DWS Akkumula-Fonds: Keine Technologieblase, aber sehr ambitionierte Bewertungen


16.07.21 13:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Sind Aktien generell zu hoch bewertet? Haben sich die Börsen von der Realwirtschaft abgekoppelt, beispielsweise die Technologiewerte? Nein, meint Andre Köttner, Co-Leiter Aktien bei der DWS und Fondsmanager des global anlegenden Aktienfonds DWS Akkumula, der unlängst seinen 60. Geburtstag feierte.

Eine generelle Technologieblase sehe er nicht. "Die Branche ist sehr heterogen", so Köttner. Natürlich gebe es Unternehmen, die derzeit mit dem 30- bis 40-Fachen ihres Umsatzes gehandelt würden und die es wohl nicht schaffen würden, die hochgesteckten Erwartungen zu erfüllen.

Andererseits gebe es große Unternehmen mit einer monopolartigen Stellung und hohen Cash-Flows, deren Bewertungen durchaus noch greifbar seien. Klar sei aber auch: Die Einschätzung der Bewertung von Aktien hänge stark von der Höhe der realen Renditen ab. Seit Mitte der 2010er Jahre zeige sich eine deutliche negative Korrelation zwischen Realrenditen und der Aktienbewertung: Sinkende reale Renditen hätten die Bewertungen von Aktien, speziell von Technologieaktien, in die Höhe getrieben.

Daran dürfte sich grundsätzlich erst einmal nichts ändern. Zumindest so lange nicht, so lange die Zentralbanken bei ihrer lockeren Geldpolitik bleiben würden. Viel Kurspotenzial sehe die DWS bei dem derzeitigen Kursniveau dennoch nicht, zumindest nicht auf Index-Level. Aussichtsreich erscheinen derzeit neben Technologiewerten, die mit der Qualität ihres Wachstums überzeugen können, europäische Nebenwerte sowie einzelne zyklische Subsektoren wie Autos und Minenwerte, so die Experten der DWS.

Aktien USA
Wirtschaftliche Erholung und Kursdynamik dürften Zenit erreicht haben

- Während die Erholungsdynamik am Arbeitsmarkt noch zunehme, dürfte die Wirtschaft den Höhepunkt der Wachstumsdynamik im zweiten Quartal überschritten haben.
- Der Leitindex S&P 500 habe ein fulminantes erstes Halbjahr hingelegt, die Bewertungen seien äußerst ambitioniert.
- Dass die Kurse sich im zweiten Halbjahr weiter derart positiv entwickeln würden, scheine unwahrscheinlich.

Aktien Deutschland
Kurspotenzial wohl weitgehend ausgereizt

- Die deutsche Wirtschaft sei weiter auf Erholungskurs. Einer der wichtigsten Konjunkturindikatoren, der ifo Index, habe sich im Juni erneut verbessert, von 99,2 auf 101,8 Punkte.
- Der Leitindex DAX sei in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf eine Wertentwicklung von gut 13 Prozent gekommen.
- Die DWS sehe momentan wenig Aufwärtspotenzial auf Indexebene. Ausgewählte Nebenwerte dürften aussichtsreicher sein als Standardtitel.

Aktien Eurozone
Starkes Wirtschaftswachstum - Dividenden dürften im zweiten Halbjahr die Haupt-Renditebringer sein

- Der Impffortschritt mache sich in der Wirtschaft immer stärker bemerkbar. Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone signalisiere ein Wachstum der Wirtschaft wie schon seit 15 Jahren nicht mehr.
- Der EURO STOXX 50 habe im ersten Halbjahr 2021 zu den Top-Performern unter den Aktienmärkten gehört.
- Die Chancen auf deutliche Kurssteigerungen im zweiten Halbjahr dürften begrenzt, Dividenden die Hauptrenditebringer sein.

Aktien Schwellenländer
Größtes Kurspotenzial in asiatischen Schwellenländern

- Die Aktienmärkte der Schwellenländer, insbesondere die asiatischen, hätten im ersten Halbjahr nicht mit der Wertentwicklung der Industrieländer mithalten können.
- Für die DWS würden asiatische Schwellenländer für das zweite Halbjahr dennoch die bevorzugte Anlageregion mit den höchsten Renditechancen bleiben.
- Für die Region würden ein erwartetes Gewinnwachstum von 40 Prozent, solide Unternehmensbilanzen, kauffreudigen Konsumenten und überproportional viele aussichtsreiche Technologieunternehmen sprechen. (Ausgabe vom 09.07.2021) (16.07.2021/fc/a/f)





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