DNCA Value Europe-Fonds: 02/2020-Bericht, Performance von -12,91% seit Jahresbeginn - Fondsanalyse


17.03.20 11:30
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Value Europe ist bestrebt, den folgenden Index zu übertreffen: STOXX Europe 600 Net Return über den empfohlenen Anlagezeitraum, so die Experten von DNCA Investments.

Der Monat Februar habe das Ende der seit Jahresbeginn an den Aktienmärkten herrschenden Euphorie eingeläutet. Der plötzliche Einbruch der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte (der stärkste Rückgang seit 2008) vor dem Hintergrund der Verunsicherung über die Ausbreitung des Coronavirus habe kein einziges Segment und keine Branche unverschont gelassen. Die Nettorendite des STOXX 600 sei um -8,3% auf - 10,7% YTD gefallen. Auch die Volatilität und die Risikoprämien (sowohl an den Aktien- als auch den Kreditmärkten) hätten zu einem Höhenflug angesetzt. Nunmehr würden alle Sektoren in den roten Zahlen stecken, mit Ausnahme der Versorger, die seit Jahresbeginn mit einer Performance von +8,6% aufwarten könnten. Der Tourismus- und Freizeitsektor (Flugverkehr, Reiseveranstalter, Hotels, Kino, Kreuzfahrten), der Erdölsektor (steigende Lagerbestände und fallende Preise der Rohstoffe) sowie die am stärksten von China abhängigen Branchen (entweder direkt oder über ihre Supply Chain) hätten natürlich am meisten gelitten.

In den Vereinigten Staaten, China und Europa seien außerordentliche Stützungsmaßnahmen angekündigt worden, die in Form der Aktivierung von geld- und haushaltspolitischen Hebeln verabreicht würden (insbesondere fiskalische Maßnahmen). So habe die FED eine überraschende Senkung ihrer Leitzinsen um 50 Basispunkte angekündigt und damit die Panik an den Märkten mit Blick auf die Schwere der Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie auf das Weltwirtschaftswachstum geschürt. Diese Bewegung habe einen allgemeinen Rückgang der Renditen von Staatsanleihen ausgelöst und eine Abschwächung des Dollar bewirkt. Eine Folge dieser Entwicklung sei, dass sich die Dichotomie zwischen so genannten Wachstumstiteln (Visibilität, Qualität, lange Laufzeit und defensiver Status) und den so genannten "Value"-Werten (zyklisch und zinssensitiv) ein weiteres Mal verstärke.

Die erfreulichen Publikationen der Unternehmen seien vor diesem Gesamtbild in den Hintergrund gerückt. Das Engagement des DNCA Value Europe-Fonds in den Bereichen Freizeit (-12,8%), Seefracht, Erdöl (-13,3%) und Banken (-8,4%) habe die Performance des Fonds deutlich belastet. Dagegen zeigte sich, dass unser Exposure gegenüber den defensiven und inländischen Sektoren wie Versorgern (-3%), Telekommunikation (-6,9%) und Lebensmitteleinzelhandel von Vorteil war, so die Experten von DNCA Investments.

Die besten Performancebeiträge seien gekommen von: TF1 (+1,6%), Deutsche Telekom (+1%) und Bouygues (-0,7%). Bei den Werten, die einen negativen Performancebeitrag geleistet hätten, handle es sich um: ISS (-26%), Babcock (-26,4%) sowie TUI (-20,6%).

Die mangelnde Transparenz in Bezug auf das Ausmaß und die Dauer der wirtschaftlichen Turbulenzen (kombinierte Wirkung eines Nachfrage- und Angebotsschocks) habe die Experten von DNCA Investments veranlasst, die defensive Ausrichtung des Portfolios durch die Aufnahme von neuen Aktien wie Danone und Airbus ins Portfolio zu stärken. Dagegen hätten die Experten ihre Position in Allied Irish Bank aufgelöst, nachdem die Bank für einen Rechtsstreit Rückstellungen in Höhe von 300 Millionen Euro gebildet und eine Dividendenkürzung in Aussicht gestellt habe. Der starke Rückgang des Aktienkurses nach den Wahlen in der Republik Irland gab unserer Entscheidung Nachdruck, so die Experten von DNCA Investments. Den Erlös aus der Veräußerung der Linie hätten die Experten in Banco Santander investiert.

Schließlich sei zu vermerken, dass die Experten von DNCA Investments ihre Positionen in TUI und Cineworld trotz des starken Exposures dieser Unternehmen gegenüber den Folgen von Covid-19 beibehalten hätten. Die Experten würden glauben, dass die Epidemie die langfristigen Investment Cases nicht infrage stelle, auch wenn das Jahr 2020 sicherlich einen Rückgang ihrer Ergebnisse und eine Belastung ihrer Bilanzen bringen werde, was man bereits zum Teil an der Aktienmarktperformance Niederschlag ablesen könne. (Stand vom 28.02.2020) (17.03.2020/fc/a/f)





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