DWS Concept Kaldemorgen-Fonds: Politische Börsen - Kurze Beine oder langer Atem? - Fondsanalyse


11.09.18 10:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Concept Kaldemorgen ist ein Multi-Asset-Fonds mit integriertem Risikomanagement, so die Experten von DWS.

Durch die flexible Allokation von Aktien und Anleihen in Verbindung mit dem Einsatz von Währungs- und Absicherungsstrategien solle die risikoadjustierte Rendite langfristig maximiert werden. Das Fondsmanagement strebe eine angemessene Beteiligung an steigenden Märkten und einen gewissen Schutz des Kapitals bei fallenden Märkten an. Die Schwankungsbreite des Fondsanteilswertes und mögliche Verluste in einem Kalenderjahr sollten im einstelligen Prozentbereich gehalten werden (keine Garantie).

"Politische Börsen haben kurze Beine", heiße es. Gemeint sei, dass politische Turbulenzen die Finanzmärkte oft nur für eine kurze Zeit beeinflussen würden. Doch was passiere, wenn diese Ereignisse immer häufiger und schneller nacheinander eintreffen würden? Genau diese Frage stelle Maurice Obstfeld, Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds (IWF) kürzlich in einem Gastbeitrag in der Zeitung"Die Welt". Seine Befürchtung: Die politischen Auseinandersetzungen könnten für die Weltwirtschaft zu einem Problem werden.

Ein aktuelles Beispiel für eine politisches Störfeuer: Der Absturz der Türkischen Lira. Spätestens die öffentliche Auseinandersetzung zwischen Donald Trump und Recep Tayyip Erdogan habe für eine starke Abwertung der türkischen Landeswährung gesorgt. Die Turbulenzen an der Währungsfront hätten auch die Aktienbörsen belastet - genau wie das Brexit-Votum oder drohende US-Strafzölle auf EU-Produkte. Auch sie hätten kurzfristig zu Irritationen an den Märkten geführt.

Positiv für Anleger: Die politischen Querelen hätten den Aufwärtstrend an den Börsen bislang nicht nachhaltig stören können. Mit Blick nach vorne sei jedoch Vorsicht geboten. "Gründe, weiterhin mit volatilen Märkten zu rechnen, gibt es genügend", würden auch die Anlagestrategen der DWS in ihrem aktuellen Ausblick erklären.

Klar sei, politische Auseinandersetzungen könnten für die Wirtschaft ein Risiko darstellen. Beispielsweise würden Zölle die Absatzchancen vieler Unternehmen drücken, Sanktionen würden zu steigenden Ölpreisen oder fallenden Devisenkursen (Türkische Lira) führen, die Unsicherheit aufgrund des Brexits verhindere oder verzögere Investitionen der Unternehmen.

Fakt sei aber auch, dass die Fundamentaldaten für die Weltwirtschaft weiter gut aussehen würden. So sei das ifo-Weltwirtschaftsklima im dritten Quartal zwar von 16,5 auf 2,9 Punkte gesunken, liege jedoch "weiterhin auf einem hohen Niveau", bilanziere ifo-Präsident Clemens Fuest. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) halte an seiner Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft von jeweils 3,9 Prozent in 2018 und 2019 fest.

Für Anleger entstehe so ein äußerst anspruchsvolles Umfeld. Politische Auseinandersetzungen könnten jederzeit auf die Börsen durchschlagen. "Die Wirtschaft brummt. Doch wir agieren etwas vorsichtiger an den Märkten. Die Politik ist ein Grund dafür", resümiere vor diesem Hintergrund Stefan Kreuzkamp, Chefanlagestratege der DWS.

Es böten sich daher Fondslösungen an, die auch in unruhigen Zeiten flexibel reagieren könnten. Moderne Mischfonds wie die DWS sie biete, würden sich auf wechselnde Marktphasen einstellen und das Kapital zwischen verschiedenen Anlageklassen umschichten. Eine ihrer Stärken: Sie würden Währungs- und Absicherungsstrategien einsetzen, die einen gewissen Schutz des Kapitals bei fallenden Märkten böten. Zudem könnten sie günstige Einstiegsgelegenheiten nach Kursrücksetzern für sich nutzen. (Analyse vom 04.09.2018) (11.09.2018/fc/a/f)






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