DWS Concept Kaldemorgen LC-Fonds: 06/2019-Bericht, US-Dollar weiter reduziert - Fondsanalyse


08.08.19 11:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Concept Kaldemorgen LC ist ein Multi-Asset-Fonds mit integriertem Risikomanagement, so Klaus Kaldemorgen, Fondsmanager bei DWS.

Durch die flexible Allokation von Aktien und Anleihen in Verbindung mit dem Einsatz von Währungs- und Absicherungsstrategien solle die risikoadjustierte Rendite langfristig maximiert werden. Das Fondsmanagement strebe eine angemessene Beteiligung an steigenden Märkten und einen gewissen Schutz des Kapitals bei fallenden Märkten an. Die Schwankungsbreite des Fondsanteilswertes und mögliche Verluste in einem Kalenderjahr sollten im einstelligen Prozentbereich gehalten werden (keine Garantie).

Nachdem die Aktienkurse im Mai aufgrund der Eskalation des Handelskonflikts um -5,8% gefallen seien, sei im Juni die Kehrtwende auf dem Fuß mit einem Kursanstieg von +4,5% (MSCI ACWI) gefolgt. Vor allem die Aussicht auf bis zu zwei Zinssenkungen in den USA und einer weiteren Lockerung der Geldpolitik durch die EZB habe die Aktienmärkte vor sich her getrieben. Auch im Handelskonflikt mit China habe es wieder Verhandlungsbereitschaft gegeben. Die von Trump initiierte schwarze Liste sei zunächst ausgesetzt worden. Regional hätten sich die Märkte relativ homogen entwickelt, lediglich Japan sei wieder seiner Rolle als regionaler "Underperformer" gerecht geworden.

Der US-Dollar habe Kursverluste in Höhe von -1,8% verbucht, die wohl auf die Erwartung von Zinssenkungen in den USA zurückgehen würden. Defensive Sektoren hätten sich unterdurchschnittlich entwickelt, während sich Technologie mit +6,7% und Rohstoffe mit +8,6% überdurchschnittlich entwickelt hätten. Gold habe von der Aussicht auf weitere Zinssenkungen mit einem Kurssprung von 7,4% in Euro!!! profitieren können. Zehnjährige Treasuries hätten 1,4% zugelegt. Zum Monatsende habe die Rendite bei 2% gelegen. Noch besser hätten europäische Staatsanleihen mit einem Plus von 2,3% abgeschnitten.

Die Nettoaktienquote von knapp 30% (vgl. Mai 31%, April 31,5%) sei praktisch unverändert geblieben. Der US-Dollar sei auch im Juni weiter reduziert worden von netto 18,7% auf nunmehr 12,2%. Es sei der komplette Bestand in Höhe von 4,6% an zweijährigen US Treasuries verkauft worden. Die Kosten der US-Dollar Absicherung auf diesen Bestand sei mittlerweile teurer als die Rendite dieser Papiere.

DWS Concept Kaldemorgen habe den Monat mit einer Wertentwicklung von +1,87% abgeschlossen, wobei mit Ausnahme der Währungen alle Anlageklassen eine positive Kontribution hätten leisten können. Ohne Währungseffekt hätten Aktien einen Beitrag von 231 BP leisten können, Absicherungsgeschäfte hätten diesen Beitrag um -45 BP auf 186 BP reduziert. Die Aktienauswahl habe sich jedoch als vorteilhaft erwiesen. Top Performer seien AT&T und Allergan gewesen.

Eine starke Wertentwicklung hätten auch die Anleihen geliefert. In lokaler Währung hätten Unternehmensanleihen +36 BP beigetragen. Die drei Top Performer seien Netflix, CMA und Alcoa gewesen. Staatsanleihen hätten 21 BP zugelegt, wovon alleine Türkei Anleihen 17 BP erzielt hätten. Die stark reduzierte Short Position auf italienische Anleihen in Höhe von 0,8% habe den Fonds -4 BP gekostet. Gold in Euro mit einem Bestand von 7,8% habe 37 BP geliefert. Währungsverluste hätten sich auf -83 BP belaufen. Aufgrund von Absicherungsgeschäften habe der Verlust auf netto -52 BP reduziert werden können.

Die Erwartung sinkender Zinsen in den USA und Europa würden die Aktienmärkte vor sich her treiben. Seit Jahresbeginn zeichne sich aber in weiten Teilen der Weltwirtschaft eine schwächere Wirtschaftsentwicklung ab (gemessen an den sogenannten Purchasing Manager Indices). Die Abschwächung resultiere aus handels- und geopolitischen Unsicherheiten. Dies werde sich auch in der Gewinnentwicklung für das zweite Quartal niederschlagen. Angesichts der stark gestiegenen Kurse erhöhe dies die Gefahr von Rückschlägen am Aktienmarkt. Eine defensive Ausrichtung des Aktienportfolios sei ein Baustein um Risikovorsorge zu treffen. Etwa 60% der Aktienanlagen würden sich der Dividendenstrategie zuordnen lassen. Zur Balance seien 30% der Aktien digitalen Gewinnern zuzuordnen, würden also in die Kategorie Wachstum fallen.

Zur Stabilisierung des Portfolios im Falle von schärferen Korrekturen am Aktienmarkt baue DWS Concept Kaldemorgen auf vier Säulen. Zum einen eine größere Cash Position in Höhe von etwa 22%, sowie Gold (in Form von belieferbaren Zertifikaten) in Höhe von 8%. In zehnjährigen US Treasuries werde eine Position in Höhe von ca. 8% (nominal) aufgebaut. Ergänzt werde diese "Säulenstrategie" durch eine Devisenposition im Japanischen Yen in Höhe von 5%. Die Währung gelte allgemein als sicherer Hafen bei Turbulenzen am Kapitalmarkt. Damit seien etwa 42% des Portfolios in hochliquiden Anlagen investiert, die bei Rückschlägen am Aktienmarkt stabilisierend wirken würden. Die Netto US-Dollar Position werde in etwa um die 15%-Marke im Portfolio schwanken. (Stand vom 30.06.2019) (08.08.2019/fc/a/f)






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LU0599946893 DWSK00 146,57 € 134,50 €