DNCA Invest Alpha Bonds-Fonds: 05/2021-Bericht, Wertsteigerung von 0,5% - Fondsanalyse


02.07.21 10:00
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Alpha Bonds ist bestrebt, über die empfohlene Anlagedauer von mindestens drei Jahren eine höhere Wertentwicklung als der EONIA Index plus 2,5% nach Abzug von Gebühren zu erzielen, so die Experten von DNCA Investments.

Dieses Wertentwicklungsziel solle bei einer jährlichen Volatilität erreicht werden, die unter normalen Marktbedingungen unter 5% liege. Die Anleger würden darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsstil Entscheidungsspielräume vorsehe.

Im Kielwasser der Lockerung der Gesundheitsbeschränkungen und der zunehmenden Dynamik der Impfkampagnen in Europa und den Vereinigten Staaten habe sich die Konjunktur im zweiten Quartal weiter beschleunigt. Die überwiegende Mehrheit der Wirtschaftsindikatoren sende somit ein positives Signal in Bezug auf die Wachstumsdynamik, die im Verlauf des Sommers weiter an Stärke gewinnen dürfte. In den asiatischen Ländern dagegen habe die Pandemie bis dahin zwar relativ gut eingedämmt werden können, doch würden die Impfkampagnen nur langsam anlaufen, was die konjunkturelle Erholung in diesen Ländern verzögern könnte.

Die Haushaltspolitik biete nach wie vor eine bedeutende Unterstützung und es könne durchaus sein, dass die überkalibrierten Subventionen einige Menschen dazu veranlassen würden, zu Hause zu bleiben, statt wieder arbeiten zu gehen, was in einigen Branchen einen Arbeitskräftemangel generiere. Da eines der Ziele einiger großer Zentralbanken die gute Funktionsweise des Arbeitsmarkts sei, würden sie derzeit hinsichtlich einer eventuellen Rücknahme ihrer geldpolitischen Unterstützung einen sehr vorsichtigen Ansatz verfolgen.

In den USA scheine die FED trotz der Veröffentlichung einer Kernrate der privaten Konsumausgaben (PCE) in Höhe von 3,6% die Anleger davon überzeugt zu haben, dass die ermittelte Inflationsrate nur einem vorläufigen Wert entspreche. Allerdings dürfe man bei einem Blick in die weitere Zukunft das Inflationsrisiko nicht ausschließen, da es schwierig sei, das Verhalten von Angebot und Nachfrage vor dem Hintergrund einer Wiedereröffnung der Wirtschaft, der umfangreichen Umwälzungen in den weltweiten Lieferketten oder des Dreigestirns Regulierung/Umverteilung/ökologischer Wandel einschätzen zu können.

An den Finanzmärkten hätten sich die Realzinsanleihen entspannt, die durch steigende Inflationserwartungen, insbesondere in Europa, angetrieben worden seien und in denen sich die rückläufigen Befürchtungen eines "Taperings" seitens der Zentralbanken widerspiegeln würden. Am Devisenmarkt habe sich der Rückgang des Dollar und des Yen weiter fortgesetzt, vor allem zugunsten der Währungen der Rohstoff exportierenden Länder.

In Bezug auf das Fondsmanagement sei zu verzeichnen, dass die erfreuliche Verfassung der Inflationsanleihen in den Vereinigten Staaten die Performanceentwicklung des Fonds nach oben gedrückt habe. Dies gelte auch für die Long-Inflationspositionen in der Eurozone. In den Schwellenländern habe die deutliche Verbesserung der Steuereinnahmen in Südafrika, die durch den Preisanstieg der von dem Land exportierten Rohstoffe unterstützt worden seien, einen Rückgang der Renditen der Staatsanleihen (-35 Basispunkte bei der 10-jährigen Anleihe) ausgelöst.

Die Experten von DNCA Investments hätten die Sensibilität des Portfolios um etwa 1% reduziert. Zum Monatsende habe sie leicht über der 3%-Schwelle bei einer nach wie vor schwachen Ex-ante-Volatilität von knapp 2,5% gelegen. Die wichtigsten Veränderungen im Portfolio seien gewesen: Veräußerung der Long-Position in Griechenland, Reduzierung der Linie Ungarn und erste Käufe chilenischer Nominalanleihen, deren RATP erneut ein attraktives Niveau erreicht habe. Gleichzeitig hätten die Experten das Engagement in Peso beibehalten.

Der Kern der Strategie habe sich nicht wesentlich verändert: Die Experten von DNCA Investments würden nach wie vor an ihrer Vorliebe für inflationsindexierte Wertpapiere festhalten, im Wesentlichen mit Laufzeiten von zehn bis 20 Jahren. Die Experten würden diese teilweise in Bezug auf die Duration über längere Laufzeiten absichern, um gegenüber den Breakeven-Inflationsraten exponiert zu sein. Sie würden sich von nominalen Anleihen mit sehr langen Laufzeiten fernhalten, da sie der Ansicht seien, dass der Aufbau einer zusätzlichen Risikoprämie im Falle der Perzeption einer nachhaltigeren Inflation unverändert ein großes Risiko beinhalte. Bei den Währungen würden die Experten von DNCA Investments gegenüber einem Korb asiatischer Währungen und rohstoffexportierender Länder im Euro untergewichtet bleiben. (Stand vom 31.05.2021) (02.07.2021/fc/a/f)