DNCA Invest Evolutif-Fonds: 04/2021-Bericht, Performance von +4,63% seit Jahresbeginn - Fondsanalyse


09.06.21 08:30
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Evolutif ist bestrebt, den zusammengesetzten Index aus 60% EURO STOXX 50, 30% FTSE MTS EMU GOV BOND 1-3 years, 10% EONIA, berechnet mit reinvestierten Dividenden, über den empfohlenen Anlagezeitraum zu übertreffen und gleichzeitig das Kapital in negativen Phasen durch opportunistisches Management und flexible Allokation von Vermögenswerten zu schützen, so die Experten von DNCA Investments.

Nahezu zwei Drittel der Unternehmen, die bereits ihre Quartalsergebnisse vorgelegt hätten, hätten die Erwartungen im 1. Quartal übertreffen können: Es könne durchaus sein, dass die Gewinne des STOXX Europe 600 im Gesamtjahr um 50% steigen könnten. Dank zweier Quartale mit einem deutlichen Anstieg der Umsätze und unglaublichen Kraftakten bei den Bemühungen um eine Senkung der Kosten und beim Management des Betriebsmittelbedarfs sehe es so aus, als wenn die Unternehmen des Index nahezu 200 Milliarden Euro an Liquidität angehäuft hätten, mehr als genug, um den Anstieg der Schulden (90 Milliarden Euro) ausgleichen zu können.

Folglich sei es an der Zeit für eine Optimierung der Bilanzen, da der finanzielle Stress der Krise verschwunden sei: LVMH (ein Portfoliounternehmen) habe einen Aktienrückkauf von 10% seines Aktienkapitals angekündigt, ASML 2% und Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, peile ihrerseits ein Volumen von 50 Milliarden Dollar an.

In Europa könnten 150 Mrd. Euro zur Reduzierung des Kapitals und der Verbesserung des Gewinns je Aktie verwendet werden. Dies sei eine erhebliche Stütze für den Markt, das i-Tüpfelchen des Grinold-Kroner Modells, das postuliere, dass die von einer Aktienanlage zu erwartende Performance der Summe der Dividendenrendite (3,10% in Europa im Jahr 2021), des nominalen Gewinnwachstums, der Ausweitung des Kurs-Gewinn-Verhältnisses und schließlich der Verringerung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien entspreche. Mit dem 18Fachen der Ergebnisse des laufenden Jahres und sehr optimistischen Vorwegnahmen einer Erholung der Gewinne fehle dem ersten Faktor des Modells nunmehr Potenzial für die kommenden Monate. Folglich werde der Markt daher jegliche Unterstützung benötigen, die er finden könne, um die aktuellen Bewertungsniveaus zu rechtfertigen, die sich den Allzeithochständen nähern würden.

Diese außergewöhnlichen Renditen für den Aktionär würden dem europäischen Markt, der trotz einer Krise, die noch nicht ganz überstanden sei, seine Widerstandsfähigkeit gezeigt habe, eine gewisse Unterstützung bieten. Für weitere Kurssteigerungen müssten allerdings nunmehr die Ergebnisse der zweiten Jahreshälfte den Beweis erbringen, dass die längerfristigen Auswirkungen der Krise nicht das Tempo des neuen Konjunkturzyklus bremsen würden. Nach der Rebound-Phase beginne nämlich jetzt die heiklere Phase der Rückkehr zur Normalität.

In Asien deute leider nichts darauf hin, dass man einen endgültigen Schlussstrich unter die Krise ziehen könne: China schaffe es nach einer sehr deutlichen Erholung seiner Wirtschaft nicht, nachhaltig mit dem normalen konjunkturellen Rhythmus zu leben, der noch vor der Pandemie Gang und Gäbe gewesen sei. Angesichts der internationalen Kritik an dem Umgang mit Themen wie Hongkong und Taiwan, der Behandlung der Uiguren und der Cyber-Attacken, verschärfe China seinen Ton gegenüber der westlichen Welt, was durchaus für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den großen Wirtschaftsmächten ein riskantes Jahr bedeuten könnte. Ein paar hundert Kilometer weiter westlich, in Indien, dem Land der weltweit zweithöchsten Einwohnerzahl, herrsche leider eine tragische Gesundheitssituation.

Neben den politischen und gesundheitlichen Risiken werfe die neue Phase steigender Rohstoffpreise Fragen auf: Werde der Anstieg der Produktions- und Transportkosten die Margen der Unternehmen bereits ab der zweiten Jahreshälfte belasten? Werde das Inflationsrisiko die Finanzanlagen bereits im Jahr 2021 schwächen? Bestehe die Gefahr, dass die FED früher als erwartet handeln müsse, um eine mögliche Überhitzung der Wirtschaft einzudämmen?

Im Augenblick scheinen die Finanzmärkte, wie die Erwartungen der Marktteilnehmer und die Bewertungsniveau illustrieren, ein sehr optimistisches, der Perfektion nahes Szenario zu integrieren, was nebenbei gesagt die Finanzierung einer Portfolio-Absicherungsstrategie aus finanzieller Sicht sehr attraktiv macht, so die Experten von DNCA Investments. Angesichts dieser Risikoasymmetrie hätten die Experten von DNCA Investments diese Gelegenheit genutzt, um ihre Absicherungspositionen sowohl für ihre europäischen als auch ihre US-amerikanischen Aktienengagements auszubauen. (Stand vom 30.04.2021) (09.06.2021/fc/a/f)






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