DNCA Invest - Europe Growth-Fonds: 09/2019-Bericht, Performance von +22,23% seit Jahresbeginn - Fondsanalyse


01.11.19 10:25
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Das Ziel des DNCA Invest - Europe Growth ist es, über den empfohlenen Anlagezeitraum eine bessere Wertentwicklung zu erzielen als die gesamteuropäischen Aktienmärkte, so die Experten von DNCA Investments.

Der Referenzindikator STOXX EUROPE 600 Net Return EUR, unter Wiederanlage der Dividenden berechnet, werde zum Zweck des nachträglichen Vergleichs herangezogen.

Der September sei stark von den geldpolitischen Entscheidungen der EZB und der FED beeinflusst gewesen. So sei beispielsweise die Rendite der 10- jährigen OAT von -0,4% Ende August auf -0,17% Mitte September gesunken, was eine umfangreiche Sektorrotation zugunsten des Value-Anlagestils ausgelöst habe und folglich zulasten der "Growth"-Werte gegangen sei. Dieses Phänomen habe sich in der zweiten Monatshälfte parallel zur Entwicklung der langfristigen Zinsen, die nunmehr die -0,3%-Schwelle berühren würden, zum Teil umgekehrt. Auf geopolitischer Ebene herrsche Unsicherheit vor. Die schädlichen Auswirkungen des Handelskrieges würden allmählich auf die Wirtschaft übergreifen und würden insbesondere in den Industriesektoren spürbar, in denen der Fonds allerdings nur ein geringes Engagement fahre.

Nunmehr scheine es höchst wahrscheinlich, dass die USA im Oktober die europäischen Luxusgüter-, Getränke- und Luftfahrtsektoren mit zusätzlichen Strafzöllen belegen würden. Von einer solchen Maßnahme wäre LVMH selbstverständlich betroffen, doch dank der Positionierung ihrer Marken im Premium-Segment dürfte die Gruppe die Preise gegenüber den Endverbrauchern erhöhen können. Schließlich dürfe man nicht vergessen, dass ein bedeutender Teil der Umsätze von Louis Vuitton in den Vereinigten Staaten über die US-Werke der Gruppe erzielt werde.

Im Gesundheitssektor sei zu vermelden, dass die FDA Rybelsus von Novo Nordisk, dem ersten oralen GLP1-Agonisten zur Behandlung von Diabetes, die Zulassung erteilt habe. Der Markt habe zwar bereits mit dieser Entscheidung gerechnet, doch bleibe dies nach wie vor eine gute Nachricht. Die nächsten für das Unternehmen wichtigen klinischen Studien und Meilensteine seien für Anfang 2020 zu erwarten: STEP-Studienprogramm zur Bewertung dieses Moleküls (Semaglutid) bei der Behandlung von Übergewicht.

Orpea, der europäische Marktführer im Bereich Seniorenheime, habe Halbjahresergebnisse vorgelegt, die zwar keine Überraschung gebracht hätten, jedoch nach wie vor äußerst solide ausfallen würden. Die Gruppe setze ihre Entwicklung im Ausland in neuen Regionen fort (Russland, Lateinamerika), vergesse dabei jedoch Frankreich nicht, da das Unternehmen eine Beteiligung in Höhe von 55% an der Gruppe Sinoué erworben habe, ein Premium-Betreiber von Psychiatrie-Kliniken.

Schließlich sei zu vermelden, dass im Monatsverlauf die Gerüchteküche von einem starken Interesse seitens DSM für die Übernahme der mit 25 Milliarden USD bewerteten Sparte für Nahrungszusatzstoffe (Nutrition & Biosciences) des US-Spezialchemiekonzerns DuPont gesprochen habe. Es sei durchaus logisch, dass sich DSM für diese Branche interessiere, weil sie perfekt in ihre Entwicklungsstrategie passe. Dies wäre eindeutig ein äußerst umfangreicher Vorgang und würde mit erheblichen Integrationsrisiken verbunden sein. Derzeit können wir noch keine abschließende Stellungnahme zu diesem Vorgang abgeben, da die Einschätzung vollkommen vom genauen Umfang, dem Preis und den Umtauschverhältnissen zwischen den beiden Parteien abhängen wird, so die Experten von DNCA Investments. Die Experten könnten lediglich sagen, dass das Führungsteam der niederländischen Gruppe sie bisher mit seiner internen und externen Wachstumspolitik zufrieden gestellt habe. (Stand vom 30.09.2019) (01.11.2019/fc/a/f)






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