DWS Concept Kaldemorgen LC-Fonds: 06/2021-Bericht, keine größeren Umschichtungen vorgenommen - Fondsanalyse


20.07.21 13:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Concept Kaldemorgen LC ist ein Multi-Asset-Fonds mit integriertem Risikomanagement, so Klaus Kaldemorgen, Fondsmanager bei DWS.

Durch die flexible Allokation von Aktien und Anleihen in Verbindung mit dem Einsatz von Währungs- und Absicherungsstrategien solle die risikoadjustierte Rendite langfristig maximiert werden. Das Fondsmanagement strebe eine angemessene Beteiligung an steigenden Märkten und einen gewissen Schutz des Kapitals bei fallenden Märkten an. Die Schwankungsbreite des Fondsanteilswertes und mögliche Verluste in einem Kalenderjahr sollten im einstelligen Prozentbereich gehalten werden (keine Garantie).

Die weltweiten Aktienmärkte hätten im Juni mit einem Plus +4,5% einen bemerkenswerten Kursanstieg vollzogen, der außerdem mit einer deutlichen Sektorrotation verbunden gewesen sei. Während Technologiewerte um +9,4% hätten zulegen können (in Euro), hätten Finanzwerte ein knappes Minus von -0,2% hinnehmen müssen. Sowohl zyklische als auch defensive Aktien hätten insgesamt nur unterdurchschnittlich zulegen können. Value-Aktien hätten lediglich ein Plus von +1,9% verbucht, wohingegen die in diesem Jahr bisher vernachlässigten Wachstumsaktien um +7,3% hätten zulegen können.

Der US-Dollar habe mit einem Zugewinn von +3,2% gegenüber dem Euro seinen Abwärtstrend gestoppt. Uneinheitlich hätten hingegen Rohstoffe reagiert: Kupfer habe -8% verloren und auch der Goldpreis sei um etwa -7% abgesackt. Öl sei um 11% auf ein neues Jahreshoch geklettert. Es sei herausfordernd sich auf diese Entwicklungen einen Reim zu machen. Während die US-Inflationsrate (CPI im Jahresvergleich) die Marke von 5% erreicht habe, sei die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen von 1,59% auf 1,47% gesunken. Investoren hätten sich ganz allgemein entspannt gezeigt, was man am Erreichen des Jahrestiefs der Volatilität bei 16% festmachen könne (im Vergleich zu 23% am Jahresanfang).

Auch wenn im Augenblick noch nicht von einer Trendwende am Aktienmarkt auszugehen sei, so sollten zumindest aus einer thematischen Perspektive die Blöcke digitale Ökonomie, Zyklik, Defensiv und Infrastruktur in einem risikogewichtet ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Die Aktienpositionen des DWS Concept Kaldemorgen seien aktuell etwa zu 30% der Digitalen Ökonomie und zu 30% den Zyklikern zuzuordnen. Jeweils 20% würden auf defensive und Infrastrukturwerte entfallen. Die US-Dollar-Nettoposition betrage weiterhin etwa 23% vom Fondsvermögen. Im Juni seien keine größeren Umschichtungen im Fonds vorgenommen worden.

Der DWS Concept Kaldemorgen habe im Juni mit einem Plus von 0,60% (FC-Anteilsklasse) unterdurchschnittlich relativ zur Entwicklung der Aktienmärkte abgeschlossen. Der Beitrag der Aktienpositionen habe +69 BP brutto in Euro betragen, wovon noch Verluste durch Aktienderivate in Höhe von -21 BP abgezogen werden müssten. Das gute Abschneiden von großen Fondspositionen aus dem Technologie- und Kommunikationsbereich mit einem summierten Beitrag von +35 BP zur Wertentwicklung sei konterkariert worden von Verlusten bei Finanz- und anderen zyklischen Werten. Hier hätten die größten Positionen die Wertentwicklung mit insgesamt -33 BP belastet. Die leichten Gewinne bei Anleihen seien vollständig kompensiert worden durch die Absicherungskosten der Zinsentwicklung. Auch Gold habe mit einem negativen Beitrag von -39 BP zu Buche geschlagen. Erfreulich positiv hätten sich im Gegenzug die Währungspositionen entwickelt, die für sich betrachtet einen Nettobeitrag von +88 BP geliefert hätten.

Der Rückgang der Zinsen 10-jähriger Staatsanleihen in den USA trotz steigender Inflationsraten unterstütze die herrschende Meinung, dass der Anstieg der Inflation nur ein temporäres Phänomen sein sollte. Dies begründe auch die Sektorrotation an den Aktienmärkten im Juni, beispielsweise mit Umschichtungen aus Finanzwerten in Technologiewerte. Der Rücksetzer vieler zyklischer Werte könnte darauf hindeuten, dass die Wirtschaftswachstumsraten bereits im dritten Quartal ihren Höhepunkt finden würden. Dies lasse sich zumindest in China bereits schon aus den verfügbaren Daten interpretieren. Besorgniserregend sei dort im Übrigen auch die Tendenz im Namen der Staatssicherheit mit harter Hand gegen Unternehmen der digitalen Ökonomie vorzugehen. (Stand vom 30.06.2021) (20.07.2021/fc/a/f)





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