DNCA Invest Miuri-Fonds: 04/2021-Bericht, Performance von +3,65% seit Jahresbeginn - Fondsanalyse


01.06.21 11:00
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Miuri strebt eine höhere jährliche Wertentwicklung als den risikofreien Satz des EONIA-Satzes an, so die Experten von DNCA Investments.

Das Team des Anlageverwalters ("Team") bemühe sich, dieses Ziel über den empfohlenen Anlagezeitraum mit einer durchschnittlichen jährlichen Volatilität von rund 5% unter normalen Marktbedingungen zu erreichen.

Die Aktienmärkte hätten sich im April als solide erwiesen, was man auch an der Entwicklung des EURO STOXX 50 NR ablesen könne, der im Monatsverlauf um insgesamt 1,6% zugelegt habe. Dieser Anstieg stütze sich auf eine Aufholbewegung der defensivsten Sektoren (STOXX 600 food & beverages +4,3%) sowie auf Gewinnmitnahmen in einigen Industriesektoren (STOXX 600 Auto -4,6%), die eine Art Echo zu der Pause im Anstieg der langfristigen Zinsen (US 10Y auf -20 Bp) gebildet hätten.

Über die kurzfristigen Kurssteigerungen hinaus hätten die von den Unternehmen veröffentlichten Kommuniqués zu den Gewinnentwicklungen des 1. Quartals die prozyklische Positionierung der Experten von DNCA Investments bestätigt. Die Experten würden zwar nach wie vor nicht die logistischen Probleme der Unternehmen aus den Augen verlieren, seien jedoch der Ansicht, dass das Umfeld aus aktueller Sicht unverändert für Sektoren, die von der Wiedereröffnung der Wirtschaft (Medien), den Konjunkturprogrammen (Bau, Industrie) und den angehäuften Ersparnissen (Automobil) profitieren würden, positiv sei.

Die Experten von DNCA Investments würden feststellen, dass in dieser Phase des Jahres die Konsenserwartungen zu vorsichtig ausgefallen seien und zahlreiche Unternehmen ihre Jahresprognosen bereits angehoben hätten. Noch wichtiger ist allerdings, dass die Daten des 2. Quartals diesen Trend zu bestätigen scheinen, während die Wiedereröffnung der Wirtschaft und die Konjunkturpakete die Entwicklung im zweiten Halbjahr unterstützen werden, so die Experten von DNCA Investments. Auf den Punkt gebracht heiße dies für die Experten, dass der Zyklus der Anhebung der Gewinnprognosen noch nicht zu Ende sei.

MIURI habe im Berichtsmonat -0,41% eingebüßt, gegenüber -0,04% für seinen Referenzindex (EONIA). Dieser Kursrückgang sei zum Teil auf ein Antizipationsphänomen zurückzuführen, das die Experten nach der beeindruckenden Performance einiger ihrer Positionen gut verstehen könnten. Allerdings würden sie dabei nicht den Bewertungsfaktor aus den Augen verlieren, eine der beiden historischen Säulen von MIURI, der die Experten veranlassen dürfte, bestimmte Kursentwicklungen zu relativieren.

Ein Beispiel: Ein Unternehmen wie LafargeHolcim habe seit Jahresbeginn einen Kursanstieg von 15% verzeichnet. Das Betriebsergebnis der Gruppe verzeichne für das 1. Quartal einen Anstieg um 130%, was für das Gesamtjahr eine deutlich zweistellige Steigerung impliziere. Betrachte man die langfristige Entwicklung, beschränke sich bisher die Rendite für den Aktionär seit der Ankunft von Jan Jenish als CEO im Oktober 2017 allein auf die Dividendenzahlungen (15% in vier Jahren). Gleichzeitig hätten sich die Gewinne um 39% erhöht, während die Nettoverschuldung um etwa 12% der Kapitalisierung gesunken sei, was andeute, dass der Aktienkurs 50% höher liegen könnte, ohne dass dies überraschen würde.

Die negative Performance im April sei ausschließlich dem Kursrückgang von Stellantis (6,7% des Portfolios; -6,4%) zuzuschreiben gewesen. Die Befürchtungen in Bezug auf eine Verknappung von Halbleitern hätten im Monatsverlauf im Zuge einer Reihe alarmierender Meldungen über die Schließung von Werken zugenommen. Die Unruhe habe ihren Höhepunkt mit der Ankündigung von Ford erreicht, dass die Produktion im 2. Quartal um 50% zurückgehen werde. Die Experten von DNCA Investments hätten im Laufe des Monats ihre Positionen nicht verändert und würden akzeptieren, dass es im Automobilsektor zu volatilen Kursentwicklungen komme.

Wenn wir unsere Einschätzung zusammenfassen müssten, würden wir sagen, dass die Rentabilität nie auf der Basis von Volumen erzielt wird (Renault-Nissan weist eine der niedrigsten Rentabilitäten der Branche aus) und dass es vielmehr erheblich wichtiger ist, die strukturellen Gründe näher zu betrachten, die den Markt dazu veranlassen, Stellantis mit dem Fünffachen der Gewinne für 2022 zu bewerten (40% Abschlag gegenüber General Motors, 50% Abschlag gegenüber Toyota), so die Experten von DNCA Investments. Der Grund scheine den Experten in der mangelnden Glaubwürdigkeit des Konzerns in Bezug auf seinen Transformationsprozess in Richtung Elektro zu liegen. Stellantis werde am 8. Juli die Gelegenheit haben, im Rahmen der Präsentation seiner Lösungen zu diesem Thema seine Vorteile offen zu legen. Die Experten würden diesbezüglich starke Entscheidungen/Ankündigungen seitens Carlos Tavares erwarten.

Im defensiven Segment des Portfolios seien vor allem drei wesentliche Veränderungen zu vermelden:

1. Die Experten hätten sich nach den Ankündigungen der US-Regierung von BAT getrennt. Die Bewertung des Unternehmens sei bis dahin das einzige Argument für das Unternehmen geblieben, während sich die Gewinndynamik in den letzten sechs Monaten verschlechtert habe und die Agenda für Menthol- und Nikotinwerte in weite Ferne gerückt, aber nur schwer zu quantifizieren sei.

2. Die Experten hätten ihre Position in AstraZeneca (2% des Portfolios) ausgebaut. Sie seien der Meinung, dass der Markt die Risiken im Zusammenhang mit der Übernahme von Alexion vom Markt gut verstanden habe und diese Risiken nicht die spezifische Dynamik des AstraZeneca-Portfolios vergessen lassen sollten. Im Übrigen würden die Experten erwarten, dass der politische Lärm um den Covid-Impfstoff in den kommenden Monaten abklingen werde.

3. Die Experten hätten Deutsche Post ins Portfolio aufgenommen. Sie seien davon überzeugt, dass einige der Gewohnheiten, die die Haushalte während der Lockdowns in Bezug auf die Hauszustellung angenommen hätten, weiter anhalten dürften, da eine Erholung der Wirtschaft stets günstige Auswirkungen auf die Logistikbranche habe. Der Konzern gebe sich für das Jahr zuversichtlich und werde mit einem deutlichen Abschlag gegenüber seinen nordeuropäischen Peers gehandelt.

Das Nettoexposure von MIURI habe zum Monatsende bei 12% gelegen. Unser um das Beta bereinigtes Nettoengagement erreicht 23% und spiegelt unsere Vorliebe für zyklische Aktien wider, deren Gewinndynamik aus unserer Sicht der Markt zu unterschätzen scheint, so die Experten von DNCA Investments. Die Experten würden Automobil, Baustoffe, IT-Dienstleistungen, Medien und Industrie bevorzugen. Im Einklang mit der DNA von MIURI werde die Aktienauswahl weiterhin der Haupttreiber der Fondsperformance sein. (Stand vom 30.04.2021) (01.06.2021/fc/a/f)





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