DNCA Invest Venasquo-Fonds: 07/2021-Bericht, Wertsteigerung von 1,06% - Fondsanalyse


08.09.21 10:20
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Venasquo strebt eine positive Performance an, die über dem folgenden zusammengesetzten Index liegt: 50% EURO STOXX 50 Net Return + 50% EONIA, so die Experten von DNCA Investments.

Das Team des Anlageverwalters ("Team") bemühe sich, dieses Ziel über den empfohlenen Anlagezeitraum mit einer durchschnittlichen jährlichen Volatilität von rund 10% unter normalen Marktbedingungen zu erreichen.

Die Aktienmärkte hätten sich im Juli weiterhin in einer Stabilisierungsphase befunden und der EURO STOXX 50 sei im Monatsverlauf um 0,7% gestiegen. Die Marktpositionierung sei nach wie vor uneinheitlich, da die Meldungen über die Pandemie die Befürchtung einer Verlangsamung der Tätigkeit in den kommenden Monaten schüren würden. Diese Befürchtungen und die Auswirkungen auf bestimmte Wirtschaftszweige (Handel, Reiseverkehr) seien nicht zu übersehen, aber nach 18 Monaten Pandemie sei auch eine gewisse Vorsicht geboten, wenn es darum gehe, Schlussfolgerungen aus der Entwicklung einer Variante zu ziehen. Die verschiedenen Wellen hätten nicht die gleichen wirtschaftlichen Auswirkungen gehabt und diese Welle werde wahrscheinlich ihre eigenen Merkmale haben (jüngere Bevölkerung, höhere Impfrate, schnellere Entwicklung).

In diesem Umfeld stellen wir fest, dass die Zinsmärkte mit einer 10-jährigen US-Anleihe, die 1,2% erreicht hat (ein Rückgang von mehr als 50 Basispunkten in vier Monaten), und einer Bundesanleihe, die auf ein Niveau zurückgekehrt ist, das seit Februar letzten Jahres nicht mehr erreicht wurde (-45 Basispunkte), weiter an Wert gewonnen haben, so die Experten von DNCA Investments. Diese Positionierung stehe im Gegensatz zu den Reden der Unternehmen, die begonnen hätten, ihre Ergebnisse für das erste Halbjahr zu veröffentlichen und sich zum Ende des Jahres zu äußern.

Die Interpretation der Experten von DNCA Investments dieser Ergebnisse sei, 1. dass die große Mehrheit der europäischen Unternehmen die bereits nach oben korrigierten Schätzungen übertreffe; 2. dass die Botschaften zu H2 relativ enthusiastisch seien, was die Volumina angehe (Industrie, Bauwesen, Medien, Technologie); 3. dass die Inflation gut in die B2B-Geschäftsmodelle integriert sei, aber eine Schwierigkeit für den Konsum darstelle; 4. dass die Ausführung in den kommenden Quartalen eine Herausforderung bleiben werde, aber dass dies in diesem Stadium keine Quelle für eine Verschlechterung der Gewinne sei (Auto, Setzlinge).

VENASQUO sei um 1,06% gestiegen gegenüber 0,37% für seinen Referenzindex (50% EONIA/50% EURO STOXX 50 NR). Diese Leistung habe in erster Linie auf hervorragenden Veröffentlichungen in den Bereichen TMT und Bauwesen beruht. Im TMT-Bereich hätten die Experten von DNCA Investments insbesondere vom Anstieg von Cap Gemini profitiert (+12,5%, 7,4% des Portfolios), dessen Wachstum stärker als erwartet ausfalle, da sich die Krise ihrem Ende nähere. Die Nachfrage nach Digitalisierung in Verbindung mit einer starken Erholung im Maschinenbaugeschäft habe es den Experten von DNCA Investments ermöglicht, ihre Jahresziele anzuheben, insbesondere in Bezug auf den freien Cashflow (plus 15%). Angesichts eines Umsatzwachstums von über 5% und der Integration von Altran, die sich in die richtige Richtung entwickle, seien die Experten von DNCA Investments der Ansicht, dass Cap Gemini immer noch über ein beträchtliches Börsenpotenzial verfüge (40% Abschlag gegenüber Accenture in PE 21&22).

Ipsos (+13%; 2,5% des Portfolios) habe im ersten Halbjahr ebenfalls deutlich über den Erwartungen liegende Ergebnisse geliefert und beschreibe ein Umfeld, in dem die Nachfrage nach Marktforschungsaktivitäten strukturell zunehme. Diese Konstellation scheine den Experten von DNCA Investments nicht mit einer attraktiven Bewertung (KGV 21 11,5x) und einer günstigen Umgestaltung der Unternehmensführung vereinbar zu sein. In der Tat scheine die Wahl von Nathalie Roos als neue CEO auf den ersten Blick positiv zu sein (externes Profil, breite Erfahrung im Bereich der Verbraucherprodukte, die immer noch ein Viertel der Kunden von Ipsos ausmachen würden).

Bei den Sämlingen schließlich hätten ASMI und STM trotz der Ausführungsbeschränkungen eine günstige Umgebung beschrieben. Die Bewertung von STM scheine den Experten zum jetzigen Zeitpunkt die Aussagen des Unternehmens zum Umsatzwachstum und zur Bruttomarge in den nächsten 18 Monaten teilweise zu ignorieren.

Im Baubereich hätten die Experten von DNCA Investments von einer positiven Veröffentlichung von Saint-Gobain (+8,5%, 6,7% des Portfolios) profitiert. Die Ergebnisse des ersten Halbjahres hätten immer noch deutlich über den Erwartungen gelegen (mehr als 7% trotz der im Juni vorgenommenen Heraufsetzung der Prognosen) und die Aussichten für das zweite Halbjahr seien beruhigend (insbesondere hinsichtlich der Preisgestaltung). Die nächste wichtige Veranstaltung werde der Investorentag am 6. Oktober sein. Trotz der Performance der Aktie sei festzustellen, dass Saint-Gobain im vergangenen Jahr nur eine geringe Wertsteigerung erfahren habe. Wenn das Management uns vom Wachstumspotenzial des Unternehmens überzeugen kann, verdient Saint-Gobain unserer Meinung nach eine Bewertung, die mindestens 50% über dem aktuellen Niveau liegt, so die Experten von DNCA Investments.

Der Anteil von VENASQUO habe am Ende des Monats bei 62,8% gelegen. Dieser Anstieg lässt sich durch die Neutralisierung unserer indirekten Short-Position in LVMH erklären, so die Experten von DNCA Investments. Nach einer außergewöhnlichen Veröffentlichung in der ersten Jahreshälfte würden die Experten feststellen, dass LVMH heute das preiswerteste Unternehmen unter den Unternehmen mit hohem Multiplikator in den Indices sei, obwohl es viel bessere Ergebnisse liefere. Kering bleibe die Spitzenposition der Experten von DNCA Investments im Bereich Luxusgüter. Da sich die Gewinnsaison dem Ende zuneige, sähen die Experten optimistische Nachrichten von den meisten Unternehmen, mit Ausnahme der Konsumgüterindustrie (Preis- und damit Margenprobleme). Automobile, Baumaterialien, IT-Dienstleistungen, Saatgut, Medien und Industriewerte würden im Portfolio bevorzugt bleiben. (Stand vom 04.08.2021) (08.09.2021/fc/a/f)