DNCA Invest - Flex Inflation-Fonds: 04/2020-Bericht, Performance von -5,71% seit Jahresbeginn - Fondsanalyse


20.05.20 12:30
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest - Flex Inflation ist bestrebt, über die empfohlene Anlagedauer von mehr als drei Jahren nach Abzug von Gebühren eine höhere Wertentwicklung als der Bloomberg Barclays World Govt Inflation Linked Bonds Hedged EUR (Bloomberg-Ticker: BCIW1E Index) zu erzielen, so die Experten von DNCA Investments.

Die Anleger würden darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsstil Entscheidungsspielräume vorsehe.

Im April habe das makroökonomische Umfeld unverändert unter dem dominanten Einfluss der Folgen des COVID-19 gestanden. Die deutliche Verlängerung der Ausgangs- und Kontaktsperren bzw. die Umsetzung von Maßnahmen dieser Art in weiteren neuen Ländern führe dazu, dass sich die weltweite Wirtschaftsaktivität deutlich verlangsame und in einigen Wirtschaftssektoren sogar zu einem völligen Stillstand komme. Ausgehend von den derzeitigen Daten dürfte das 2. Quartal den seit dem Zweiten Weltkrieg stärksten Rückgang des weltweiten BIP bringen. Die Erholung werde folglich erst im 2. Halbjahr eintreten. Allerdings werde dies nur schrittweise erfolgen können: Umsetzung zwingender Gesundheitsmaßnahmen und eine wahrscheinliche vorsichtige Haltung der Verbraucher in Anbetracht der Gefahr einer zweiten Welle der Epidemie und schließlich einer unvermeidlichen Zunahme der Arbeitslosigkeit.

Angesichts dieser historischen Krise würden sowohl die Notenbanken als auch die Regierungen äußerst umfangreiche Stützungsmaßnahmen beschließen, um die kurzfristig zu erwartenden wirtschaftlichen Verluste in Grenzen zu halten und einen frühzeitigen Aufschwung zu ermöglichen. Die Zentralbanken hätten durch die Bank weg Programme zum Rückkauf von Wertpapieren umgesetzt. Diese würden darüber hinaus die Finanzierung der staatlichen Haushaltsdefizite ermöglichen und damit das Abgleiten der Renditen der Staatsanleihen vermeiden. Die Regierungen ihrerseits würden nach wie vor an die Stelle des Privatsektors treten und den Arbeitnehmern und Unternehmen, die unter der deutlich rückläufigen Aktivität leiden würden, monetäre Entschädigungen und staatliche Garantien bieten.

Die Koordination zwischen den Zentralbanken und Regierungen aller Länder funktioniere zwar zum jetzigen Zeitpunkt insgesamt gut, doch sei sie aufgrund der institutionellen Verkrustungen in der Eurozone unverändert deutlich schwieriger zu organisieren. Zwar werde die Politik der EZB nicht infrage gestellt, doch erschwere die Komplexität Europas eine rasche Einigung über ein gemeinsames, koordiniertes und finanzielles Unterstützungspaket für alle Staaten.

An den Finanzmärkten sei im Segment der sichersten Anlagen erneut Ruhe eingekehrt. Die langfristigen Renditen der Staatsanleihen der G4-Staaten hätten sich kaum verändert und würden sich weiterhin sehr nahe der Ende März verzeichneten Niveaus bewegen. Im Monatsverlauf seien die Inflationserwartungen weiter angestiegen, und die Realzinsen hätten sich entspannt. In Bezug auf die Inflation sei festzuhalten, dass die ersten im März veröffentlichten Daten über dem Konsens gelegen hätten und einerseits sowohl den starken Rückgang der Energiepreise als auch den Anstieg der Nahrungsmittelpreise widerspiegeln würden. Diese Krise bewirkt eine starke Verzerrung der Struktur der relativen Preise, die sich aus unserer Sicht erst in der Anfangsphase zu befinden scheint, so die Experten von DNCA Investments.

In Bezug auf die anderen Anlageklassen, insbesondere die Anleihen, sei festzuhalten, dass die Volatilität zwar etwas nachgelassen habe, jedoch weiterhin täglichen starken Schwankungen unterliege, die durch die wirtschaftlichen Ungewissheiten über die Nachkrisenzeit ausgelöst und durch eine schwache Liquidität noch weiter verschärft würden.

Das Fondsmanagement habe die Sensitivität des Portfolios in einem Exposure-Bereich von 9 bis 10 belassen. Allerdings seien nennenswerte Umstrukturierungen erfolgt. So hätten die Experten von DNCA Investments in australische Inflationsanleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren investiert, da diese Papiere positive Realzinsen ausweisen würden. Die Experten von DNCA Investments hätten den Saldo an japanischen JGBi veräußert, ihre Positionen in französischen Anleihen reduziert und deutlich stärker ihre Positionen in italienischen Staatspapieren gekappt. Bei den Positionen gegenüber den drei großen Ländern USA, Deutschland und Vereinigtes Königreich sei es dagegen kaum zu Veränderungen gekommen.

Unser Szenario antizipiert den fortgesetzten Anstieg der Inflationserwartungen, die trotz des in der letzten Zeit verzeichneten Preisauftriebs nach wie vor deutlich hinter den Erwartungen der Ökonomen zurückbleiben, so die Experten von DNCA Investments. Mit einem Zähler von unter 0,50% für die kommenden zehn Jahre würden die Inflationserwartungen in der Eurozone ein erhebliches Potenzial bieten, so wie auch die Vorwegnahmen in Bezug auf die US-Inflation, die nur knapp über 1% lägen. (Stand vom 30.04.2020) (20.05.2020/fc/a/f)






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