DNCA Invest Evolutif-Fonds: 02/2021-Bericht, Performance von +0,85% seit Jahresbeginn - Fondsanalyse


01.04.21 10:30
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Evolutif ist bestrebt, den zusammengesetzten Index aus 60% EURO STOXX 50, 30% FTSE MTS EMU GOV BOND 1-3 years, 10% EONIA, berechnet mit reinvestierten Dividenden, über den empfohlenen Anlagezeitraum zu übertreffen und gleichzeitig das Kapital in negativen Phasen durch opportunistisches Management und flexible Allokation von Vermögenswerten zu schützen, so die Experten von DNCA Investments.

Das Interesse der Anleger an Aktien sei zu Beginn des Jahres weiterhin groß. Nach einem trotz der Krise sehr guten letzten Jahr (weltweit wurden 270 Mrd. Dollar an den Börsen investiert, ein Plus von fast 30% gegenüber 2019) hätten seit Jahresbeginn bereits fast 10 Mrd. Euro an frisch emittiertem Kapital in Europa Käufer gefunden. Der Erfolg der Börsengänge von Inpost und Cint, an denen sich Evolutif beteiligt habe, sei ein Beweis für die Fähigkeit der Investoren, vorausschauend zu handeln und ihr Vertrauen in neue Unternehmen zu setzen.

Doch im Gegensatz zum primären Aktienmarkt habe die Unsicherheit an den Anleihemärkten seit Februar zugenommen. Sowohl in den USA als auch in Europa habe der Anstieg der für Benchmark-Staatsanleihen geforderten Renditen im Februar die aggressivsten Prognosen übertroffen. Anfänglich seien die langen Zinsen durch die Aussicht auf eine Reflation und eine Erholung des Wachstums angetrieben gewesen, dann jedoch unabhängig von diesen makroökonomischen Faktoren in eine zweite Progressionsphase gestartet. Im Gegenteil, die Realzinsen seien weiter angestiegen, da die Märkte zu befürchten begonnen hätten, dass eine mögliche Überhitzung die Zentralbanken dazu zwingen würde, ihre akkommodierende Politik früher als erwartet zurückzunehmen.

Technologie- und Wachstumswerte, die von der vorherigen Niedrigzinsphase profitiert hätten, hätten am heftigsten reagiert, wobei der NASDAQ in der Sitzung vor dem Ende des kürzesten Monats des Jahres bis zu 3% eingebüßt habe. Im Gegensatz dazu seien zyklische und Value-Aktien besser unterstützt worden, sodass die europäischen Märkte, in denen sie stärker vertreten seien, besser hätten standhalten können.

Die Zentralbanker seien besorgt über den Zinsanstieg, da er die Finanzierungsbedingungen für Haushalte (Hypotheken), südeuropäische Länder und Unternehmen mit variabel verzinsten Schulden verschärfen werde. Eine zu abrupte und dauerhafte Bewegung in dieser Richtung könnte somit den Aufschwung schädigen oder sogar die Bemühungen der Geldpolitik zunichtemachen. Aus diesen Gründen habe die EZB bereits ihre Handlungsbereitschaft angekündigt. Die FED beruhige mit der weniger lautstarken Bekundung, dass die Inflation noch nicht fest verankert sei. In beiden Fällen würden die Zentralbanker weiterhin bereit sein, alles zu tun, um die Erholung zu unterstützen. Nach den Sondermaßnahmen, zu denen sie in Reaktion auf die Krise gegriffen habe, sei ihr Handlungsspielraum jedoch geringer. Die Anleihemärkte könnten daher auch in den kommenden Wochen die Zentralbanken auf die Probe stellen und die Rückkehr der Volatilität an den Zinsmärkten werde sich auch auf die Aktienmärkte auswirken, wie am Donnerstag, den 27. Februar, als der VIX während der Sitzung um 30% angestiegen sei.

Solange das Erholungsszenario nicht infrage gestellt werde und die Zentralbanken akkommodierend bleiben würden, würden diese Abschwünge Gelegenheiten bieten, das Portfolioengagement zu erhöhen, vor allem in Recovery Assets. Durch Stockpicking (Covestro, CRH, Bouygues) und ihre taktische Allokation in Banken, zyklische US-Midcaps, europäische Zykliker und Value-Titel (Daimler, Total, Arcelor) würden die Experten von DNCA Investments die Neugewichtung des Portfolios in Richtung eines Mischprofils fortsetzen.

Evolutif sei zu 75,2% in Aktien investiert und bleibe auf langfristige Wachstumsthemen ausgerichtet. Unter ihnen seien im Februar die eher zyklischen Sektoren Fabrikautomation (Stärkung von Schneider, Einführung von Fanuc, führend in der Industrierobotik) und Logistik (Daifuku, führend in der E-Commerce-Lagerautomation) verstärkt worden. Der Anteil an zyklischen und Value-Aktien mache nun mehr als ein Drittel des Portfolios aus. Dank der geringen Volatilität der europäischen Märkte im Februar sei eine umfangreiche Absicherungsposition geschaffen worden. Sie solle das Portfolio für den Fall schützen, dass ein allzu besorgniserregender Anstieg der Zinssätze oder Zweifel an der Stärke des Aufschwungs zu erneuter Unruhe an den Aktienmärkten führen könnten. (Stand vom 26.02.2021) (01.04.2021/fc/a/f)






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