DNCA Invest - Alpha Bonds-Fonds: 06/2018-Bericht, niedrige, aber immerhin positive Performance - Fondsanalyse


07.09.18 09:00
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest - Alpha Bonds (ISIN LU1694789451 / WKN A2JG2V) ist bestrebt, über die empfohlene Anlagedauer von mindestens drei Jahren eine höhere Wertentwicklung als der EONIA Index plus 2,5% nach Abzug von Gebühren zu erzielen, so die Experten von DNCA Investments.

Dieses Wertentwicklungsziel solle bei einer jährlichen Volatilität erreicht werden, die unter normalen Marktbedingungen unter 5% liege. Die Anleger würden darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsstil Entscheidungsspielräume vorsehe.

Im Juni hätten die meisten Konjunkturindikatoren weltweit auf Wachstum gestanden, das jedoch weniger synchron als noch zum Jahresbeginn sei. Die USA würden sich erneut als eine der wichtigsten Wachstumslokomotiven profitieren und Europa sei ihnen dicht auf den Fersen - die Dynamik habe sich im Gegensatz zu den Prognosen jedoch abgeschwächt. Die Entwicklung in den Schwellenländern sei aufgrund externer Faktoren (Öl, Abwertung der Landeswährungen) noch durchwachsener. Momentan deute nichts auf eine starke Verlangsamung der Konjunktur im zweiten Halbjahr hin, doch die zu berücksichtigenden exogenen Risiken (Handelskrieg, europäische Politik usw.) würden die Perspektiven derzeit eintrüben.

Die Inflation ziehe aufgrund gestiegener Energiepreise auf breiter Front an, doch das Tempo dieses Anstiegs sei in den meisten Industrieländern insgesamt noch weit von beunruhigenden Niveaus entfernt. Allerdings entspreche sie in den Ländern mit dem am weitesten fortgeschrittenen Konjunkturzyklus der Zielvorgabe der Währungshüter. Mit wenigen Ausnahmen seien die Inflationsraten in den Schwellenländern ebenfalls moderat. Der anhaltende Anstieg der Erzeugerpreise in Verbindung mit der Aufwertung des US-Dollar an den Devisenmärkten stelle jedoch eine Gefahr für diese noch immer günstigen Niveaus dar.

Sämtliche Zentralbanken würden ohne Unterlass einen Kurswechsel in ihrer Geldpolitik kommunizieren. Die quantitativen Lockerungsmaßnahmen (QE) der EZB würden Anfang 2019 auslaufen, wobei sie die Märkte auf eine erste Zinserhöhung im zweiten Halbjahr 2019 einstimme. Die nordeuropäischen Zentralbanken dürften ihre Leitzinsen ab dem Ende des Jahres anheben, während die US-amerikanische Notenbank noch von zwei weiteren Zinserhöhungen bis Jahresende ausgehe. Seit Jahresbeginn hätten etwa zwanzig Zentralbanken in den Schwellenländern ihre Leitzinsen bereits erhöht, wobei diese Dynamik auf kurze Sicht noch Bestand haben dürfte.

Unabhängig von den makroökonomischen Fundamentaldaten, die ansonsten wenig Anlass zur Sorge geben würden, würden die Finanzmärkte von der internationalen Politik und den Wirtschaftsbeziehungen umgetrieben. Die von der US-Regierung bereits verhängten und noch geplanten Importzölle könnten schwerwiegende Folgen haben, da andere große Wirtschaftsnationen nachziehen würden. In Europa würden die zu zaghaften Fortschritte bei wichtigen Themen (Bankenunion, europäischer Haushalt usw.) für Verunsicherung sorgen, gleichzeitig werde die politische Debatte von populistischer Agitation beherrscht.

Im Rahmen des Portfoliomanagements habe der Schwerpunkt auf der Steuerung der Risiken in einem Markt gelegen, der auf kurze Sicht vom politischen und handelspolitischen Spannungsfeld gesteuert werde. Der Fonds habe eine niedrige, aber immerhin positive Performance verzeichnet - trotz der negativen Entwicklung der meisten Rentenmarktsegmente mit Ausnahme sicherer Fluchtwerte (z.B. T-Notes, Bundesanleihen usw.). In Europa würden die Experten auf Positionen setzen, die von einer Verflachung der Renditekurve profitieren könnten (Longpositionen hauptsächlich in Portugal, Spanien und Schweden, Shortpositionen in Italien und in 5-jährigen Bundesanleihen). In den angelsächsischen Ländern (USA, Kanada und Großbritannien) sei die Exposure der Experten negativ, wobei sie Versteilerungspositionen den Vorzug geben würden.

Im Hinblick auf die Diversifikation des Portfolios seien weder neue Engagements in den noch immer unter Druck stehenden Schwellenländern noch Positionen in Unternehmensanleihen aufgebaut worden. Die Modelle der Experten würden anzeigen, dass die Korrekturen an den Schwellenländermärkten zu angemessenen Bewertungen geführt hätten, doch hätten die Experten den Eindruck, dass die Kapitalflüsse in den kommenden Wochen noch in die falsche Richtung gehen würden. Fast 10% des Fondsvermögens laute auf andere Währungen als den Euro, wobei die Verteilung auf US-Dollar, Yen und Norwegische Krone etwa gleich sei. (Stand vom 02.07.2018) (07.09.2018/fc/a/f)





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