DWS Akkumula LC-Fonds: 12/2017-Bericht, kleines Plus - Fondsanalyse


01.02.18 11:30
DWS Investments

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Den Klassiker DWS Akkumula LC (ISIN DE0008474024 / WKN 847402) unter den DWS-Aktienfonds zeichnet eine flexible, nicht starr an Index-Gewichtungen orientierte Anlagepolitik aus - die Titelauswahl ist Stock Picking pur nach fundamentalem Ansatz, so die Experten von DWS Investments.

Das Fondsmanagement konzentriere sich auf Standardwerte, so genannte Blue Chips, rund um den Globus und achte dabei auf eine der Marktlage angemessenen Mischung substanzstarker und wachstumsorientierter Unternehmen.

Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher nur graduell auf Monatsbasis. Im letzten Monat habe es keine Veränderungen gegeben. Der Fokus auf Unternehmen mit nachhaltigen, wachstumsorientierten Geschäftsmodellen, soliden Bilanzen, starken Managements und attraktiven Bewertungen präge die Zusammensetzung weiterhin. Aufgrund dieser Kriterien würden sich Schwerpunkte bei Technologieunternehmen mit hoher Innovationskraft, Konsumfirmen mit starken Markennamen und Gesundheitswerten mit guten Forschungskapazitäten und neuen, vielversprechenden Medikamenten ergeben.

Dagegen würden Unternehmen aus dem Rohstoff- und Energiesektor sehr selektiv berücksichtigt, da oftmals mangelnde Disziplin bei der Kapazitätsausweitung und direkte Abhängigkeit von den Rohstoffpreisen nachteilig für die langfristige Kursentwicklung sein könnten. Daher seien beide Sektoren im Vergleich zum Gesamtmarkt untergewichtet. Dies gelte auch für die Versorgerbranche, wo regulatorische Eingriffe wie z.B. bei der Energiewende, ebenfalls zu Unsicherheiten führen würden. Dagegen bleibe die Positionierung in Japan neutral im Marktkontext. Ein weiteres Schwergewicht seien auch asiatische Technologiewerte, die oftmals an der Spitze des technologischen Fortschritts stünden.

Zusätzlich würden auch Gesundheitswerte stark gewichtet bleiben. Neben der attraktiven Positionierung vieler Unternehmen würden hier auch die relativ günstige Bewertung und die schwindende Unsicherheit über die Zukunft des amerikanischen Gesundheitssystems eine Rolle spielen. Auch Finanztitel seien im Portfolio wieder übergewichtet, da die Aussicht auf steigende Zinsen auch die Ertragsaussichten in diesem Sektor beflügeln sollte. Die deutlichen Bewegungen an den Währungsmärkten in den letzten Monaten hätten die Gewichtungen des Portfolios leicht in Richtung Europa verschoben. Allerdings bestehe hier der Fokus auf kontinentaleuropäischen Unternehmen. Größere aktive Währungswetten würden im Fonds weiterhin nicht eingegangen.

Der DWS Akkumula habe den Dezember mit einem kleinen Plus von 0,7% abgeschlossen und damit auf dem gleichen Niveau wie der MSCI Welt (total return, in Euro) mit einem Zuwachs von 0,6% gelegen. Im Berichtsmonat habe sich erneut die Auswahl der Einzelwerte in den meisten Sektoren ausgezahlt. Insbesondere in den schwergewichtigen Sektoren wie Finanzen, Technologie und Gesundheit habe so Mehrwert für das Portfolio erzielt werden können. Bei den Finanztiteln habe der Fokus auf amerikanische und asiatische Unternehmen gute Kursgewinne gebracht, ebenso wie bei asiatischen Technologiewerten. Innerhalb des Gesundheitssektors habe das Übergewicht bei Unternehmen aus dem Biotechnologiesegment, insbesondere in den USA, erfreuliche Zuwächse für den Fonds erzielt.

Dagegen habe sich die Konzentration auf japanische Telekomwerte im Dezember nachteilig ausgewirkt, da ein drohender Preiskrieg für Internetzugänge hier zu Kurseinbußen geführt habe. Aus sektoraler Sicht habe sich das niedrige Gewicht im Versorgersektor bezahlt gemacht, wo verschiedene Gewinnwarnungen die gesamte Branche deutlich belastet hätten. Auf der anderen Seite sei das niedrige Gewicht bei Energiewerten nachteilig gewesen, da dieser Sektor entgegen den bisherigen Trends in 2017 aufgrund steigender Ölpreise deutlich an Wert gewonnen habe. Das Bild bei Industriewerten sei gemischt gewesen, da die im Fonds vertretenen Fluggesellschaften wegen Streikdrohungen unter Gewinnmitnahmen gelitten hätten.

Trotz gewisser Verunsicherungen sowohl über anstehende politische Ereignisse als auch über die Konjunkturlage in den wichtigsten Ländern bleibe das Gesamtbild verhalten konstruktiv. In den USA würden die Belastungen aus dem starkem Dollarkurs und den schwachen Energiepreisen in bestimmten Industrien weiterhin abebben, zudem seien sowohl die Lage am Arbeitsmarkt als auch die Stimmung der Konsumenten weiterhin positiv. Dazu würden weiterhin die Hoffnungen auf ein neues wirtschaftspolitisches Programm unter Präsident Trump kommen. Dies sollte ausreichend Impulse für ein solides Wirtschaftswachstum in den USA liefern.

Die wirtschaftliche Situation in Europa habe sich stabilisieren können. Die Fiskalkonsolidierung lasse jedoch wenig Dynamik beim Wirtschaftswachstum zu. Hinzu komme, dass der Austritt von Großbritannien aus der EU für Unsicherheit in Europa sorgen könnte. Deren Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum seien nicht klar. Die Schwellenländer stünden weiterhin vor großen Herausforderungen, sollten jedoch aller Voraussicht nach ein weiterer, aber eher mittelfristiger Treiber der Weltkonjunktur bleiben. Kurzfristige Schwankungen bei Schwellenländer-Investments würden sicher auch für die Zukunft zu erwarten sein. Die aktuelle geopolitische Lage werde weiterhin sehr genau beobachtet.

Ein anderer Aspekt komme hinzu: Bei historisch gesehen weiterhin niedrigen Zinsen und der überdurchschnittlich guten Entwicklung vieler Rentenmärkte in den letzten Jahren seien Anleger weltweit auf der Suche nach "Rendite". Die Rotation von Renten in Aktien aus Mangel an Anlagealternativen könne zumindest strategisch die Aktienmärkte weiter unterstützen. Voraussetzung dafür sei eine weiterhin expansive Geldpolitik der Zentralbanken. Gerade in Europa stünden die Vorzeichen hierfür noch gut. Entsprechende Zuflüsse zu Aktienfonds oder Änderungen der Vermögensallokation bei Versicherungen und Pensionsfonds seien deswegen weiterhin genau zu beobachten. (Stand vom 31.12.2017) (01.02.2018/fc/a/f)





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