DNCA Invest Beyond Infrastructure & Transition Fonds: 09/2021-Bericht - Wertverlust von 3,41% - Fondsanalyse


02.11.21 14:30
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Beyond Infrastructure & Transition ist bestrebt, den MSCI Europe Infrastructure Net-Index über den empfohlenen Anlagezeitraum zu übertreffen, so die Experten von DNCA Investments.

An den Aktienmärkten würden sich Zweifel breitmachen. Die europäischen Indices hätten im September eine starke Korrektur erfahren (-3,4% für den STOXX 600, d.h. +14% seit Jahresbeginn), nachdem sie sieben Monate lang ununterbrochen gestiegen seien. Befürchtungen über eine anhaltende Inflation, steigende Energiepreise, Spannungen bei den Anleihen, die durch eine weniger akkommodierende Rhetorik der Zentralbanken geschürt würden, und eine nachlassende Wirtschaftsdynamik, insbesondere in China, hätten die Bedenken verstärkt. Die Schlüsselfrage sei, wie sich diese Bedrohungen auf die Aussichten für das Wachstum der Unternehmensgewinne und die Kaufkraft der Verbraucher auswirken würden, und zwar in einem Marktumfeld mit hohen Bewertungen (durchschnittliches KGV des STOXX 600 von 16,7 und 15,5 für 2021 bzw. 2022 bei einem geschätzten Gewinnwachstum von 63% bzw. 7%).

Der Aufwärtstrend bei den langfristigen Zinsen habe sich im September fortgesetzt (10-jährige US-Rate: +22,5 Bp und Deutschland +18,5 Bp), auch wenn die absoluten Niveaus in Europa weiterhin niedrig seien (+1,53% in den USA und -0,20% für die deutsche Bundesanleihe). In diesem Zusammenhang hätten die Sektoren Energie und Finanzwerte die besten monatlichen Ergebnisse erzielt.

Der Fonds DNCA Invest Beyond Infrastructure & Transition habe im vergangenen Monat den MSCI Europe Infrastructure NR Index übertroffen (-3,41% gegenüber -6,55%) und damit auf Jahressicht wieder vor dem Index gelegen (2,76% gegenüber 1,82%).

Die Performance sei durch einen starken Aufschwung bei den Verkehrswerten, insbesondere bei den Flughäfen, angetrieben worden, unterstützt durch die Ankündigung, dass die Grenzen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten im November für geimpfte Personen wieder geöffnet würden.

Umgekehrt sei der Versorgungssektor insgesamt von einer neuen Runde von Maßnahmen der spanischen Regierung zur Eindämmung der steigenden Strompreise getroffen worden (zusätzlich zu den im Juli ergriffenen Klimaschutzmaßnahmen in Höhe von 3 Mrd. EUR), was Befürchtungen hinsichtlich einer Ansteckung anderer europäischer Länder geweckt habe. Neben einer befristeten Steuersenkung sähen die Maßnahmen eine Begrenzung der außerordentlichen Gewinne vor, die die Stromerzeuger aufgrund der hohen Marktpreise erzielen würden, und zwar durch eine Steuer auf überhöhte Gewinne in Höhe von 2,6 Milliarden Euro.

Aktien aus dem Bereich der erneuerbaren Energien (Ørsted, Albioma, Voltalia) würden unterdessen weiterhin unter der Sorge leiden, dass die Inflation der Ausrüstungskosten und Engpässe in der Lieferkette die Projektausführung und die künftige Wertschöpfung beeinträchtigen könnten.

Schließlich habe Veolia eine Kapitalerhöhung in Höhe von 2,5 Milliarden Euro zur Finanzierung eines Teils der Suez-Übernahme durchgeführt. In diesem Zusammenhang hätten die Experten von DNCA Investments einen Teil ihrer Bezugsrechte verkauft und den Rest ausgeübt, um die Gewichtung der Aktie im Portfolio nach der Transaktion stabil zu halten.

Die wichtigsten Faktoren für die monatliche Leistung seien gewesen: Aena (21 Bp), Flughafen Zürich (+20 Bp), Enav (+15 Bp), ADP (+13 Bp) und SYNLAB (+11 Bp). Umgekehrt seien die Hauptverlierer Enel (-54bp), Ørsted (-34 Bp), Cellnex (-32 Bp), Iberdrola (-26 Bp) und Veolia (-23 Bp) gewesen.

Unter den wichtigsten Veränderungen hätten die Experten von DNCA Investments die Gewichtung von Enel und Iberdrola, den von den spanischen Maßnahmen am stärksten betroffenen Titeln, deutlich reduziert, während sie gleichzeitig bestimmte Überzeugungen wie Acciona Energia gestärkt hätten, deren nicht integriertes Betreibermodell sie relativ immun gegen die spanischen Maßnahmen mache. Nach einer sehr guten Börsenentwicklung hätten die Experten von DNCA Investments auch ihre Gewichtung von Baustoffaktien wie Saint-Gobain und Sika reduziert, da sie Zweifel an ihrer Fähigkeit hätten, die Kosteninflation bei den Preisen vollständig auszugleichen und die positive Dynamik ihrer Margen aufrechtzuerhalten. Die Experten von DNCA Investments hätten in diesem Monat keine Ein- oder Ausgänge getätigt.

Die Investitionsquote des Fonds betrage derzeit 93,36%. Die Liquidität blieb im Laufe des Monats recht stabil und spiegelt unsere vorsichtige Einschätzung des Marktoptimismus wider, so die Experten von DNCA Investments. (Stand vom 07.10.2021) (02.11.2021/fc/a/f)






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