DNCA Invest - South Europe Opportunities-Fonds: 08/2018-Bericht, Wertverlust von 5,99% - Fondsanalyse


03.10.18 12:30
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der DNCA Invest - South Europe Opportunities-Fonds (ISIN LU0284395638 / WKN A0MLK5) ist bestrebt, den folgenden zusammengesetzten Index (Nettorendite) zu übertreffen: 55% FTSE MIB, 40% IBEX, 5% PSI20, berechnet mit reinvestierten Dividenden über den empfohlenen Anlagezeitraum, so die Experten von DNCA Investments.

Nach einem ermutigenden Sommerbeginn seien im August die Gewinne an den italienischen (FTSE MIB -8,76%), spanischen (IBEX 35 4,78%) und portugiesischen Märkten (PSI 20 -3,51%) zunichte gemacht worden. Die Spannungen im Handel mit den Vereinigten Staaten, das verlangsamte Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern sowie der Brexit hätten einen Großteil der europäischen Börsen belastet. Einige Aktien südeuropäischer Unternehmen hätten ganz besonders stark unter den Turbulenzen um die Türkei und Argentinien sowie unter dem Einsturz der Brücke Morandi in Genua leiden müssen.

Die Entwicklungen in den Schwellenländern hätten vor allem die Banken UniCredit und BBVA, den Sicherheitsdienstleister Prosegur sowie Telefónica belastet. Das Infrastrukturunternehmen Atlantia, Verwalter von Autostrade per l‘Italia und für die Brücke verantwortlich, habe nach den Äußerungen von Verantwortlichen der populistischen Partei, die eine unmittelbare Beendigung der Konzession verlangt hätten, ein Drittel seines Wertes eingebüßt, was auch den Kurs eines anderen Branchenunternehmens, Società Iniziative Autostradali e Servizi, in den Keller gedrückt habe.

Die Anschuldigung der Europäischen Union, der man eine vorgebliche Senkung der Infrastrukturausgaben vorwerfe, sowie die von den politischen Verantwortlichen unter den Populisten gestellten Forderungen nach zunehmend größerem haushaltspolitischen Handelsspielraum hätten die Verunsicherung der Anleger über das künftige Haushaltsdefizit erhöht, was die Rendite der zehnjährigen italienischen Staatsanleihe über die 3%-Schwelle hinaus habe ansteigen lassen. Auch Atlantia, UniCredit, Intesa Sanpaolo und Banco Santander hätten die Fondsperformance gebremst. Unterstützung habe die Performance dagegen durch Moncler, Finecobank, Fiat und die beiden italienischen Werte erhalten, die die Experten erst kürzlich ins Portfolio aufgenommen hätten: den Spezialisten für die Klima- und Kühlsystemkontrollgeräte Carel sowie den Experten für Diagnose- und Analysesysteme DiaSorin.

DNCA Invest South Europe Opportunities habe damit im Berichtsmonat 5,99% eingebüßt, gegenüber einem Rückgang des Referenzindexes um 6,91% (nach Wiederanlage der Dividenden). Die Experten hätten sich zu Beginn des Berichtsmonats von den Restpositionen in Buzzi und Tubacex getrennt. Desgleichen hätten sie unmittelbar nach dem Unglück ihre Linien in Atlantia und Sias halbiert. Die Volatilität des italienischen Aktienmarktes dürfte im Zuge der Verhandlungen über den kommenden Haushalt weiter anhalten.

Ein positiver Ausgang sei allerdings nicht ganz auszuschließen: Die beiden Regierungsparteien dürften durchaus ein Interesse daran haben, sich bis zu den Europawahlen im kommenden Mai zusammenzuraufen, um einen Teil ihrer Wählerschaft zufrieden zu stellen, ohne sich dabei zu weit von den Budgetzielvorgaben von Brüssel zu entfernen. In diesem Sinne könnte das nach einer (ohne Wechselkursauswirkungen) insgesamt ermutigenden Berichtssaison heute ausgewiesene Bewertungsniveau durchaus einen interessanten Einstiegspunkt bilden. (Stand vom 31.08.2018) (03.10.2018/fc/a/f)






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