DNCA Invest - Value Europe-Fonds: 02/2019-Bericht, Performance von +7,92% seit Jahresbeginn - Fondsanalyse


01.04.19 13:30
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest - Value Europe ist bestrebt, den folgenden Index zu übertreffen: STOXX Europe 600 Net Return über den empfohlenen Anlagezeitraum, so die Experten von DNCA Investments.

Die Indices hätten die seit Jahresbeginn verzeichnete Erholung weiter fortgesetzt.

Ein Blick auf die Wirtschaftslage zeige, dass sich die Indices der Industrieproduktion in Europa weiter verschlechtern würden, eine Entwicklung, die mit der Stabilität des Konsumklimas kontrastiere. Vor allem in Italien sei ein deutlicher Rückgang der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe zu verzeichnen. Die Brexit-Verhandlungen mit Theresa May würden weitergehen. Die Premierministerin verhandle hartnäckig eine Annahme ihres Plans im britischen Parlament, während sich die englische politische Szene mit der Entstehung eines neuen politischen Zentrums aus enttäuschten Mitgliedern der Labour Party und der Konservativen zunehmend zersplittere. Die damit verbundene Unsicherheit belaste die Märkte, an denen seit Anfang des Jahres Mittelabflüsse zu beobachten seien.

Auf globaler Ebene sei festzuhalten, dass die Verhandlungen über das Handelsabkommen zwischen China und den Vereinigten Staaten weiter anhalten würden. Die Märkte nähmen ihrerseits bereits einen günstigen Ausgang der Verhandlungen zu Protokoll.

Über 75% der Ergebnisse der Unternehmen des STOXX 600 lägen nunmehr vor und würden eine Tendenz bestätigen, die nicht ganz so negativ ausfalle, wie noch Ende 2018 erwartet. Hinzu komme, dass die Geschäftsführungen in Bezug auf die Entwicklungen in ihren Geschäftsbereichen beruhigende Stellungnahmen veröffentlichen würden.

In Sektoren wie der Automobil-, Telekommunikations- und Medienbranche seien auch weiterhin rückläufige Märkte und/oder ein nach wie vor sehr starker Wettbewerb zu erwarten. Was den Automobilsektor betreffe, seien alle Augen auf China gerichtet, wo die Umsätze seit dem 3. Quartal Monat für Monat zurückgehen würden. Allerdings dürfte sich die Lage dort im Zuge der Normalisierung der Lagerbestände zum Ende des ersten Halbjahres hin erneut stabilisieren.

Die zyklischen Sektoren, in denen es Ende 2018 zu deutlichen Kursrückgängen gekommen sei, würden ihre Erholung zulasten von stärker defensiv ausgerichteten High-Yield-Sektoren wie der Telekommunikation fortsetzen. Hinzu komme der Trend bei den Anlegern, trotz der dort verzeichneten hohen Bewertungsmultiplen immer und immer wieder Wachstumsunternehmen zu bevorzugen, die in Bezug auf die Perspektiven gute Sichtbarkeit bieten würden.

Die Banken hätten ihrerseits insgesamt gesehen recht gute Ergebnisse vorgelegt, doch falle die Ertragssteigerungsdynamik unverändert gering aus. Ein Geldwäscheskandal, bei dem Handelsgeschäfte über ihre baltischen Tochtergesellschaften geleitet worden seien, habe skandinavische Banken wie Danske Bank, Swedbank und kürzlich Nordea belastet. Im Übrigen seien die ersten Auswirkungen des bevorstehenden neuen Basel-IV-Regelwerks zum harten Kernkapital (Common Equity Tier 1) spürbar.

Die Anleger würden dabei der Société Générale (-0,65%) seit Jahresbeginn ganz besonders die kalte Schulter zeigen. Der Markt habe Zweifel an der Fähigkeit der Bank, ausreichend Eigenkapital generieren zu können, um im Jahr 2020 ein Ct1 von 12% ausweisen zu können. Die Bank habe den Markt mit einem Plan zur Erreichung dieses Ziels beruhigen wollen. Allerdings beinhalte dieser Plan die Veräußerung von mehr Aktiva als erwartet sowie eine deutlich stärkere Senkung der Kosten bei den Marktaktivitäten.

Die Performance des Fonds habe unter der kräftigen Kurskorrektur von Publicis gelitten. Dieses Unternehmen habe zwar einen Anstieg der Marge verzeichnen können, ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 400 Mio. Euro sowie eine Erhöhung der Dividende um 6% angekündigt, jedoch das für das 4. Quartal erwartete Umsatzwachstum bei weitem nicht erreichen können.

DNCA Invest Value Europe setze seine Strategie weiter fort und halte an einem vorsichtigen Ansatz gegenüber zyklischen, wenig liquiden und verschuldeten Werten fest. Der Fonds habe im Laufe des Monats +3,43% zugelegt, während der STOXX 600 ein Plus von 4,15% verzeichnet habe.

Das Performance-Spitzentrio habe bestanden aus: UniCredito (+18,6%), TF1 (+17,2%), SBM Offshore (+15%) sowie Dassault Aviation (+13,7%)

Performanceschlusslichter seien im Berichtsmonat gewesen: Fresnillo (-18%), Smiths Group (-9,4%), Publicis (-8,5%) und Deutsche Boerse (-4,4%). (Stand vom 28.02.2019) (01.04.2019/fc/a/f)






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