere sich in einer reduzierten Aktienquote von 38% brutto bzw. 34% netto. Während des Monats seien zudem Staatsanleihen in den USA um fast sieben Prozentpunkte reduziert worden, während türkische Staatsanleihen in Höhe von 3% mit Renditen von über 9% hinzugekauft worden seien. Dabei erhöhe sich die Kasse-Quote um 6,5 Punkte auf 29%. Die US Dollar Position sei um drei Prozentpunkte auf knapp 22% reduziert worden.

Nach einem schwachen Monatsauftakt hätten sich die Aktienmärkte zum Ende schließlich doch noch ins Plus retten können. Der MSCI ACWI habe mit einem Plus von 1,4% geschlossen. Allerdings sei das Plus vor allem amerikanischen Technologiewerten, der NASDAQ habe mit +6% geschlossen, und einem festeren US Dollar zu verdanken gewesen. Europäische Aktienwerte hätten 2,2% eingebüßt, Emerging Markets (Schwellenländer) 1,8%. Insofern spiegele der Monat August den kompletten Jahresverlauf wieder. Der MSCI ACWI habe im lfd. Jahr 7,6% zugelegt, während Europäische Aktien mit 0,8% vorne lägen. Schwellenländer hätten bisher -3,6% verloren.

Maßgeblich für die Kursentwicklung im August sei die Verhängung weiterer Sanktionen seitens der USA gegenüber der Türkei, Russland und dem Iran gewesen. Sorgen über ein hohes Budgetdefizit Italiens, befürchtet worden sei dass Italien das Maastricht Kriterium von 3% überschreite, habe zu einer Senkung des Ausblicks für das Kreditrating durch Fitch geführt. Italienische Staatsanleihen seien um 50 BP gestiegen, der italienische Aktienmarkt habe 9% verloren.

Ferner seien wieder Sorgen über einen ungeordneten Brexit aufgeflammt. Schwellenländer seien durch die hohen Kursverluste der Türkischen Lira mit minus 25%, sowie des Argentinischen Pesos mit minus 27% belastet worden. Auf der Rohstoffseite habe es vor allem Kursverluste bei Industriemetallen gegeben. Folgerichtig hätten Rohstoff und Energiewerte zu den schwächsten Sektoren mit Verlusten von über 3% gehört. Insgesamt lasse sich feststellen, dass die Kapitalmärkte in einen "Risk Off" Modus umgeschaltet hätten, wobei vor allem amerikanische Vermögensanlagen profitiert hätten.

Die sogenannten "Mid Term Elections" in den USA könnten zu weiteren populistischen Maßnahmen von Donald Trump führen. Eine zumindest temporäre Eskalation der Handelskonflikte sowie weiter Sanktionen seien zu erwarten. Der weiter festere US-Dollar dürfte jene Schwellenländer in Bedrängnis bringen, die hohe Außenhandelsdefizite bei gleichzeitig hoher Auslandsverschuldung besitzen würden. Es sei davon auszugehen, dass alle Emerging Markets in Sippenhaft genommen würden. In Europa werde das Haushaltsbudget Italiens im Mittelpunkt stehen. Sollte es zu einer Eskalation mit der Europäischen Union um die Defizitgrenze kommen, werde dies europäischen Aktien nicht helfen.

Strategisch bevorzuge der Fonds auf der Aktienseite stabile und dividendenstarke Werte in Europa, sowie Wachstumswerte in den USA. Industrie und Rohstoffwerte würden eher vernachlässigt. Der Aufbau von kürzerlaufenden türkischen Anleihen in US Dollar und Euro werde bei den gegenwärtig hohen Renditen fortgesetzt, da das mittlerweile hohe Renditeniveau einen adäquaten Ausgleich für die Risiken darstelle. Eine destabilisierende Wirtschaftskrise der Türkei dürfte kaum im Interesse der europäischen Union stehen. (Stand vom 31.08.2018) (10.10.2018/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0599946893 DWSK00 141,63 € 133,06 €