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DNCA Invest Venasquo-Fonds: 09/2018-Bericht, Wertverlust von 0,75% - Fondsanalyse


01.11.18 10:00
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Ziel des Teilfonds DNCA Invest - Venasquo (ISIN LU1526313165 / WKN A2JK5F) ist eine positive Wertentwicklung, die den folgenden zusammengesetzten Index übertrifft: 50% EURO STOXX 50 Net Return + 50% EONIA, so die Experten von DNCA Investments.

Unter normalen Marktbedingungen sei das Team des Anlageverwalters bestrebt, dieses Ziel mit einer durchschnittlichen Volatilität von jährlich rund 10% zu erreichen.

Die Aktienmärkte hätten sich im September nur geringfügig bewegt, wie auch an der Hausse von 0,27% des EURO STOXX 50 NR abzulesen sei. Diese weitgehende Stabilität der Märkte habe sich in einem Kontext ergeben, in dem zwar die Veröffentlichungen von Unternehmensergebnissen freundlich orientiert gewesen seien, das wirtschaftliche und vor allem politische Umfeld sich jedoch weiter eingetrübt habe. Nennenswert in diesem Zusammenhang seien insbesondere die Fortschreibung einer protektionistischen Politik durch Donald Trump, die den Welthandel beeinträchtigen könnte, die Anzeichen für eine wirtschaftliche Verlangsamung in China oder auch politische Risiken in Europa (BREXIT und zum Monatsende hin Italien) gewesen.

VENASQUO habe im September -0,75% eingebüßt, während der Referenzindex (25% EURO STOXX 50 NR + 75% EONIA) insgesamt 11 BP habe zulegen können. Eine Erklärung für diese rückläufige Entwicklung böten im Wesentlichen die Kursrückgänge einiger der Überzeugungswerte wie z.B. STM (-11% im Monatsverlauf), SOPRA (-10% im Monatsverlauf) oder auch Publicis (-7%). Diese Kursrückgänge seien eher eine Folge des Investor-Sentiments oder auch der Investmentansätze als die Konsequenz von Korrekturen gewesen, zu denen es aufgrund der Ergebnisse gekommen sei.

Der Aktienmarkt entfalle heute eindeutig in zwei verschiedene Lager: auf der einen Seite stünden die Unternehmen, die sehr teuer seien, da man sie als Safe-Haven-Werte ansehe. Auf der anderen Seite stünden Unternehmen mit hohen Kursabschlägen, da man sie als zu stark risikobehaftet betrachte. Trotz einer bisher schlechten Performance biete diese Konfiguration einem begrenzt direktionalen Fonds wie VENASQUO relativ attraktive Anlagechancen.

Das Portfolio sei entweder Value-orientiert und somit in Wertpapieren ausgezeichneter Qualität investiert (Saint-Gobain, Atos, Bouygues, Publicis, usw.) (50% der Long-Positionen würden einen KGV 2019 von etwa 10x ausweisen und eine FCF-Rendite von etwa 10% besitzen) oder gegenüber Unternehmen positioniert, deren Kennzahl Bewertung/Wachstum vom Markt unterschätzt werde, so wie dies z.B. bei Werten der Fall sei, die spürbar vom "Digital Manufacturing"-Trend profitieren würden, wie ABB, Schneider, STM oder auch Siemens. Die Reduzierung dieser Bewertungsdichotomie werde dem Fonds in den kommenden Wochen und Monaten Performance eröffnen. Der Bewertungsabschlag der Long-Positionen gegenüber den Short-Positionen liege in Bezug auf die für 2019 angesetzten Zahlen bei etwa 50%.

Die Experten hätten ihr um das Beta bereinigte Nettoexposure auf 54,5% angehoben, gegenüber 30,9% im Vormonat. Diese Anhebung sei eine Folge des Bewertungsniveaus einiger der Portfoliounternehmen, das aus ihrer Sicht wirklich einen zu starken Bewertungsabschlag beinhalte, als dass eine besonders starke Absicherung erforderlich wäre. Dies beziehe sich selbstverständlich nur auf die vorstehend angesprochenen besonders stark Value-orientierten Unternehmen. In jedem Fall und auch im Einklang mit der dem Fonds zugrunde liegenden Logik bleibe das Nettoengagement auf einem dem Referenzindex entsprechenden Niveau (50%). Folglich werde die relative Performance unserer Portfoliowerte in den kommenden Wochen den wesentlichen Anteil der Performance von VENASQUO erklären und nicht die vom Markt eingeschlagene Richtung. (Stand vom 01.10.2018) (01.11.2018/fc/a/f)