DNCA Invest - Infrastructures (LIFE)-Fonds: 08/2018-Bericht, Performance von -5,65% - Fondsanalyse


02.10.18 11:00
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest - Infrastructures (LIFE) (ISIN LU0309082369 / WKN A0M2K0) ist bestrebt, den MSCI Europe Infrastructure Net Index über den empfohlenen Anlagezeitraum zu übertreffen, so die Experten von DNCA Investments.

Der zum Monatsende verzeichnete Rückgang des argentinischen Pesos um nahezu 20% gegenüber dem US-Dollar sei kennzeichnend für das finanzielle Umfeld im Sommerverlauf. Das fortgesetzte Wachstum der US-amerikanischen Wirtschaft (Indikator GDP Now erreiche 4,1%, EUR/USD bei 1,16) sowie die Fähigkeit von D. Trump, die Waffe der Zollschranken einzusetzen, hätten an den besonders stark verschuldeten Schwellenländermärkten für Aufruhr gesorgt: darunter unter anderem in der Türkei, in Südafrika sowie in Argentinien. Die ersten Gespräche im Vorfeld der Abstimmung über den italienischen Haushalt hätten begonnen und würden ein Risiko bilden, da sie einen stark defizitlastigen Haushalt erwarten lassen würden, wie man auch an der Entwicklung der Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen ablesen könne, die im Berichtsmonat von zuvor 2,7% auf 3,2% angestiegen sei.

Das Beispiel Griechenlands, das nunmehr den im Jahr 2010 ins Leben gerufenen europäischen Hilfsplan verlassen habe, scheine die feste Entschlossenheit der Europäischen Union gegenüber ihren Mitgliedsstaaten insbesondere in Bezug auf die Finanzierung der verschiedenen Investitionspläne zu rechtfertigen. Schließlich zeige die Herabsenkung der Wachstumserwartungen der französischen Regierung für 2019 (1,7% ggü. 1,9%), dass auch Frankreich nicht immun sei, da man hier nunmehr erneut mit einem Anstieg des Haushaltsdefizits rechne und die Maßnahmen zur Reduzierung der öffentlichen Verschuldung nur zaghaft konkrete Formen annehmen würden. Folglich unterliege der Infrastruktursektor den Schwankungen der Zinssätze und der Risikoprämien, obwohl die zugrunde liegende Aktivität, wie die letzten Publikationen zeigen würden, positiv bleiben würden, insbesondere im Bau (Eiffage, Bouygues).

In diesem Zusammenhang habe der Fonds DNCA Invest Infrastructures im August eine Performance von -5,65% gegenüber -5,38% für seinen Referenzindex, den MSCI Europe Infrastructures NR, erzielt. Die besten Performancebeiträge hätten im Berichtsmonat Eutelsat, Hamburger Hafen, 2CRSI, Pizzorno und Eiffage geleistet. Dagegen sei der Performanceausweis des Fonds durch sein Engagement in Telecom Italia, Atlantia, Telefonica, Ecorodovias und Enel belastet worden. Im Verlauf des Berichtsmonats habe das Fondsmanagement die Reduzierung des Fondsengagements gegenüber dem Telekomsektor (Euskaltel, Orange, Telecom Italia und Telefónica) von zuvor 22,3% auf 19,6% weiter fortgesetzt. Die Experten hätten sich von der Position Prado Carénage getrennt. Die durchschnittliche Nettorendite des DNCA Invest Infrastructures habe sich 2017 auf 3,6% belaufen, mit einem KGV 2018 von 14,5 und einem für 2018 erwarteten Gewinnwachstum von 3,2%.

Aus mikroökonomischer Sicht habe der Monat August ebenfalls unter dem Einfluss des Einsturzes der von Autostrade per l’Italia gestanden, einem der wichtigsten Unternehmen der Gruppe Atlantia, betriebenen Brücke von Genua. Diese Katastrophe und vor allem die sich daran anschließenden Reaktionen würden die enge Verknüpfung dieses Sektors mit dem politischen Lager illustrieren. Aus Sicht der Experten sei die Reaktion der Börse auf dieses Unglück in Anbetracht der Vertragsbedingungen für Konzessionen und der Schwäche der aktuellen Regierungskoalition übertrieben stark ausgefallen, doch illustriere diese Situation, wie wichtig es sei, im Anlageprozess ebenfalls eine ständige Überwachung des extrafinanziellen Umfeldes zu gewährleisten. Sowohl die Governance als auch die Umweltauswirkungen seien Bestandteile der langfristigen Performance. Diese Faktoren würden eine strikte Überwachung rechtfertigen, die allerdings nicht immer den Eintritt unvorhergesehener Ereignisse mit Breitenwirkung verhindern könne.

Der Herbstbeginn dürfte von weiteren Traktationen im Hinblick auf die Verabschiedung des italienischen Haushaltes geprägt sein, dessen neue Fassung dem Ende September vorgelegt werde. Hinzu komme das näher rückende Ende der Verhandlungen über den Brexit, für den bisher noch keine Übereinkunft habe gefunden werden können. Dieses Umfeld dürfte zwar eine von Volatilität geprägte Periode fördern, doch seien die Experten mit Blick auf seine nach wie vor solide wirtschaftliche Dynamik unverändert zuversichtlich in die Widerstandsfähigkeit des Sektors geblieben. (Stand vom 31.08.2018) (02.10.2018/fc/a/f)






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