DNCA Invest Beyond Infrastructure & Transition Fonds: 10/2020-Bericht - Performance von -18,16% seit Jahresbeginn


19.11.20 12:00
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Beyond Infrastructure & Transition ist bestrebt, den MSCI Europe Infrastructure Net-Index über den empfohlenen Anlagezeitraum zu übertreffen, so die Experten von DNCA Investments.

Die europäischen Aktienindices hätten zwar zu Beginn des Monats Oktober schwarze Zahlen geschrieben, jedoch im weiteren Verlauf die schlechteste Monatsperformance seit März hinnehmen müssen (STOXX 600 -5,2%; EURO STOXX 50 -7,4%). Der sprunghafte Anstieg der Corona-Infektionen und neue restriktive Maßnahmen in den meisten europäischen Ländern hätten die Hoffnung auf eine rasche Eindämmung der Epidemie und einen wirtschaftlichen Aufschwung ab 2021 zunichte gemacht.

Die jüngsten makroökonomischen Indikatoren in Europa und den Vereinigten Staaten würden enttäuschend ausfallen und die Verlangsamung des Aufschwungs bestätigen. Die neuen geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen, die die Marktteilnehmer im breiten Masse bis zum Jahresende antizipieren würden, hätten nur geringe Auswirkung auf die Aktienmarktindices, würden allerdings die langfristigen Staatsanleihen unter Druck setzen. Schließlich würden die Wahlen in den USA die Zweifel der Märkte schüren: Ein Sieg von Joe Biden würde den Weg für ein umfangreiches Konjunkturprogramm öffnen, jedoch auf Kosten von erhöhtem Steuerdruck und weniger entgegenkommender Haltung gegenüber dem Technologie-, Öl- und Gesundheitssektor.

Dennoch würden die von den Unternehmen veröffentlichten Quartalszahlen sowohl im zyklischen als auch im defensiven Sektor insgesamt besser ausfallen als erwartet. Darüber hinaus fallen die Verlautbarungen der Unternehmen zu den Trends im Oktober im Allgemeinen positiv aus, die nicht auf einen Bruch der Logik hinzudeuten scheinen, so die Experten von DNCA Investments. Jetzt müsse man erst einmal abwarten, inwieweit die verordneten Ausgangsbeschränkungen die Dynamik der Epidemie Covid-19 brechen und eine Neuausrichtung der Ertragserwartungen für das nächste Jahr nach sich ziehen würden.

Im Oktober habe der Fonds Beyond infrastructure & Transition gegenüber seinem Referenzindex, den MSCI Europe Infrastructure NR, eine Performance von - 4,49% -2,14% verzeichnet. Orsted (+35 Bp), Cellnex (+22 Bp; Vereinbarung mit Iliad über den Erwerb von 60% der Fernsehtürme ihrer Tochtergesellschaft Play in Polen) und Orange (+17 Bp; Veröffentlichung erfreulicher Zahlen, die über die Erwartungen hinausgegangen seien und die erneute Zahlung einer Dividende in Aussicht stellen würden) hätten die besten Performancebeiträge geleistet.

Gebremst worden sei die Fondsperformance allerdings durch das Engagement bei Veolia (-37 Bp; Ungewissheiten in Bezug auf den Zeitpunkt und die Bedingungen des öffentlichen Übernahmeangebots an SUEZ), Enel (-31 Bp), Deutsche Telekom (-31 Bp) und Korian (-30 Bp; Akquisition von Inicea und stark verwässernde Kapitalerhöhung in Höhe von 400 Millionen Euro).

Die Experten von DNCA Investments hätten zur Optimierung des Liquiditätsmanagements des Fonds ihre Positionen in Albioma, Bouygues, Ecoslops und Korian reduziert (hier hätten sie auf eine Beteiligung an der Kapitalerhöhung verzichtet). Darüber hinaus hätten die Experten in diesem Monat keine Linie des Portfolios veräußert.

Unter den Neuzugängen seien zu vermelden: Teilnahme am Börsengang der AG Ignitis, der staatliche Energiekonzern Litauens, im Rahmen deren Privatisierung. Das Unternehmen profitiere von einer starken Widerstandsfähigkeit und Sichtbarkeit seiner Ergebnisse dank eines Geschäftsportfolios, das zu fast 90% reguliert oder quasi-reguliert sei (Stromverteilungsnetze und Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern). Der ehrgeizige Investitionsplan des Unternehmens fokussiere die Stromverteilungsnetze und die erneuerbaren Energien in den baltischen Ländern und Polen und dürfte ein zweistelliges Wachstum seiner Ergebnisse und eine attraktive wachsende Dividendenrendite unterstützen.

Die Experten von DNCA Investments hätten sich ebenfalls an der Kapitalerhöhung (180 Mio. Euro) von McPhy beteiligt. Neben der Ankündigung zweier wichtiger strategischer Partnerschaften mit Technip und Chart Industries gehöre McPhy zu den wenigen "Pure Player"-Vehikeln im Bereich der Herstellung von Elektrolyseuren (alkalischer Elektrolyt) und dürfte daher von den Plänen in Europa zur Förderung des grünen Wasserstoffs profitieren.

Schließlich hätten die Experten von DNCA Investments eine Position in der norwegischen Scatec Solar initiiert, einem unabhängigen integrierten Produzenten von Solarenergie in Schwellenländern. Die Experten hätten die Kursschwäche nach der Ankündigung einer Kapitalerhöhung von 500 Mio. USD zur Finanzierung der Übernahme von SN Power genutzt. Diese strategische Übernahme stärke die Expertise der Gruppe im Bereich der Wasserkrafterzeugung erheblich und dürfte zu einer Beschleunigung ihres Wachstumsprofils beitragen. Die Gruppe verfüge über eine installierte Kapazität von 1,6 GW und strebe bis 2021 die Produktion von 4,5 GW an, unterstützt durch Projekte im 7 GW an Projekten in den Auftragsbüchern, mit einem angestrebten durchschnittlichen IRS per Projekt von 13%.

Abschließend ist festzuhalten, dass wir einige Positionen unter unseren Überzeugungswerten im Berichtszeitraum aufgestockt haben, darunter PSI Software, Schneider und Veolia nach deren jüngsten krisengeschüttelten Entwicklungen der Börsenkurse, so die Experten von DNCA Investments. (Stand vom 30.10.2020) (19.11.2020/fc/a/f)






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